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> <channel><title>Kommentare zu: Wenn Lance Armstrong US-Präsident werden will</title> <atom:link href="http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/</link> <description>Der Blog-Zirkel der Fußball-Presseschau indirekter-freistoss.de von coojooxi.com</description> <lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 14:50:53 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator> <item><title>Von: Von Lügnern, Tricksern und Überzeugungstätern : sportnetzwerk</title><link>http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/comment-page-1/#comment-1052</link> <dc:creator>Von Lügnern, Tricksern und Überzeugungstätern : sportnetzwerk</dc:creator> <pubDate>Wed, 20 Feb 2008 21:00:42 +0000</pubDate> <guid
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isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/#comment-1045</guid> <description>Die zehn Punkte lasse ich jetzt mal unkommentiert, habe schon zu viel zu diesen Themen gesagt und will ja auch künftig nicht schweigen. Doch einen kleinen Nachhilfeunterricht in ungesunden Longdrinks (nun ja) und Ostmusik muss ich dem Herrn Fritsch schon noch geben: &lt;a href=&quot;http://www.ostmusik.de/cola_wodka.htm&quot; title=&quot;Cola-Wodka&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die zehn Punkte lasse ich jetzt mal unkommentiert, habe schon zu viel zu diesen Themen gesagt und will ja auch künftig nicht schweigen. Doch einen kleinen Nachhilfeunterricht in ungesunden Longdrinks (nun ja) und Ostmusik muss ich dem Herrn Fritsch schon noch geben: <a
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isPermaLink="false">http://www.direkter-freistoss.de/2008/02/19/wenn-lance-armstrong-us-prasident-werden-will/#comment-1041</guid> <description>Lieber Herr Fritsch,
wenn ich Ihre Schilderungen lese, bedauere ich es ein wenig, nicht vor Ort gewesen zu sein. Ihrer Chronologie folgend möchte ich sieben Anmerkungen zu den von Ihnen dargelegten thematischen Höhepunkten verfassen:
1. Die Person Lance Armstrong ist aus meiner Sicht der unappetitlichste Protagonist der Radsport-Szene seit Einführung des Farbfernsehens. Mich erstaunt stets, wenn sein persönliches Schicksal abseits des Sports in bewundernder Verklärung mit seinen sportlichen Erfolgen verquickt wird. MIr wird dabei schlecht. Ich lese im Wirken und Auftreten dieser Person pure Kälte, Rücksichtslosigkeit (auch gegen sich selbst) und ein eindimensionales, völlig klares Weltbild. Ihn mir als Präsidenten vorzustellen, hieße fast schon sich für George Bush eine dritte Amtszeit zu wünschen. Vor allem hoffe ich jedoch, dass er niemals in Funktionärs- oder Trainerämter gelangt.
2. Freddie Röckenhaus empfinde ich als wohltuend kritischen Journalisten, der mit seinen Recherchen zur Dortmunder Finanzstrategie dicke Pflöcke in den Morast der sportjournalistischen Landschaft geschlagen hat. In Zeiten der Dortmund-Enthüllungen schlug ich mit Freuden den Sportteil der SZ auf. Gleiches gilt für Thomas Hennecke: ein geradezu schauderhaftes Vergnügen bereitete mir seinerzeit die Lektüre des doch stets staubtrockenen, konservativen Sportmagazins aus Nürnberg. Die Anwesenheit von Röckenhaus beim DSF-Gequatsche am Sonntag ist meiner Meinung jedoch ein völliger Verpuffungseffekt. Solange der Werder-Moderator mit seiner -ich sage es mal freundlich- unangenehmen und vereinfachenden Art bzw. Sichtweise der Dinge diese Sendung moderiert und Udo Latteck dazu ermutigt, seine Brachial-Antik-Arithmetik den Gästen um die Ohren zu schmettern, finden Leute wie Röckenhaus nicht genug Gehör bzw. erhalten zu wenig Redezeit. Die Macher dieser Sendung sind gar nicht auf Tiefe aus. Jan-Christian Müller erlebe ich in diesem Zusammenhang als eher befangenen Geist. Mir scheint in seiner Betrachtung der Fußballwelt zu viel Simplifizierung mit einem Hauch von Voreingenommenheit, etwa für das Bremer Modell. Ich mag mich da jedoch täuschen.
3. Britische Mentalität als Injektion in den &quot;deutschen Sportjournalismus&quot;-um diesen brutal verallgemeinernden Begriff auch mal zu verwenden- täte in der Tat Not. Die Lektüre britischer Fußballberichterstattung ist ein Genuss und sogar der Boulevard hat im Vergleich zu deutschen Springereien ein, wenn auch bescheidenes, Niveau.
4. War Her Theveßen nicht auch eine Zeit lang Terrorrismus-Experte des ZDF? Dort hätte er doch lernen sollen, wie man eine Lunte legt. Bitte nicht zynisch verstehen! Das Format öffentlich-rechtlicher Sportsendungen, ihrer Programmleiter und Moderatoren ist so bescheiden, dass man von ihrem gerne zitierten Sendeauftrag nicht mehr erwarten kann und darf. Das Kreuz einer Kristin Otto ist zwar naturgegeben ein breites, jedoch musste es nie ein kritisches Hinterfragen ihrer sportlichen Leistungen aushalten. Seoul 1988 waren doch die letzten großen und unverschämten Festspiele des Dopings bzw. die finalen Zuckungen des Kalten Krieges auf anderem Gebiet und mit anderen Mitteln. Bei ARD und ZDF verkauft man sauberen Sport in einfacher Verpackung. Ich hätte jetzt aber auch kein Patent-Rezept wie ich die Sportler, Sponsoren und Funktionäre investigativ vor laufender Kamera am Schlawitschen packe. Man sollte sich vielleicht damit mal eingehender Auseinandersetzen-genug Geld für ausgiebige Diskussionsrunden ist ja vorhanden.
5. Hajo Seppelt hat mit seinen Recherchen bestimmt einen schweren Weg gewählt-wer im Dreck wühlt, den kann hinterher niemand mehr riechen. Interessant wäre jedoch zu wissen, inwieweit ihn der eigene Sender im Stich ließ, als er seinen Anfangsverdacht in juristisch anfechtbarer Form publizierte.
6. Das Abwägen zwischen Anfangsverdacht und Unschuldsvermutung ist bestimmt ein extremer Knackpunkt bei jeder Form von Enthüllung. Solange sich jedoch die Redaktionen vieler Zeitungsverlage auf das Internet als Rechercheinstrument Nr.1 verlassen, solange plädiere ich dafür die Unschuldsvermutung im Zweifel stärker zu gewichten. Ich bin stets aufs Neue erstaunt mit welcher Dynamik einzelne Journalisten voneinander abschreiben, Agenturmeldungen aufblasen und ungefiltert verbreiten oder lustvoll spekulativ im Nebel stochern. Was täglich in den Redaktionsstuben aufgekocht wird, sollte mal einer kritischen, wissenschaftlichen Betrachtung unterzogen werden. Wie schnell und in welcher Form zieht ein in den Teich der sportjournalistischen Landschaft geworfener Stein seine Kreise? Und vor allem: inwiefern handelt es sich hierbei um die Flüsterpost-Methode, bei der am Ende nur ein Teil der Wahrheit beim Leser herauskommt?
Zum Wiener Skandal fällt mir auf, wie gerne ich selbst daran glauben will, dass der deutsche Biathlonsport mit sauberen Mitteln betrieben wird. Dass was man liebt, unterzieht man nur höchst ungern einer kritischen Überprüfung.
7. Die Verlagslandschaft in Deutschland ist konservativ, nicht investitionsfreudig, Innovationen gegenüber nicht aufgeschlossen und teilweise völlig desinformiert. So weit meine Meinung, die man gerne als Klischee beschimpfen kann. Ich spreche hier jedoch aus resignierter Erfahrung. Amerikanische oder britische Formate leben vergleichsweise in einer anderen medialen Zeit. Auch wenn viele Journalisten im Blogging das Ende des Qualitätsjournalismus sehen-hier entsteht meiner Meinung nach das, was auf großen Plätze nicht wachsen und blühen kann bzw. darf. In diesem Sinne-Herr Pahl und Herr Fristch, machen Sie weiter!</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Fritsch,<br
/> wenn ich Ihre Schilderungen lese, bedauere ich es ein wenig, nicht vor Ort gewesen zu sein. Ihrer Chronologie folgend möchte ich sieben Anmerkungen zu den von Ihnen dargelegten thematischen Höhepunkten verfassen:<br
/> 1. Die Person Lance Armstrong ist aus meiner Sicht der unappetitlichste Protagonist der Radsport-Szene seit Einführung des Farbfernsehens. Mich erstaunt stets, wenn sein persönliches Schicksal abseits des Sports in bewundernder Verklärung mit seinen sportlichen Erfolgen verquickt wird. MIr wird dabei schlecht. Ich lese im Wirken und Auftreten dieser Person pure Kälte, Rücksichtslosigkeit (auch gegen sich selbst) und ein eindimensionales, völlig klares Weltbild. Ihn mir als Präsidenten vorzustellen, hieße fast schon sich für George Bush eine dritte Amtszeit zu wünschen. Vor allem hoffe ich jedoch, dass er niemals in Funktionärs- oder Trainerämter gelangt.<br
/> 2. Freddie Röckenhaus empfinde ich als wohltuend kritischen Journalisten, der mit seinen Recherchen zur Dortmunder Finanzstrategie dicke Pflöcke in den Morast der sportjournalistischen Landschaft geschlagen hat. In Zeiten der Dortmund-Enthüllungen schlug ich mit Freuden den Sportteil der SZ auf. Gleiches gilt für Thomas Hennecke: ein geradezu schauderhaftes Vergnügen bereitete mir seinerzeit die Lektüre des doch stets staubtrockenen, konservativen Sportmagazins aus Nürnberg. Die Anwesenheit von Röckenhaus beim DSF-Gequatsche am Sonntag ist meiner Meinung jedoch ein völliger Verpuffungseffekt. Solange der Werder-Moderator mit seiner -ich sage es mal freundlich- unangenehmen und vereinfachenden Art bzw. Sichtweise der Dinge diese Sendung moderiert und Udo Latteck dazu ermutigt, seine Brachial-Antik-Arithmetik den Gästen um die Ohren zu schmettern, finden Leute wie Röckenhaus nicht genug Gehör bzw. erhalten zu wenig Redezeit. Die Macher dieser Sendung sind gar nicht auf Tiefe aus. Jan-Christian Müller erlebe ich in diesem Zusammenhang als eher befangenen Geist. Mir scheint in seiner Betrachtung der Fußballwelt zu viel Simplifizierung mit einem Hauch von Voreingenommenheit, etwa für das Bremer Modell. Ich mag mich da jedoch täuschen.<br
/> 3. Britische Mentalität als Injektion in den &#8220;deutschen Sportjournalismus&#8221;-um diesen brutal verallgemeinernden Begriff auch mal zu verwenden- täte in der Tat Not. Die Lektüre britischer Fußballberichterstattung ist ein Genuss und sogar der Boulevard hat im Vergleich zu deutschen Springereien ein, wenn auch bescheidenes, Niveau.<br
/> 4. War Her Theveßen nicht auch eine Zeit lang Terrorrismus-Experte des ZDF? Dort hätte er doch lernen sollen, wie man eine Lunte legt. Bitte nicht zynisch verstehen! Das Format öffentlich-rechtlicher Sportsendungen, ihrer Programmleiter und Moderatoren ist so bescheiden, dass man von ihrem gerne zitierten Sendeauftrag nicht mehr erwarten kann und darf. Das Kreuz einer Kristin Otto ist zwar naturgegeben ein breites, jedoch musste es nie ein kritisches Hinterfragen ihrer sportlichen Leistungen aushalten. Seoul 1988 waren doch die letzten großen und unverschämten Festspiele des Dopings bzw. die finalen Zuckungen des Kalten Krieges auf anderem Gebiet und mit anderen Mitteln. Bei ARD und ZDF verkauft man sauberen Sport in einfacher Verpackung. Ich hätte jetzt aber auch kein Patent-Rezept wie ich die Sportler, Sponsoren und Funktionäre investigativ vor laufender Kamera am Schlawitschen packe. Man sollte sich vielleicht damit mal eingehender Auseinandersetzen-genug Geld für ausgiebige Diskussionsrunden ist ja vorhanden.<br
/> 5. Hajo Seppelt hat mit seinen Recherchen bestimmt einen schweren Weg gewählt-wer im Dreck wühlt, den kann hinterher niemand mehr riechen. Interessant wäre jedoch zu wissen, inwieweit ihn der eigene Sender im Stich ließ, als er seinen Anfangsverdacht in juristisch anfechtbarer Form publizierte.<br
/> 6. Das Abwägen zwischen Anfangsverdacht und Unschuldsvermutung ist bestimmt ein extremer Knackpunkt bei jeder Form von Enthüllung. Solange sich jedoch die Redaktionen vieler Zeitungsverlage auf das Internet als Rechercheinstrument Nr.1 verlassen, solange plädiere ich dafür die Unschuldsvermutung im Zweifel stärker zu gewichten. Ich bin stets aufs Neue erstaunt mit welcher Dynamik einzelne Journalisten voneinander abschreiben, Agenturmeldungen aufblasen und ungefiltert verbreiten oder lustvoll spekulativ im Nebel stochern. Was täglich in den Redaktionsstuben aufgekocht wird, sollte mal einer kritischen, wissenschaftlichen Betrachtung unterzogen werden. Wie schnell und in welcher Form zieht ein in den Teich der sportjournalistischen Landschaft geworfener Stein seine Kreise? Und vor allem: inwiefern handelt es sich hierbei um die Flüsterpost-Methode, bei der am Ende nur ein Teil der Wahrheit beim Leser herauskommt?<br
/> Zum Wiener Skandal fällt mir auf, wie gerne ich selbst daran glauben will, dass der deutsche Biathlonsport mit sauberen Mitteln betrieben wird. Dass was man liebt, unterzieht man nur höchst ungern einer kritischen Überprüfung.<br
/> 7. Die Verlagslandschaft in Deutschland ist konservativ, nicht investitionsfreudig, Innovationen gegenüber nicht aufgeschlossen und teilweise völlig desinformiert. So weit meine Meinung, die man gerne als Klischee beschimpfen kann. Ich spreche hier jedoch aus resignierter Erfahrung. Amerikanische oder britische Formate leben vergleichsweise in einer anderen medialen Zeit. Auch wenn viele Journalisten im Blogging das Ende des Qualitätsjournalismus sehen-hier entsteht meiner Meinung nach das, was auf großen Plätze nicht wachsen und blühen kann bzw. darf. In diesem Sinne-Herr Pahl und Herr Fristch, machen Sie weiter!</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
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