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„Darfst Du denn überhaupt wieder zum Fußball?“, fragten meine Freunde nach meinem Herzinfarkt im Juni 2008, den ich nach einer Fernsehdiskussion zur Fußballeuropameisterschaft bei „west.art“ erlitten hatte. Böse Zungen in Norddeutschland behaupteten, ich hätte mich so sehr über das antikapitalistische Getue des St.-Pauli-Präsidenten Corny Littmann geärgert, dass mein Blutkreislauf anschließend versagt hätte. Stimmt zwar, dass die Billigkritik am Turbokapitalismus, der angeblich den Fußball beherrsche, gegen den dann die braun tragende, mit Steuergeldern reformierte Provinzidylle Millerntor gepriesen wird, einem wehtun kann, aber die wirklich gefährlichen Herzkrankheiten sind nach Pearl S. Buck „Neid, Hass und Geiz“ – nicht Dummheit. Live-Fußball tut nicht nur meinem Herzen gut: Leidenschaftliche Gefühle wecken die Lebensgeister, und auch das Hirn läuft wieder auf Hochtouren (Weiterlesen …)

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