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Oliver Fritsch Das Anti-Hoffenheim

von Oliver Fritsch

Am Sonntag wählen die Mitglieder des Hamburger SV acht von zwölf Mitgliedern ihres Aufsichtsrates neu, der unter anderem darüber entscheidet, ob der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann verlängert wird. Muss er um seinen Job fürchten? Angeblich planen die Supporters, die rund 45.000 Mann starke Mitgliedergruppe, sich die Macht zu erschleichen, um ihn abzusetzen. Diesen Teufel malt zumindest die Hamburger Boulevardpresse an die Wand, seitdem bekannt ist, dass die Supporters vier Kandidaten ins Rennen schicken. Die lokale Prominenz hat sich den Warnungen angeschlossen, etwa Uwe Seeler, Ole von Beust und einige ehemalige Funktionäre.

Was wird Hoffmann vorgeworfen, der seit 2003 den Verein führt und der eine saubere wirtschaftliche und eine gute sportliche Bilanz präsentieren kann? Hoffmann hatte zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern. Um unabhängiger und professioneller handeln zu können, sagt er. Um das Tafelsilber des Klubs für den schnellen Erfolg zu verkaufen und den Fußball den Mitgliedern zu entziehen, entgegnen die Kritiker. Die Mitglieder lehnten seinen Plan 2005 eindeutig ab. Der Argwohn mancher ist geblieben. Einerseits.

Andererseits treten die sonst gerne, wenn auch oft romantisierend, kritischen Supporters derzeit sehr brav auf. Auf der Wahlkampfveranstaltung in der vorigen Woche im Hotel Grand Elysée gab es nur lobende Worte für den Vorstand. Auch Ralf Bednarek, Chef der Supporters, sagt: „Der Vorstand macht gute Arbeit. Es geht um den Aufsichtsrat, nicht um den Vorstand.“

Doch viele, auch aus den eigenen Reihen, halten diesen neuen Kurs für unglaubwürdig. „Habt Ihr Kreide gefressen – jetzt, kurz vor der Wahl?“, fragt ein Zuhörer. In den Fan-Foren gibt es seit Monaten Kritik an den Supporters, auch im Stadion waren Differenzen nicht zu überhören. Hoffmann gibt vor, keine Angst um seinen Job zu haben. Allenfalls hege er Bedenken, das Alltagsgeschäft könne unter einem widerspenstigen Aufsichtsrat leiden.

Es geht um Macht, auch wenn die Kandidaten das so nicht aussprechen. „Ich verfolge keine persönliche Interessen, mir geht es um den Verein“, sagt Johannes Liebnau, einer der vier. Liebnau wäre ein ungewöhnlicher Aufsichtsrat. Nicht nur, weil er erst 26 Jahre zählt, sondern weil er der „Capo“ ist, der Vorsänger der HSV-Ultras. Auch wenn er es von sich weist – natürlich ist auch das ein statusreicher Posten. Einer, der einem das Gefühl von Bedeutung schenkt. Die Tausende in der Kurve lassen sich nicht von jedem dirigieren, das darf nur einer, der in der Hierarchie oben steht. Darf jemand, der Schmähgesänge auf Werder Bremen anstimmt, einen hanseatischen, renommierten Sportverein repräsentieren?, fragen viele nun pikiert.

Doch Liebnau ist ein eloquenter Typ mit Studienabschluss Betriebswirtschaft. Auch die anderen Supporters-Kandidaten sind keine Halbstarken oder Hooligans. Anja Stäcker ist Bankkauffrau, Ingo Thiel ist Unternehmer, und Manfred Ertel ist Journalist beim Spiegel. Ertel, der als Hoffmann-Gegner gilt, verkaufte sich während der Wahlveranstaltung sehr überzeugend. Es gehe ihm zeit seines Lebens um die „Kontrolle von Mächtigen“, sagte er zu seiner Motivation, sich für das Ehrenamt Aufsichtsrat zu bewerben. Er verbitte es sich, als „Idiot öffentlich herabgesetzt zu werden“, wie das einige Altvordere des Vereins in den Medien taten. Schwer vorzustellen, dass Ertel entgegen seinen Beteuerungen einen Putsch plant, zumal er wissen dürfte, dass er, um den Zorn der Anhänger zu entfliehen, anschließend die Stadt verlassen müsste. Doch es ist Ertel, der die Skepsis Hoffmanns auf sich zieht. Liebnau anscheinend weniger.


Manfred Ertel: “Wir wollen Fußball bezahlbar machen.”

Prinzipiell sind die Hamburger auf ihre Klubstruktur stolz: Ein fester Aufsichtsratsposten ist ihnen per Satzung garantiert, einer der vier Vorstandsposten ist mit einem Delegierten besetzt, der nur für die Belange der Mitglieder zuständig ist; derzeit ist das Oliver Scheel. In Zeiten, in denen der deutsche Fußball die Abschaffung der 50+1-Regel erwägt, in Zeiten, in denen in England Scheichs und Rohstoffmilliardäre Klubs feindlich übernehmen, gilt der HSV als Bastion der Demokratie. Fans anderer Klubs beneiden ihre Konkurrenten aus Hamburg. Bloß, wie weit sind Mitbestimmung und Demokratie im Milliarden-Business Profifußball hilfreich?

Ob es Zufall ist, dass die Hamburger Basis gerade jetzt verschärft um ihre Macht kämpft? Die TSG Hoffenheim scheint zu beweisen, dass Einfluss von Außen dem sportlichen Erfolg eines Klubs schadet. Trainer Ralf Rangnick und sein kleins Team haben keine Schlagzeilen des Boulevards zu fürchten, kein Vereinsveteran redet ihnen rein, Mäzen Dietmar Hopp gibt ihnen freie Hand – und Fans, die die Entlassung von irgendwem fordern oder Spieler auspfeifen, gibt es (noch) nicht. Hoffenheim ist nicht nur deswegen so erfolgreich, weil sie fähige Leute beschäftigen. Hoffenheim ist deswegen so erfolgreich, weil die fähigen Leute in Ruhe arbeiten können. Hoffenheim ist Tabellenführer ohne gewachsene Fan-Kultur.

Echte Fans wollen keine Kunden oder Trikotkäufer sein. Fan-Sein heißt, an seine Wirkung glauben. Dem Vorstand die Meinung geigen, die Gegner-Fans übertrumpfen, die Mannschaft zum Sieg brüllen. Liebnau glaubt, dass sein Chor dazu beigetragen hat, dass der HSV seit Jahren so gut spielt, dass er sich immer für den Europapokal qualifiziert. Liebnau glaubt, dass er dazu beigetragen hat. Und das sagt er auch.

Im vergangenen Oktober verlor der HSV gegen Hoffenheim chancenlos 0:3, die Stimmung machten die HSV-Fans. In einem Auswärtsspiel! Und wenn nicht alles täuscht, schreien die HSV-Fans nicht mehr dann am lautesten, wenn ein Gegentor der Bayern oder von Werder aus einem fremden Stadion vermeldet wird, sondern eins von Hoffenheim. Wenn man schon die Bundesliga-Tabelle nicht anführt, dann wenigstens die Support-Rangliste. Und dort ist dem HSV Platz 1 nicht zu nehmen. Erst recht nicht, wenn am Sonntag der Aufsichtsrat mit Liebnau und seinen Mitstreitern bestückt wird.


Ingo Thiel: “Der Vorstand hat gelernt. Es gibt keinen Grund, jemanden abzusägen.”

20 Kommentare

  1. steuerzahler schrieb am 24. Januar 2009:

    Dass man in Hoffenheim nicht mehr mit kritischer Presse rechnen muss hat doch nichts damit zu tun, dass man da vereinsinterne Demokratie abgeschafft hat. Es liegt schlicht und einfach daran, dass die Sportpresse die TSG Hoffenheim inzwischen zu ihren Lieblingen auserkoren hat und die letzten kritischen Journalisten wohl schon mundtot gemacht hat (siehe Fall Tagesspiegel).

    Denn es gäbe weiß Gott genug Gründe einmal sich journalistisch kritisch mit “Hoppenheim” auseinanderzusetzen. Stichworte wären da:

    - unzählige ungeahndete Täuschungsversuche im gegnerischen Strafraum und an der Seitenlinie (von der Tarantel gestochenes Aufspringen bei jedem Windzug und Schiri- und Assistentenbeeinflussung ohne Ende),

    - FC Heidelberg 06,

    - Spielchen mit Sandhausen,

    - Jugendmannschaften der Region,

    - Tagesspiegelaffaire und Verständnis von Pressefreiheit,

    - Sohn des DFB-Präsidenten bei Hoppenheim,

    - Hopps Stadion in Sinsheim Austragungsort bei der Frauen-WM in Deutschland,

    - Strafanzeige unter Einschaltung einer Armee von Anwälten gegen einen 19-jährigen mittellosen Gästefan wegen eines lächerlichen Doppelhalters und Durchfosten von Internet-Fanforen

    - DFB-Präsident soll/will Hopp gesondert schützen vor Fankundgebungen (Lex Hopp),

    - Beschneidung der Rechte der neuen Mitglieder bei der TSG Hoffenheim (kein Wahl/Stimmrecht mehr!) und Hopps Verständnis von vereinsinterner Demokratie

    - Umgehung/Hinterziehung von Schenkungssteuer bei der finanziellen Unterstützung der TSG Hoffenheim.
    Hopp hat das ja sogar selbst zugegeben in einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin, hier der Direktlink zum Interview (interssant ab 4 min 30 sek):
    http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/1411622?pageId=487890&moduleId=435054

  2. MaxR schrieb am 24. Januar 2009:

    Die ganze Hoppenheim-Propaganda-Woche im Morgenmagazin war super. Aber am schönsten war das devote Peterle, das mit der neuen Lichtgestalt Hopp zusammen eine Stadionbegehung IN HELLBLAUEN ÜBERSCHUHEN gemacht hat, damit bloß nichts dreckig wird. ROTFL. Müssen die Fans auch Überzieher anziehen? Pantoffelpflicht für den Auswärtsmob?

    Aber am devotesten wurde das Peterle, als Hopp selber von dem dreistelligen Millionenbetrag gesprochen hat, den er investiert hat (jawohl: investiert, wegen dre Schenkungssteuer!) unds Peterle weiterhin mit großaufgerissenen Augen vom “Wunder” geredet hat.

    Gib mir 175Mio und ich werde ebenfalls einen Verein meiner Wahl in die Spitzengruppe der 1.Liga bringen. Ganz ohne Wunder, nur mit Geld.

    Ich kann diese Hopp-Lichtgestalt-Beweihräucherung nicht mehr hören! Wenns wenigstens noch Selbstbeweihräucherung wäre, aber nein, selbst unsere sog. kritische Journaille neigt devot den Kopf, wenn Hopp den Saal betritt. Unglaublich!

    Immerhin hat die Studiobesatzung des MoMa die Situationskomik bemerkt und sich herzlich über die Überschuhe amüsiert. Wenigstens das.

  3. Philipp schrieb am 24. Januar 2009:

    Das Lustigste an der ganzen Sache ist ja, dass im Interview ständig so getan wird, als würde Hoffenheim ungerechterweise mit kritischer Berichterstattung überschüttet. Habe ich diese Saison noch nichts von mitbekommen. So gleichgeschaltet wie zu diesem Thema habe ich die Medien schon ewig nicht mehr gesehen. Und bei kritischen Anmerkungen wird direkt zugeschlagen, siehe Tagesspiegel…

    Das man die “Propaganda” nicht auch mal kritisch in Massenmedien hinterfragt ist schon ziemlich peinlich für die Presse in Deutschland.

    Das Herr Hopp quasi offen Steuerhinterziehung zugibt, wird hoffentlich ein rechtliches Nachspiel haben. Ich will ja nicht hingehen und von Lizensentzug träumen, aber wenn man es wirklich kritisch sieht, dann ist das schon ein starkes Stück. Ausserdem gibt er ja offen zu, dass der Verein von ihm in einem absolutem Abhängigkeitsverhältnis steht, was mit den Statuten des DFB auch nicht wirklich vereinbar ist.

    Es ist wirklich traurig, wie den Hoffenheimern, bzw. dem Geld des Herrn Hopp nach dem Munde geredet wird.

    Die Behauptung, dass die Mannschaft quasi nicht verstärkt wurde mag zwar einer Seits wahr sein, doch auch diese Sache wird nicht hintefragt. Dass im Regionalligateam schon viele bundesligaerfahrene Spieler standen, die sicherlich nicht nur aufgrund der schönen Worte von Trainer Rangnik nach Hoffenheim kamen; dass letztes Jahr in Liga 2 Rekordsummen in international begehrte Toptalente, die auch bei jedem Bundesligisten und vielen europäischen Topteams zu Einsatz gekommen wären wird dabei mal wieder verschwiegen.

    Mir war jedenfalls letztes Jahr schon klar, dass Hoffenheim recht weit vorne mitspielen wird. UEFA Cup war mein Tip, zu mehr wird es, mit dem bisher vorhandenen Personal, nicht reichen. Bisher lief alles glatt, aber die ersten Verletzungen haben sich ja schon angekündigt und es bleibt zu warten, ob diese zu ersetzen sind.

    Aber man ist ja wieder auf der Suche nach einem verschmähten Talent für den Sturm, wie man hörte… Aber immer schön auf die eigene Jugend setzen…

  4. Pisci schrieb am 24. Januar 2009:

    “Wenn man schon die Bundesliga-Tabelle nicht anführt, dann wenigstens die Support-Rangliste. Und dort ist dem HSV Platz 1 nicht zu nehmen”

    Erzähl das mal einem Frankfurter. ;)

  5. nedfuller schrieb am 24. Januar 2009:

    Habbe ich etwas verpasst oder ging es in dem Artikel um die morgige MItgliederversammlung?

    Ich werde morgen gegen die 4 Kandidaten stimmen. Der Vorstand macht einen guten Job und wir haben als Supporter einen festen Sitz im AR, also das reicht um die Belange der Fans deutlich zu äußern.
    Ich möchte nicht, dass Fans über weitere Transfers des HSV entscheiden. Manstelle sich vor VanBommel will wirklich zum HSV. Dann stellt sich ein CF Mann doch sofort dageben. Nene, das ist zuviel.

  6. Oliver Fritsch schrieb am 24. Januar 2009:

    @Pisci: So weit ich weiß, beneiden viele Eintrachtler die Hamburger um deren Einfluss im Verein. Support kann man ja mal weiter definieren und ihn nicht auf das Stadion beschränken.

  7. Pisci schrieb am 24. Januar 2009:

    War auch nicht so 100% ernst gemeint, hatte nur neulich wieder eine Diskussion mit einem Eintracht-Fan, nach der mir irgendwie klar wurde, dass die Frankfurter sich aufführen und auch selbst ansehen als sowas wie der FC Bayern der Fußballfans: Wer es wagt da aufzumucken wird mit schierer Macht wieder in die Schranken gewiesen.

    Nur, wie groß ist der Einfluss der Fans in Hamburg denn wirklich? Eintrittspreise auf Premier League-Niveau konnten nicht verhindert werden, ebenso wenig wie der mittlerweile 2. Kunstname für’s Stadion.

    Habe mal eben nachgesehen: In Frankfurt stellt die Fanabteilung auch >50% der Mitglieder, geholfen scheint’s dort aber auch nicht zu haben.

  8. Heinrich Wawerka schrieb am 24. Januar 2009:

    Hier geht’s ja eigentlich um den HSV, aber ein paar der Anmerkungen die zu Hoffenheim geschrieben wurden sind schon ein bisschen merkwürdig.

    Dass man es als Fan eines “alteingessenen” Vereins nicht schätzt, wenn ein “Dorfverein” mit massiver finanzieller Unterstützung eines Mäzens die Bundesliga aufmischt kann ich absolut nachvollziehen.
    Aber das Geweine über eine “gleichgeschaltete” Presse ist reichlich überzogen.

    Die “unzähligen” Täuschungsversuche und “die permanent protestierende Bank” sind sehr wohl thematisiert worden. Und zwar genau ab dem Tag, als Hoffenheim in Köln nach einer wüsten Treterei von beiden Mannschaften gewonnen hat. Da stellt sich dann ein Christoph Daum hin und beschwert sich über die achsofalschen Hoffenheimer, die foulen und dauernd rote Karten für den Gegner fordern. Ausgerechnet Christoph Daum, die Ausgeglichenheit in Person, der jede Schiedrichterentscheidung stoisch hinnimmt.

    Das FC Heidelberg 06-Spielchen mit Sandhausen bzw. Walldorf war eine Idee die Vereine mit Hoffenheim zum FC Heidelberg zu vereinen. Sandhausen und Walldorf fürchteten dabei irgendwann komplett unterzugehen (Vermutlich zu Recht) und haben abgelehnt. Wo ist das Problem?.

    Die Strafanzeige gegen den Dortmundfan war tatsächlich eine nicht notwendige Aktion. Allerdings sollte jedem Menschen klar sein, dass eine Beleidung eine Anzeige nach sich ziehen kann. Dass dies bisher nicht so gehandhabt wurde und jeder in der Anonymität der Masse jeden anderen beleidigen konnte, bedeutet nicht, dass das immer so bleiben wird. Wenn ich mich recht erinnere, hat der Fan sich bei Hopp entschuldigt und die Anzeige wurde zurückgenommen. Also, was solls?

    Das der Sohn von Zwanziger bei Hoffenheim arbeitet scheint mir relativ belanglos. Ich kann jetzt wirklich keine Bevorteilung der Hoffenheimer dadurch erkennen.
    Das Zwanziger deswegen eine Lex Hopp einführen möchte, scheint mir mehr als zweifelhaft. Ich glaube eher, dass der kommerzielle Fussball sich in den letzten Jahren dahin entwickelt hat, dass das Beschimpfen von Offiziellen und Spielern von diesen nicht mehr einfach so hingenommen wird wie noch vor 10-20 Jahren.

    Auch der Fall mit der Frauen-WM: Warum soll das nicht in Sinsheim stattfinden? Die geografische Verteilung der WM Orte ist doch ziemlich ausgeglichen. Das manch einer enttäuscht ist, ist verständlich, aber sooo abwegig, Sinsheim zum Spielort zu machen, ist es nun auch wieder nicht.

    Am kritischsten sehe ich den Fall mit dem “Tagesspiegel”. Hier sollte man dem Verein Hoffenheim klar machen, dass Kritik, die in völlig korrektem Maße geäußert wird zum Geschäft dazugehört. Ein Boykott ist in diesem Falle absolut lächerlich.

    @maxR: Die 175 Millionen sind aber nicht nur in die Mannschaft geflossen. Wenn ich soviel Geld über hätte, ich würde es dir glatt geben, damit du einen damaligen Oberligisten in die Spitzengruppe der 1.Liga führst, von der Kohle noch ein Stadion baust und ein Jugendtrainingszentrum sowie sonstigen “Kleinkram”. Nur um zu sehen, wie du scheiterst.

  9. Hannes Mayer schrieb am 25. Januar 2009:

    Ich habe keine Lust zu sterben, weil dann meine Nachkommen Erbschaftssteuer zahlen müssen. Ist das schon Steuerhinterziehung?

  10. Rudi L. schrieb am 25. Januar 2009:

    @Heinrich Wawerka
    Besser kann man die ganze Geschichte nicht zusammenfassen.
    Danke schön.

  11. moz schrieb am 25. Januar 2009:

    aus eigener, reicher auswärtsfahrerfahrung zu hsv-spielen kann ich sagen: wir hängen nicht alle an jojos lippen und oder halten ihn in einer hierachie für den obermacher – es macht nur für den support viel sinn, sich auf einen capo zu einigen. viele köche verderben den brei. wobei ich es immer wieder liebe, wenn der nächste gesang sich aus dem block entwickelt und nicht von jojo angestimmt werden muss.

    überdies ist es mir nichtr aufgefallen, dass hsv-fans bei toren gegen die tsg besonders laut feiern. meine güte, hoffenheim, adrüber dikutieren doch vor allem selbst ernannte sportjournalisten so gerne. viel spaß noch dabei….

  12. Oliver Fritsch schrieb am 25. Januar 2009:

    Danke für dieses Etikett, moz. Und für die Einschätzung unserer falschen Relevanzkriterien.

    Kommt jetzt der nächste und sagt: Meine Güte, wer diskutiert schon über den HSV?

  13. Breitnigge’sche Verschwörungstheorie « Taktikbesprechung. schrieb am 25. Januar 2009:

    [...] seriösere Gestalten wie Ole von Beust, Uwe Seeler sowie ehemalige HSV-Funktionäre (siehe dazu: Direkter Freistoß). Auf den ersten Blick mögen ein studierter BWLer (Johannes Liebnau), eine Bankkauffrau (Anja [...]

  14. Latze schrieb am 26. Januar 2009:

    Den letzten Satz des Artikels kann ich nicht ganz nachvollziehen – nur weil die HSV-Fans das bisschen Mehr an Mitbestimmung haben, sind sie zugleich auch die Stimmungskanonen der Liga? Einspruch. Wer zweimal kurz hintereinander die HSH-Nordbank-Arena besucht, und zwar einmal für ein HSV-Spiel und einmal zu einem Spiel der Adlerträger, der lernt etwas – nämlich wie laut dieses Stadion sein kann, wenn nicht die HSV-Fans alleine für die Stimmung zuständig sind. Zugegeben, diese meine Erfahrung ist schon ein bisschen älter – vielleicht sind die HSV-Fans ob des Erfolgs der letzten zwei Jahre etwas wohlgelaunter geworden…?

  15. moz schrieb am 26. Januar 2009:

    @oliver: Ich habe nicht Sie etikettiert, bewahre. Mit Genuss denke ich an Ihr Interview mit Herrn Zwanziger zurück. Aber es ist doch schon interessant zu sehen, wie viele Journalisten in den letzten Monaten begierig über das “Phänomen Hoffenheim” parlieren mussten. Mein Eindruck war schon, dass dieses Thema sehr gepusht wurde.

    Mich freut der erfrischende Fußball der Mannschaft. Aber deswegen muss man ja nicht gleich das Modell Hoffenheim in allen Belangen ständig als Vergleich heranziehen. Es passt eben nicht immer.

    Mir wäre es recht, wenn es keinen Grund gäbe, über den HSV zu diskutieren. denn dann wäre wohl mehr Ruhe in den Dingen als es derzeit sportlich und organisatorisch der Fall ist.

  16. Event_Fan schrieb am 28. Januar 2009:

    hallo,

    wird jetzt in jeder überschrift hoffenheim erwähnt um von der polarisation, die die tsg verursacht, zu profitieren? irgendwie erscheinen mir die zusammenhänge in letzter zeit etwas konstruiert. naja, auflage bzw. klicks wollen gesteigert werden…

  17. Oliver Fritsch schrieb am 28. Januar 2009:

    Ich hab mit einigen von der HSV-Basis geredet. Und ohne dass man sie direkt drauf anspricht, kommen manche von ihnen auf das Thema Hoffenheim.

  18. moz schrieb am 30. Januar 2009:

    Manche kommen auch auf das Thema Werder Bremen. Oder auf das Thema FCB, ohne dass man sie direkt darauf anspricht. Das ist doch nicht der Punkt. Sondern die Frage, ob und in welcher Form Hoffenheim hier als Vergleich Sinn macht. Über die Kommerzialiserung des Fußballs wird ja nicht erst seit dieser Saison in den Fangruppen heiß diskutiert. Es mag Journalisten gefallen, dass dann immer mit der TSG eng zu führen. Aber zutreffend ist dies nicht.

  19. Oliver Fritsch schrieb am 30. Januar 2009:

    Das sehe ich anders. Hoffenheim ist gerade, was das Thema Fans betrifft, die Antipode des HSV.

  20. moz schrieb am 1. Februar 2009:

    Generell ist Hoffenheim für viele Fans der Ultraszene der Antipode. Was das speziell mit den HSV-Fans zu tun hat, die, ich wiederhole mich da gerne, auch auf der Nordtribüne zwischen den Welten von CFH und Poptown noch einiges mehr zu bieten haben und ein durchaus heterogener Haufen sind, weiß ich nicht. Wenn von außen die Nummer “Bundesligadino vs. Emporkömmling” aufgebaut wird, macht das längst nicht jeder Fan des HSV mit; meiner persönlichen Erfahrung als Mitglied des Vereins, des SC und eines regionalen OFC nach ist dem nicht so.

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