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Noch mal ankucken, etwa ab 27:00:

Germany v Spain


Was mich daran interessiert? Wieso wird über eine solch bedeutende Fehlentscheidung nicht gesprochen, geschrieben, berichtet (außer an dieser Stelle)? Gibt doch sonst über jede Szene ein Bohei.

Bevor die Diskussion in die falsche Richtung geht – hier erneut Ballacks Stoß vor dem 3:1 gegen Portugal:

Danke an Roland Popp für den Hinweis auf das Video.

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62 Kommentare

  1. Holger schrieb am 2. Juli 2008:

    Das sehe ich genauso. Insgesamt schätze ich die Leistung der Unparteiischen bei der EM eher durchschnittlich ein. Insbesondere die Assistenten haben Tätlichkeiten, grobe Fouls, o.ä. direkt vor ihrer Nase zu oft nicht richtig eingeschätzt oder den Schiedsrichter entsprechend aufmerksam gemacht.

  2. Max Diderot schrieb am 2. Juli 2008:

    Es ist zumindest eine umstrittene Entscheidung, die ein “Geschmäckle” besitzt. Ich würde aber nicht soweit gehen zu behaupten, dass es sich um eine klare Fehlentscheidung gehandelt haben könnte. Dafür stand Schiedsrichter Roberto Rosetti zu nah am Ort des Geschehens.

    Wären in diesem Moment alle Fußballgötter den Deutschen hold gewesen, hätte es noch der Lösung der Frage bedurft, ob Gomez tatsächlich den Ball ins Tor geschossen oder ihm möglicherweise die Erinnerung an die Szene aus der Partie gegen Österreich einfallen würde.

  3. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    Auf jeden Fall würden die Geschichten über das EM-Finale anders lauten – ob er getroffen hätte oder nicht.

    Doch wie groß die Chance selbst für einen (momentanen) Tor-Allergiker wie Gomez gewesen wäre! Der Ball lag vor seinen Füßen, wohlgemerkt: Er lag, er rollte nicht. Das wäre leichter gewesen als das Ding aus dem Österreich-Spiel. Aber gut, der Konjunktiv ist dem Verlierer Freund und Feind (oder wie war das?). Oder wie Stromberg sagt: “Hätte, hätte, Fahrradkette.”

  4. Rückennummer10 schrieb am 2. Juli 2008:

    Die Frage nach der fehlenden Aufarbeitung dieser Szene in den Medien stellt sich auch mir. Ich hatte mich über diesen Pfiff bereits während des Spiels maßlos geärgert hat dieser doch eine Riesenchance zum Ausgleich unberechtigterweise verhindert. Leider wartete ich dann vergebens in der Nachberichterstattung darauf die Szene noch mal sehen zu können. Ebenso scheint die Szene dem Herrn Bartels entgangen zu sein der das Spiel ohne jegliche hörbare Erregung weiter kommentierte.

    „Bevor die Diskussion in die falsche Richtung geht…“
    Man braucht sich doch nicht dafür zu rechtfertigen eine eindeutige, leicht zu erkennende und vermutlich spielentscheidende Fehlentscheidung des Schiedsrichters anzusprechen.
    Es ist nicht Aufgabe des Schiedsrichters dafür zu sorgen dass die spielerisch bessere Mannschaft am Ende als Sieger da steht.

  5. nedfuller schrieb am 2. Juli 2008:

    Schon während der Übertragung habe ich zu meiner Frau gesagt, dass der Scheidsrichter sich zu sehr in den Mittelpunkt pfeifft.

    Der Schiedsrichter hat auch den Kopfstoss übersehen. Und Tom Bartels schrie sofort: Der Schiedsrichter hatte einen guten Blick, da war nichts. Der ARD fehlt halt ein Urs!

  6. Erwin K. schrieb am 2. Juli 2008:

    Hätte das deutsche Team von der 70-90 Minute gedrückt, vielleicht ein Pfostenschuss dabei und weitere zwei Chancen….ich wette Herr Rosetti hätte weiterlaufen lassen.

    Der Spielleiter aus Italien konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sich Deutschland ohne Foul eine Torchance erarbeitet (machen Inzaghi und Toni ja auch selten, insbesondere nicht in der Nachspielzeit). Er hatte das Spiel abgehakt.

    Das war gerichtete Wahrnehmung, wie es auch häufig von den Kellerkindern der Bundesliga (Cottbus, Bochum) beklagt wird.

    Enttäuscht bin ich eigentlich mehr über die Presse, hier vor allem die schreibende Zunft.

    Ein Satz wie “In der Nachspielzeit kam Deutschland zur ersten klaren Torchance, welche durch einen sehr zweifelhaften Pfiff unterbunden wurde.”

    Es ist ein bisschen wie Flitzer vom Weltbild der UEFA zu verbannen und Tagessschau in der Halbzeitpause mit jubelnden Schaltungen nach Türkei, Russland, Spanien, usw…. zu füllen.

    Unabhängig davon, hatte ich an dem Abend selbst bei einem Ausgleich, nur geringe Hoffnungen auf eine erfolgreiche Verlängerung. Die Herren Podolski, Ballack, Frings waren schon verbraucht. Wobei sich so etwas auch drehen kann.

  7. Erwin K. schrieb am 2. Juli 2008:

    Noch eine Anmerkung; so stelle ich mir das vor:

    Bartels war schon ab Fazit ziehen (oder hatte es schon mehrfach seit der 75. Minute). Die Schreiberlinge hatten den Text auch schon ab der 80. Minute eingehackt, und nahezu versandfertig für der Weiterleitung an die Druckpresse.

    Der rote Faden aller Journalisten (die ja auch nebeneinander im Stadion sitzen) war:
    Deutschland chancenlos und verliert zu niedrig. Da passte die exakte Beschreibung der Vorkommnisse in der 91. Minute halt nicht rein.

  8. persiflo schrieb am 2. Juli 2008:

    Vielleicht haben die Fernsehleute Angst, das Volk aufzuhetzen. Und die Schreiberlinge fürchten, das Volk mit aufwühlend-abweichender Meinung zu überfordern. Zumal ein hätte-wenn-aber, anders als etwa beim Schachspiel, tatsächlich wenig Sinn macht. Das ist in der Nachbetrachtung mehr was für regelkundige Enthusiasten, die ein Video vorliegen haben.

  9. Nixwisser schrieb am 2. Juli 2008:

    Meiner Meinung nach war’s kein Foul. Und wenn Gomez das Ding rein macht…

    Gerecht – ungerecht, als ob’s darum ginge. Es geht ums Gewinnen. Alles andere ist primär. Verdient ist’s dann, wenn man einen mehr rein macht. Das ist so platt wie wahr. Es sei denn, es gibt irgendwann mal eine B-Note.

    Daß die Spanier die “bessere” Mannschaft waren, ist unstrittig. Und wenn sie durch ein Gomez-Tor und ein unglückliches Elfmeterschießen den Titel vergeigt hätten, wären sie selbst dran Schuld gewesen. Das ist zu viel hätte, wenn & wäre, schon klar. Aber zwischen Erster und Looser liegen oft nur der Zufall, das Glück und der Schiedsrichter. Das wissen wir doch am besten(54/74), oder?

  10. nicht-patriotischer Insider schrieb am 2. Juli 2008:

    *räusper* Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Der Ball wird blind nach vorne geschlagen. Merte blockt schon mal regelwidrig einen spanischen Verteidiger vor dem Strafraum (hat natürlich niemand von euch regelkundigen Enthusiasten gesehen). Dann trifft Gomez – zugegeben: unglücklich und unabsichtlich – Capdevila: Beide sind Rücken an Rücken, aber Gomez’ rechter Fuss trifft Capdevila links unten, als dieser eben mit links den Ball wegschlagen will. Das ist ein Foul. Da kann Gomez’ nichts dafür, aber man kann das durchaus abpfeifen. Es sieht so aus, als ob Capdevila selbst im Fallen den Ball sonst wegschlagen können würde. Damit sind wir bereits bei ‘hätte’, ‘wäre’, ‘wenn’ und damit bei der Frage wie die Sekunden nach dieser Szene ohne Pfiff ausgegangen wären, aber genau darauf stützt sich ja eure Einschätzung hier. Und dass ihr diese Szene hier umdeutet, als ob sie euch eines hervorragend herausgespielten und verdienten Ausgleichs beraubt hätte, ist doch lachhaft. Den wichtigsten Satz wiederhole ich da gerne: zumindest ich sehe eine deutliche (!) Berührung von Gomez an Capdevila. Schließt weiter eure Augen, aber ihr hättet diese Szene sicher ganz anders bewertet, wenn sie sich im deutschen Strafraum abgespielt hätte. Dazu am Ende noch mal mehr.

    Es ehrt Sie übrigens, Herr Fritsch, dass Sie die Szene aus dem Portugal-Spiel zeigen. Allerdings hat – um Ihrer Logik zu folgen – auch diese viel zu wenig Beachtung in der deutschen Presse (auch auf Blogs wie diesem hier) gefunden. Es ist wohl nicht allzu gewagt, zu behaupten, dass die Portugiesen eine halbe Stunde lang unsere anfällige Abwehr heftig bearbeitet hätte. Anscheinend hat auch dieser Beigeschmack vielen nicht in das Gesamtbild der spielerisch achso überzeugenden Mannschaft gepasst, das im Endeffekt aus einem guten Angriff und ausnahmsweise zwei guten Standards bestand.

    Und gegen die Türkei !? Klar, Lahm wird einmal von Sabri hart und unfair gestoppt, was Schiri Busacca als einziger im Stadion übersieht. Allerdings geschieht dieses grobe Foul außerhalb des Strafraums, nicht, wie die meisten Medien in den Folgetagen kolportierten, auf der Strafraumgrenze. Auch hier eine sehr interessante weil einseitige Betrachtungsweise. Das Trikotgezerre und -gehalte von Lahm gegen Kazim später ist aber unverkennbar im Strafraum passiert. Wo waren Sie dort, Herr Fritsch? Wo die anderen regelkundigen Enthusiasten? Ich rieche patriotisch undifferenzierten Bullshit.

    Und nochmal zu den vermeintlichen Fehlentscheidungen im Finale. Gelb gegen Cassilas war überzogen und unverhältnismäßig, gelb gegen Torres ungerechtfertigt. Ballack hätte nach zahlreichen Knöcheltritten gegen Fabregas, Xavi, Iniesta und Puyol bereits nach sechzig Minuten duschen gehen können. Wo nimmt Lehmann eigentlich kurz vor Schluss beim Herauslaufen Hand? Und zu der Silva-Aktion. Ich denke, man kann von einem Kopfstoß sprechen, das Zucken ist deutlich erkennbar. Allerdings auch hier die Frage, warum Podolski plötzlich zehn Meter auf Silva zusprintet (schnell wie im gesamten Spiel nicht), in einer Manier, wie es sonst nur Ballack zum Schiedsrichter schafft. Und auch denke ich, gesehen zu haben, dass Poldi (!) provokant mit seiner Stirn an die von Silva heran tritt … nicht anders herum. Und auch Poldi zuckt schon kurz. Silva zuckt dann rotwürdig, allerdings gehört Podolski für sein unsportliches Verhalten nicht minder bestraft. Aber auch diese Meinung wird hier in einem deutschen Fan-Block … äh … Fan-Blog nicht auf allzu viel Gegenliebe stoßen.

    Ich finde es in diesen Tagen übrigens sehr befreiend, noch zu der Spezies “Fußball-Fan” zu gehören, die von dem Spiel an sich begeistert sind und stets das schöne über das erfolgreiche Spiel stellen. Noch befreiender ist, dass sich einmal seit langem das schöne Spiel bei einem ganzen Turnier durchgesetzt hat. Dass Sie sich damit schwer tun, das wirklich (ohne Plattitüden im Stile ‘die Spanier haben es irgendwie verdient’) anzuerkennen, macht diesen seltenen Triumph umso schöner. In Deutschland scheint auch nach Klinsmann noch immer das Credo zu gelten, das Ziel sei mehr wert als der Weg. Wenn Deutschland die beste Mannschaft eines Turniers stellt, gönne ich auch ihr gerne einen Titel. Dieses Mal wäre es – mal wieder – nicht verdient gewesen.

    Und da stellt sich – leider – heraus, dass auch Sie Herr Fritsch, mit Verlaub, letztlich nur ein Fan sind, der seine Argumentation (wenn auch inhaltlich profund und sicherlich fußballerisch kompetent) stets so drehen kann, damit sie sich der persönlichen Gemütslage anpasst.

    Ein Randkommentar: Wie man einen Schweinsteiger nach schlechter Vorrunde inklusive roter Karte auf einmal wegen zwei passabler Freistöße und zwei Toren zum Spieler des Turniers hochjazzen kann, verschließt sich mir vollends, zumal nach der schwachen Saison und der indiskutablen Vorbereitung, an deren Ende er zurecht auf der Bank saß. Allein seine Eckbälle und Freistöße (ja, Ausnahme gegen Portugal) disqualifizieren ihn als der Starspieler, zu dem er hierzulande gerne gemacht wird. Und auch charakterlich scheint mir der Typ nicht einwandfrei.

  11. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    Vielleicht kann man die Gomez-Szene anders auslegen. Aber die Sache, dass ich das Lahm-Foul gegen die Türkei oder das Ballack-Foul gegen Portugal übersehen hätte, lass ich mir nicht anlasten. Genauso ist mir klar, dass Schweinsteiger (wie Volkan) für zwei Spiele gesperrt gehört hätte, zumal er irgendwem den Vogel gezeigt hat. Das steht alles hier geschrieben. Außerdem frag ich mich, welche “Argumentation” Sie meinen.

    Was mich in jedem Fall auch aus der eigenen Erfahrung generell stört ist, dass Schiedsrichter, entgegen allen Behauptungen, schneller und leichter bereit sind, Freistöße zu pfeifen als Elfmeter. Zweierlei Maß. Das war bei dieser EM sehr auffällig.

  12. nicht-patriotischer Insider schrieb am 2. Juli 2008:

    Von ‘übersehen’ habe ich bewusst nicht geschrieben. Es ging mir eher um zu wenig Beachtung. So habe ich mich auch ausgedrückt. Und ich habe bewusst zuerst von der deutschen Presse geschrieben und dann Blogs wie Ihren in Klammern dazu gefügt um klar zu machen, dass ich mir gewünscht hätte, das dort besser und kritischer aufbereitet zu finden. Während der Viertelfinals weilte ich mit Freunden (alle pro Deutschland) in Wien. Ihren Blog-Eintrag zum Portugal-Spiel habe ich Tage später gelesen. Es ist doch klar, dass dann mit Abstand ein wenig fehlende Distanz herauszulesen ist, da Sie sicher ähnlich enthusiastisch gefeiert haben werden wie wir (also meine Freunde und ich) in Wien.

    Mit ‘Argumentation’ meinte ich die begründete Darlegung Ihres Standpunkts inklusive der Vermutungen, warum die entsprechende Szene anderswo untergegangen ist. Und das bezog sich eher auf ihren Blog-Eintrag nach dem Finale, nicht diesen (kurzen) hier. Überhaupt, verstehen Sie mich bitte nicht falsch: gerade in der Einschätzung des deutschen Vereinsfußballs geh ich meistens mit Ihren Einschätzungen konform (man liest ja gerne das, was einem selbst Denkansätze für Diskussionen liefert). Wie Sie sich vorstellen können, bin auch ich kein Freund des FC Bayern München, nicht mal international. Aber bei der deutschen Nationalmannschaft bin ich eben kein Fan, sondern stets kritischer Begleiter.

    Der Eindruck mit den selten gegebenen Elfmetern hat sich bei dieser Europameisterschaft in der Tat sehr verstärkt. Gerade auch die Spanier waren mehrfach davon betroffen, gegen Schweden, Italien und Russland. Allerdings ist mir das vorher nicht so gravierend aufgefallen …

  13. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    Gerade Rosetti hat im Eröffnungsspiel sehr viel laufen lassen, im Endspiel pfiff er dann sehr kleinlich. Auf beiden Seiten.

    Und Fandel war bei Italien gegen Spanien die Krönung. Im Mittelfeld den Großen gemimt, mit Gesten und Karten. Aber in den wichtigen Szenen am und im Strafraum keinen Mumm gehabt. Stattdessen in der zweiten Halbzeit den ausgerutschten Villa, der offenkundig keinen Elfmeter wollte, wegen angeblicher Schwalbe die Gelbe Karte gezeigt. Oh je!

  14. Bohnenstange schrieb am 2. Juli 2008:

    Nicht jeder der sich selbst einen Insider nennt scheint auch tatsächlich einer zu sein. Natürlich wir der Ball in der Nachspielzeit blind und auf gut Glück nach vorne geschlagen, jemanden der selber schon mal aktiv an einem Fußballspiel teilgenommen hat wird dies nicht wundern. Auch die Tatsache dass eine „Berührung“ des Gegenspielers im Fußball nicht automatisch ein Foul ist sollte einem wahren Insider bekannt sein.
    Des Weiteren lese ich in keinem einzigen Beitrag etwas darüber dass dies ein „hervorragend Herausgespielter“ Angriff gewesen sein soll. Aber ein Insider wird sich sicherlich die Mühe machen mir die entsprechenden Stellen anzugeben um mir, als Nicht-Insider, die Augen zu öffnen.
    Es überrascht auch dass ein Insider sich die Elfmetergrenze nach belieben definiert, also damit das jetzt auch alle verstehen: Lehmann hat den Ball AUSSERHALB des 16ers mit der Hand gespielt, Lahm wurde gegen die Türkei AUSSERHALB des 16ers gefoult. Um sich dessen zu überzeugen schaue man sich die beiden Szenen noch einmal an.
    Auch nur einem wahren Insider bekannt ist die Tatsache dass wenn ein Spieler mit dem Kopf gestoßen wird dieser ebenfalls mit der roten Karte bestraft gehört vorausgesetzt er tritt davor provokant auf.
    Das ganze krönen wir jetzt mit der Feststellung dass Schweinsteiger eine schlechte Vorrunde gespielt hat. Dass er in der Vorrunde insgesamt sage und schreibe 60 min auf dem Platz stand hindert einen Insider nicht daran sein fachkundiges Urteil zu treffen.

    Naja, hauptsache mit der Patriotismus-Dummbatz-Keule durch den Blog gefegt.

  15. Professor schrieb am 2. Juli 2008:

    @ nicht-patriotischer Insider

    Hätten Sie sich aufmerksam das Intro dieses blogs durchgelesen, müssten Sie nicht seitenweise am Thema vorbeischreiben. Es ging nicht darum, ob “der Weg oder das Ziel mehr wert” sind, nicht um Charaktereigenschaften einzelner Spieler, um verdient oder unverdient. Die Frage war eigentlich ganz einfach. Beantwortet haben Sie sie nicht. Trotzdem muss ich meiner Verwunderung Ausdruck geben, wie viele Szenen Sie trotz mehrfacher (das nehme ich mal an) Wiederholungen falsch sehen. Ich mache es kurz: Das Foul an Lahm im Türkei-Spiel beginnt vor und endet (richtig: “grob”) im Strafraum. Die richtige Entscheidung wäre gewesen: Elfmeter und zweite gelbe Karte, also Platzverweis. Der Schiedsrichter hatte dies nicht “übersehen”, sondern er war zu feige, das Spiel mit dem richtigen Pfiff zu “entscheiden”. Zum Endspiel: “Gelb gegen Cassilas war überzogen und unverhältnismäßig” – das gegen Ballack noch viel mehr. Zu Silva: Ein Kopfstoß ist ein Kopfstoß ist ein Kopfstoß – ergo rote Karte für Silva. Wieviele Meter Podolski vorher zurückgelegt hat, um sich ihm zu nähern…mein Gott, soll man das ernst nehmen? Zu Lehman: Ball eindeutig innerhalb des Strafraums gespielt (so genau nehmen Sie es dann wohl doch nicht). Zur letzten Minute: So etwas würde nicht mal im US-Basketball abgepfiffen, allerdings sind die Schiedsrichter dort besser geschult und fallen nicht auf so viele “method-actors” herein. Weitere Diskussionen, z.B. über Charaktereigenschaften (von Schweini oder von Ihnen) erspare ich mir hier. Weil ich diese erstens nicht kenne und weil dies zweitens – wie gesagt -hier eigentlich nicht das Thema war.

  16. la bestia negra schrieb am 2. Juli 2008:

    Zunächst einmal vorweg: Erstens war das für mich ganz klar kein Foul. Für die Beantwortung der eingangs von O. Fritsch gestellten Frage, warum die Spielszene in der Berichterstattung weitestgehend unbeachtet blieb, spielt das aber letztlich keine Rolle, weil es sich jedenfalls – das werden wohl selbst jene zugeben müssen, die ein Foul erkennen – um eine äußerst streitbare Schiedsrichterentscheidung handelt, die den Deutschen (ich sage: zu Unrecht) eine gute Chance zum späten 1:1 nahm. Zweitens gehöre ich zu jenen, die behaupten, dass Spanien das Spiel selbst in einer etwaigen Verlängerung noch gewonnen hätte. Auch das spielt aber keine Rolle, denn es würde sich nichts ändern, wenn ich anderer Meinung wäre: So oder so muss es erlaubt sein, über eine streitbare Schiedsrichterentscheidung zu diskutieren, ohne gleich als schlechter Verlierer gebrandmarkt und damit mundtot gemacht zu werden.

    Warum also fand und findet eine Diskussion über diese 91. Minute nicht statt? Und warum wurde kein einziger Spieler – Gomez, Schweinsteiger oder Ballack – zu dieser Spielsituation befragt? Es handelt sich ja wahrlich nicht um eine Szene, die man übersehen konnte! Allein die Tatsache, dass nach langer Zeit mal wieder der spanische Strafraum ins Blickfeld rückte, musste doch zu erhöhter Aufmerksamkeit beim deutschen Beobachter führen. Und auch die heftigen Reaktionen der deutschen Spieler in jener 91. Minute gaben ja nicht nur Anlass, die an der Fitness des Teams gehegten Zweifel augenblicklich zu revidieren – derartige Reaktionen vermitteln normalerweise den Eindruck „Hoppla, da ist was Wichtiges passiert“.

    Wenn die Zeitungen und das Fernsehen dennoch kein Wort über diese strittige Szene verlieren, dürfte dies auf ganz verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. Für Kerner und andere Schwiegersöhne der Nation mag es sich um ein zu heikles Thema gehandelt haben; bloß nicht den Eindruck erwecken, ein sportlich eindeutiges Ergebnis „am hypothethischen grünen Tisch“ in Frage zu stellen – und am Ende vielleicht doch vom ein oder anderen als schlechter Verlierer gesehen zu werden. Die BLÖD macht halt lieber Überschriften wie „Wir sind trotzdem stolz auf Euch!“. Wobei: Gerade diesem Blatt hätte ich auch eine Schlagzeile a la „Rosetti verpfeift Deutschland!“ zugetraut, selbstverständlich verbunden mit einem leicht zu bewerkstelligenden Wortspiel auf den Namen des Schiedsrichters. Die seriöseren Blätter und Internetforen scheinen sich vor allem auf die deutsche Mannschaft, deren Leistung im Finale und überhaupt im Turnier sowie auf die Zukunftsperspektiven zu fokussieren.

    Eine gemeinsame Tendenz aller Medien kann ich dann vielleicht doch noch erkennen: Die 91. Minute hätte wohl nirgendwo in das Große und Ganze gepasst, das uns vermittelt werden soll – weder in die Geschichte vom Fußball als friedlicher Hort patriotischer Gefühle, noch in die Geschichte vom deutschen Team, das es nur glücklich ins Endspiel geschafft und dort verdient verloren hat.

  17. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    Die Kerner-wir-sind-gute-Verlierer-These ist ein Volltreffer, la bestia negra.

  18. Tobias schrieb am 2. Juli 2008:

    Ich finde es bemerkenswert, dass Podolski sich nach dem “Kopfstoß” nicht fallengelassen und minutenlang auf dem Boden herumgewälzt hat. Das sollte zwar eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, aber mir kann keiner erzählen, dass sich auch nur einer der Spanier sowie auch ein Großteil der deutschen Mannschaft die Chance dazu entgehen lassen hätte.
    Mich stört diese Unart schon seit langem, aber ich habe das Gefühl, dass es immer noch schlimmer wird. Gut zu sehen bei den Schubsern von Schweinsteiger und Volkan, die zwar beide rotwürdig waren, in beiden Fällen aber der Gegenspieler wie ein nasser Sack zu Boden fällt. Normalerweise macht man doch schon aus Reflex einen Ausfallschritt nach hinten, wenn man gestoßen wird, um eben nicht hinzufallen. Wird das den Spielern bewusst “wegtrainiert”?
    Dann stellt sich natürlich die Frage, ob die Schiedsrichter die Situationen gleich bewerten würde, wenn der Spieler stehenbliebe. Ich wage das zu bezweifeln und deshalb lässt sich auch nur schwer eine Lösung für dieses Problem finden. Meine Sitznachbarn beim Finale haben Podolskis Nicht-Fall jedenfalls als “fehlende Cleverness” bezeichnet…

  19. Seggel schrieb am 2. Juli 2008:

    Ach, die 91. Minute! Ist es nicht Hybris, ein Finale gegen eine brennede und topfitte Mannschaft gewinnen zu wollen und dann anzutreten mit:

    - 2 verletzten Zentralen (gebrochene Rippe, was weiß ich Wade),
    - einem Innenverteidiger der in der Bundeslige nicht eingesetzt würde
    - einem Torwart, der von seinem Vereinstrainer ausgemustert wurde; wenn er raus kommt, dann muss er ihn habem – auch am Boden gegen Torres; das war Lehmanns Tor, Lahm hätte den Ball spielen können und hätte es auch getan, wenn Lehmann auf der Linie geblieben wäre.

    Das Problem ist NICHT der Schiri gewesen mit einer Fehlentscheidung in der 91. Minute. Das Problem ist der TRAINER, der so und nicht anders aufgestellt hat.

  20. nicht-patriotischer Insider schrieb am 2. Juli 2008:

    Okay, schön, dass zwei Leute (die Bohnenstange und der Professor) auf meine Provokation angesprungen sind und mir mit einem verbalen Kopfstoß geantwortet haben. Warum habe ich damit nur gerechnet? Ich versuche es mal kurz zu machen: @ Bohnenstange: Nur weil ich mich nenne, wie ich mich nenne, bin ich weder das eine (nicht-patriotisch) noch das andere (Insider) bzw. muss es auch gar nicht sein. Ich kann mich ja auch Poldi0815 oder Ronny91 nennen, weshalb Sie genauso vorschnell ihre Rückschlüsse ziehen würden. Und genauso, wie Sie darauf angesprungen sind, haben Sie auch alle weiteren Reaktionen gezeigt, die reflexhaft kommen mussten (der Kopfstoß halt). Mal ein paar Angebote, womit ich suggeriere (oder provoziere), dass Sie nicht ordentlich lesen: “Wo nimmt Lehmann eigentlich kurz vor Schluss beim Herauslaufen Hand?” ist in meiner Insider-Welt eine Frage, keine Aussage, dass er dies außerhalb getan hat. Ich wollte nur ausdrücken, dass auch hier ein paar Zeitlupen mehr schön gewesen wären … zu Schweinsteiger: ahja, und in diesen 60 Minuten hat er eine gute Vorrunde (Umkehrschluss) gespielt? Eine, die ihn zu einem ‘Star dieser Euro’ macht? Ähnlich prägend wie Sneijder oder Zhirkov, Xavi oder Villa?

    Und übrigens, Bohnenstange, suuuper Ansatz, immer zu hinterfragen, ob der imaginäre Gegenüber schon mal Fußball gespielt haben könnte bzw. es ihm andeutungsweise absprechen. Zur allgemeinen Beruhigung: habe schon aktiv an ein paar Fußball-Spielen teilgenommen, wurde sogar berührt, auch mal gefoult.

    @ Professor: Großartig. Gelb gegen Ballack überzogen? Es war sein viertes gelb-würdiges Foul. Aber stimmt, mindestens einen Knöchel hätte er auch brechen müssen, so wie Kuranyi am Ende beinah den von Senna. Ob ich Szenen falsch beurteile, obliegt nicht Ihnen, zu bewerten. Meine Aussagen waren viel mehr Ansätze um zu zeigen, dass man Szenen auch anders bewerten kann. Wer dabei richtig liegt, weiß der liebe Gott (wenn überhaupt). Und bei Lahm sagen Sie selbst: “beginnt vor … dem Strafraum”. Ergo nicht zwingend Elfmeter, gerade nicht in dieser Situation, dabei bleib ich. Freistoß ja, genauso zwingend gelb. Aber Elfmeter? Nein, dann eher auf der Gegenseite bei Lahm gegen Kazim.

    Und dann wechseln Sie kurz zum US-Basketball. Wo doch dort gerade in der letzten Saison die Tendenz zur Theatralik stark zugenommen hat. In den PlayOffs entschied Utahs russischer Riese Kirilenko ein Spiel mit einer Schwalbe (Flop), auch Phoenixs Raja Bell oder San Antonios Manu Ginobili haben sich da öfters hervor getan. Aber das nur am Rande, so von vermeintlichem Insider zu vermeintlichem Besserwisser.

    Was ich unterschreibe ist der Beitrag von ‘Tobias’. Wobei ich ‘fehlende Cleverness’ stets sympathischer finde als diese ‘Ausgebufftheit’ eines Luca Toni oder ähnlicher Kleinkünstler. Ich denke, wir alle (!) fremdschämen uns heute noch in Gedanken an die Norbert-Meier-Albert-Streit-Kopfnuss.

  21. Seggel schrieb am 2. Juli 2008:

    @nicht-patroitischer Indsider – was für ein Zungenbrecher als Nickname, aber Okeh.

    Warum hat der Jogi-TRAINER die Mannschaft Basketball üben lassen anstatt Fussball (Sie wissen doch so viel über Basketball)? Warum spielen Sie hier klein-klein mit dem Norbert Meier und so?

    Hier geht es ums große Ganze. Spielen Sie nicht die beleidigte Leberwurst, seien Sie konstruktiv.

  22. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    @nicht-patriotischer Insider: Schwere Paranoia, sonst nichts. Sie sollten einen Arzt aufsuchen oder sich als Troll outen. Hilft vielleicht!

  23. Bohnenstange schrieb am 2. Juli 2008:

    Zu Seggel lässt sich sagen dass es natürlich viele Gründe dafür gibt dass die DFB-Elf am Sonntag verloren hat. So kann auch ich nicht verstehen warum man mit zwei verletzten Spielern im Mittelfeld gegen dass bestbesetzte Mittelfeld der EM antritt und somit meiner Meinung nach auch den Ersatzspielern ein falsches Zeichen gibt. Darüber lässt sich lange diskutieren aber es ist nun mal nicht Thema an dieser Stelle. Hier geht es eben um diese Szene in der Nachspielzeit und deren mediale Missachtung. Es hat doch kein Mensch geschrieben dass der Schiri für die Niederlage verantwortlich ist. Aber trotzdem lag er in dieser Szene falsch und da die Spanier bis dahin beste Chancen ausgelassen haben und das Tor ggf. den Ausgleich bedeutet hätte darf man doch von einer Ergebnisbeeinflussenden Entscheidung sprechen.

    Zum Insider: Nein, der Umkehrschluss ist nicht dass Schweinsteiger eine gute Vorrunde gespielt hat sondern dass seine Leistung in dieser nicht zuverlässig zu bewerten ist da eine Bewertungsgrundlage fehlt.
    Wie erwarte konnten Sie keine Zitate nennen in denen von einem „hervorragend heraus gespielten“ Angriff die Rede ist. Macht ja nichts, hauptsache die Kommentare und Meinungen anderer, die sich bis vor Ihrem Eintrag ums eigentliche Thema drehten, mal mit „lachhaft“ abwerten.
    Für mich macht es einfach einen Unterschied ob ich mit jemanden diskutiere der selber Fußball gespielt hat oder mit jemandem der sich ohne diese Voraussetzung für das Spiel interessiert.

  24. nicht-patriotischer Troll schrieb am 2. Juli 2008:

    Meine Herren, wir entfernen uns immer weiter vom eigentlichen Thema dieser Diskussion. Ich habe eingangs meine Meinung zur 91. Minute kund getan. Nur weil diese deutlich von der Ihren abweicht, ist es kein Grund, persönlich zu werden. Oder war das eine Aufforderung mich zu trollen, Herr Tom? Darf jemand, der Spiele aus einer anderen – nicht unbedingt der deutschen – Perspektive beobachtet, an diesen Diskussionen hier nicht teilnehmen? Wollen wir uns alle einig sein, dass es eine klare Schwalbe von Capdevila war und Gomez den Ball bereits links versenkt hat?

    Und, lieber Seggel, Beitrag #19 stimme ich zu, Beitrag #21 nicht. Die 91. Minute ist ja gerade nicht das ‘große Ganze’. Konstruktiv würde ich gerne sein, am besten, indem ich die eingeengte Sichtweise mancher Diskussions-Teilnehmer weite. Leider scheint dies nicht erwünscht.

  25. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    @Bohnenstange: (Ich wiederhole mich hier)Diejenigen, die von einem Trainer verlangen seinen Spielführer in einem Endspiel draußen zu lassen haben von der Realität wenig Ahnung. Dies würde man nicht einmal in der Kreisklasse machen und bei einer EM schon gar nicht. Mit Frings verhält es sich ähnlich. Aber auf der Couch redet es sich halt leicht. Fragen Sie zum Thema mal den nächstbesten Trainer oder Oliver Fritsch (der ist auch einer). Was mache ich wenn…

    @nicht-patriotischer Troll: Der Einzige der das eigentliche Thema nur in Bruchteilen (wie Sie sagen: eingangs) gestreift hat sind Sie. Ihr seltsamer Nick sagt Vieles über Ihre eigentliche Absicht aus.

  26. nicht-patriotischer Insider schrieb am 2. Juli 2008:

    @ Bohnenstange: Wie erwartet haben Sie nicht richtig gelesen oder wollten es nicht. Zur Erinnerung: “Und dass ihr diese Szene hier umdeutet, als ob sie euch eines hervorragend herausgespielten und verdienten Ausgleichs beraubt hätte, ist doch lachhaft.” Ich lese da etwas von ‘umdeuten’ und eine Konjunktivform ‘hätte’. In keinem Wort schreibe ich, dass ihr hier ernsthaft von einem ‘hervorragend herausgespielten’ Angriff gesprochen habt. Dann wäre ich wohl wirklich paranoid und ein Troll. Dieses Spiel können wir beliebig weiter spielen. Sie stören sich am Inhalt meiner Aussagen und verweisen auf schlechten Stil ohne sich den Text genau durch zu lesen. Provokant war es, ist es ja immer, wenn es sich gegen die Mehrheit richtet, aber stillos, weltfremd oder inkompetent. Nein. Ich denke, Sie machen es sich zu einfach, hinter meiner Online-Identität ein potentiell gestörten Idioten zu vermuten, der mit Fußball nichts am Hut hat. Aber gerne lass ich Sie in Ihrem Irrglauben, das gilt genauso für andere Diskussions-Teilnehmer. Die Antwort von Herrn Fritsch selber fand ich übrigens äußerst angenehm. Auf dem Niveau wäre ich in der Art und Weise meiner Diskussion kompromiss-bereiter gewesen. Nun artet es aus in ein kleines Scharmützel. Schade.

  27. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    Aber meine Herren, wir müssen doch nicht persönlich werden. Diskussionen sollten auch nicht immer gleich ins Grundsätzliche driften. Hier ist Meinungspluralismus gefragt und erwünscht.

  28. Seggel schrieb am 2. Juli 2008:

    @Bohnenstange “..Hier geht es eben um diese Szene in der Nachspielzeit und deren mediale Missachtung.”

    Das ist Instinkt, dass da keiner drauf eingestiegen ist. Erwin K. (6 oben) skizziert ja auch die Situation innen drin im Schiri ganz treffend: “Hätte das deutsche Team von der 70-90 Minute gedrückt, ..” Der Instikt des Herrn Rosetti ..

    Schweinsteiger, als Spieler und direkt Beteiligter, hat da einen anderen Instinkt: Ich will gewinnen!

    Ich, als deutscher Zuschauer, wollte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gewinnen (wenn man es grundsätzlich akzeptiert, dass man als Zuschauer ein Spiel gewinnen kann ;-) Ich war am schimpfen und fluchen – und zwar auf den Jogi-Trainer, wegen dem Scheiß den der da mit seiner Aufstellung, mit den Auswechslungen, mit seinem Psycho-Taktik-Gefasel .. aber ich schweife schon wieder ab ;-)

    Ich war sauer und in der besagte Szene in der 91. Minute habe ich und wahrscheinlich sehr vielen anderen nur noch ein “und das passt jetzt auch noch dazu, der Schiri pfeift Scheiße. Alles ist gegen uns. Aber besonders der Jogi!!!!” gejault. Es war egal, was da auf dem Platz noch passiert.

  29. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    @Oliver Fritsch: Die Beiträge von Herrn “nicht-patriotischer Insider” waren m.E. rückblickend als pure Provokation gedacht. Auch in Ihrem Sinne klinke ich mich daher aus der Diskussion aus. Würde mich aber trotzdem freuen, wenn Sie mir als Trainer meine oben gestellte Frage beantworten würden. Hätten Sie die leicht angeschlagenen Führungsspieler Ballack und Frings in diesem EM-Finale aufgestellt? Hätten Sie in einem EM-Finale stattdessen Borowski und Rolfes gebracht und die Beiden auf der Bank gelassen?

  30. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    @Tom: Tja, ich weiß nicht genau, wie ich antworten kann, ohne ausweichend zu klingen. Gestatten Sie mir, dass ich eine Erfahrung aus meiner letzten Saison schildere, die, wie Sie vielleicht wissen, mit dem Aufstieg geendet ist: In einem Spitzenspiel im März beorderte ich drei Stammspieler auf die Bank und stellte stattdessen zum Teil Unerfahrene in die Startelf. Damit hatte niemand gerechnet, alle machten große Augen, immerhin waren wir Tabellenführer. Der Hintergrund: Ich war aus verschiedenen Gründen unzufrieden mit ihrer Form und Einstellung, aber nicht nur mit ihrer. Aber drei musste es nun mal treffen.

    Es war vermutlich der Schlüssel zum Erfolg. Seit diesem Tag hatte ich alles wieder im Griff. Es war ein Signal an alle. Harte Entscheidungen müssen manchmal sein. Aber jetzt kommts: Das Spiel wurde abgesagt, weil es aus Eimern goss und unser Hartplatz unter Wasser stand. Ich hatte die Aufstellung aber schon bekannt gegeben. Welch glückliche Fügung! Ich bin volles Risiko gegangen und hab meinen Handlungsspielraum für die Zukunft (bis heute) enorm erweitert. Aber meine Idee wurde nicht einem Realitätstest unterzogen. Das Nachholspiel gewannen wir übrigens mit 6:2 – mit den üblichen Verdächtigen.

    Das wird ihre Frage nicht beantworten, und ich kann und will nicht über Aufstellungen urteilen, wenn mir entscheidende Informationen fehlen. Ich fand es jedenfalls richtig, dass Klinsmann Ballack im Eröffnungsspiel 2006 auf die Bank gesetzt hat. Aber im Endspiel auf Ballack verzichten? Auch wenn er unter seinen Möglichkeiten spielte – so war er doch der gefährlichste Spieler. Ein von Ramos geblockter Schuss in der ersten Halbzeit, ein sehr schwer zu nehmender Schuss in der zweiten, knapp am Tor vorbei. Zwei gefährliche Flanken mit links, eine wurde abgefälscht, eine konnte Casillas gerade noch vor Kuranyi klären.

    Löw hat sicher Fehler gemacht, aber ich traue ihm zu, daraus zu lernen. Aus Prinzip überlege ich mir drei mal, bevor ich einem Trainer wegen seiner Aufstellung kritisiere. Ich weiß nämlich aus Erfahrung, dass alle mitreden wollen. Aber eins kann ich sagen: Metzelder hätte bei mir nicht gespielt, zumindest nicht durchgehend.

  31. juwie schrieb am 2. Juli 2008:

    of: “Metzelder hätte bei mir nicht gespielt, zumindest nicht durchgehend.”

    Wie beruhigend… ;-)

    Lieber Oliver Fritsch, angesichts der doch etwas entgleisten Diskussion möchte ich Ihnen nochmals herzlich für Ihre analytische Abdeckung der EM in diesem Blog danken.

    Man muss ja wirklich nicht alle Ihre Positionen teilen, aber wenn die Berichterstattung im deutschen Fernsehen nur halbwegs die Qualität Ihrer Statements erreichte, hätte ich mit Wonne meine Rundfunkgebühren GEZahlt. Und mit der von Ihnen im if dokumentierten Qualitätspresse können Sie wohl auch mithalten.

    Vielen Dank!
    (musste einfach mal gesagt werden ;-) )

  32. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    Danke für die Antwort, beantwortet meine Frage allerdings leider nur unzureichend. Bezog sich ja auf ein Endspiel. Werden in Hessen (wie hier in Bayern) bei Punktgleichheit auch Entscheidungsspiele durchgeführt oder zählt das Torverhältnis? Was hätten Sie bei einem Entscheidungsspiel gemacht? Sie hätten die Platzhirsche aufgestellt, oder?

  33. Oliver Fritsch schrieb am 2. Juli 2008:

    Vermutlich, Tom. Aber in einem Endspiel muss man auch keine Signale mehr setzen.

    In Hessen zählt das Torverhältnis.

  34. Seggel schrieb am 2. Juli 2008:

    @OF “Löw hat sicher Fehler gemacht, aber ich traue ihm zu, daraus zu lernen.”

    Es bleibt uns nix anderes übrig, als genau darauf zu hoffen. Ob’s was wird? Ich hab da meine Zweifel. Die Fehler vom Jogi-Trainer waren gravierend, zu viele und einfach zu offensichtlich. Wie sonst hätte ich sie zum Beispiel so leicht und sicher erkennen können? (Und ich habe noch nicht mal eine Trainerausbildung, Tom!)

    Die Mannschaft hat ein gutes – das wichtigste – Spiel gemacht. Und da war der Jogi-Trainer verbannt und der Frings (Löws eigentliches Problem – an Metzelder fest zu halten, ist nur eine dumme Marotte von ihm, die er bestimmt bald ablegt) verletzt. Wie oft wird es diese Konstellation noch geben?

    Aber, wir haben ja Asserbeidschan und Luxemburg in der Gruppe. Und an guten Tagen können wir auch gegen Russland mal gewinnen – mit der WM Qualifikation wird es schon klappen. Und dann haben wir wieder unser Losglück ..

    Und dann kriegen wir vielleicht wieder einen richtigen Trainer, nicht so einen Jogi ..

  35. Stefan schrieb am 3. Juli 2008:

    Um mal wieder auf die Eingangsfrage zurück zu kommen, warum kaum darüber berichtet wurde: Jan Christian Müller von der FR hat versucht eine Erklärung zu finden:

    “hast recht, diese letzte szene mit schweini wurde kaum einmal irgendwo thematisiert. ich habe es in der fr noch kurz getan. ich sage dir auch, woran das liegt: die reporter hatten am abend ihre Artikel wegen des großen zeitdrucks kurz vorm schlusspfiff schon fertig sind am tag danach mit ihrer kraft am ende gewesen. da kam dann nicht mehr viel.”

  36. Max Diderot schrieb am 3. Juli 2008:

    Eventuell die ultimative Empfehlung, zumindest bis zur nächsten strittigen Entscheidung, für all diejenigen, die Signor Rosetti eher als Zauderer oder Pfeifen-Rastelli interpretieren, Thomas Brussigs Buch zum Unvermeidbaren: “Schiedsrichter Fertig”

    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/399106

  37. ruppI1 schrieb am 3. Juli 2008:

    Entschuldigung für die nun folgende Themaverfehlung. In Erwiderung an den letzten Satz des ersten Beitrags von nicht-patriotischer-insider (troll): “Und auch charakterlich scheint mir der Typ nicht einwandfrei.”, hätte ich eine Mannschaftsaufstellung parat, mit charakterlich einwandfreien Typen, die “epocheübergreifend” etwas reißen könnte:
    Van Breukelen – C. Gentile, T. Adams, V. Jones – E. Koeman, L. Matthäus, S. Effenberg, E. Cantona- H. Sanchez, C. Stoitchkov, F. Inzaghi

  38. nicht-patriotischer Insider schrieb am 3. Juli 2008:

    Ein weiterer Tag Abstand, eine Nacht (äußerst angenehm) über die gestern etwas ausgeartete Diskussion geschlafen. Nun will ich einen vorerst letzten Beitrag zur Ausgangsfrage beisteuern. Ganz unprovokant, versprochen.

    Die Antwort, warum diese – durchaus – strittige Entscheidung medial nicht allzu sehr beleuchtet wurde, habt ihr euch im Grunde gegenseitig bereits gegeben. Ich denke – ganz nüchtern und realitätsnah – lag Erwin K ganz am Anfang der Diskussion richtig, ebenso Stefan jetzt später nach Nachfrage beim Kollegen Müller: Die Zeitungen haben einen sehr engen Redaktionsschluss. Kurz nach Spielschluss müssen die ersten Textversionen in den Redaktionen sein. Da bleibt keine Zeit, den kompletten Spielbericht inklusive Einschätzung wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung in der Nachspielzeit umzuschreiben. Zumal neben dem Spielbericht fast überall auch kurze Einzelbewertungen (Zeugnisse) geschrieben wurden. Wäre diese Situation genauso in der 70. Minute geschehen, wäre sie zumindest in einschränkenden Nebensätzen stärker hervor gehoben worden. Das ‘große Ganze’, die Schlagrichtung der Spielberichte, hätte sie dennoch nicht verändert. Dafür ist es halt zu hypothetisch und überhaupt nicht mal eine wirklich gravierende Fehlentscheidung (hier wieder gerne verwiesen auf Sabri gegen Lahm, Lahm gegen Kazim, Ballack gegen Ferreira, usw.). Am Montag folgte dann bei den Printjournalisten relativ schnell der Abreisestress, so dass an diesem Tag wenig Zeit blieb, sich noch mal intensiv mit dem eigentlichen Spiel auseinander zu setzen. In der Redaktion, wo ich während der Euro gearbeitet habe, sind am Montag zwei der sieben Euro-Schreiberlinge ins Büro zurück gekommen, vier hatten frei und einer ist noch für ein Interview in Österreich geblieben (nicht mit jemandem aus der Nationalmannschaft, weil die ja zu dieser etwas übertriebenen Fanfeier am Brandenburger Tor mussten). Das war deshalb eher ein Tag für Fazits und kleinere Geschichten rund um das Finale (Streit Ballack vs. Bierhoff, Zukunft Lehmann, Fehler Jogi, Jubel der Spanier im Kabinentrakt, dieses unsägliche Gedöns mit den Edelfans Kerner, Lierhaus und Pocher in Berlin, etc). Tja, und beim Fernsehen dürfte in der Tat das mutlose Wir-sind-gute-Verlierer-Denken statt gefunden haben. Der Gesamteindruck musste (!) ja auch dieser sein.

    Und von alledem unabhängig und für mich primär relevant: Ich denke weiterhin, dass man diese Szene abpfeifen darf. Habe es eingangs beschrieben, wieso. Und – meine Argumentation stützend – verweise ich gerne noch mal auf die Basketballer, wo ja bekanntlich nicht so körperlos gespielt wird, wie gerne kolportiert. Die Jungs von Jogi haben unter anderem auch deshalb ein paar Tage Basketball gespielt, weil es andere physische Anforderungen ans Spiel stellt, auch an das geschickte Zweikampfverhalten (für Seggel). Dieses rein (ober-)körperliche Schieben, Sperren und die dazu gehörige physische Präsenz und Stabilität kann sicher auch im Fußball hilfreich sein. Aber: im Basketball ist es immer ein Foul, wenn man jemandem beim Wurf in die Hand greift (diese berührt). Kein wenn und aber. Das im Fußball nicht jede Berührung ein Foul ist, ist klar. Aber eine Berührung am Fuß, noch dazu, wenn man mit diesem gerade einen Ball aus dem eigenen Strafraum schießen will, finde ich deshalb ebenso abpfeifenswert.

    @ Rupp: Eine sehr schöne Aufstellung, wie ich finde, in der ich im ersten Moment auch niemanden vermisse. Ein paar persönliche Charakter-Feinde könnte ich noch beisteuern … aber auch darüber schlaf ich wohl lieber noch mal eine Nacht.

  39. Oliver Fritsch schrieb am 3. Juli 2008:

    Zum Thema Redaktionsschluss: Dann können ja die Zeitungsleser froh sein, dass es keine Verlängerung und kein Elfmeterschießen gab. Ich hätte einen Tipp an alle deutschen Zeitungsleute: Es fängt mit www an.

  40. Stefan schrieb am 4. Juli 2008:

    Bei Verlängerung und Elfmeterschießen wird der Redaktionsschluss nach hinten verschoben. Für eine zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung eher nicht.

    Aber wem sag ich das? ;)

  41. Moritz schrieb am 4. Juli 2008:

    Zitat: O. Fritsch “Wieso wird über eine solch bedeutende Fehlentscheidung nicht gesprochen, geschrieben, berichtet [...]“. Man unterstreiche das Wort FEHLENTSCHEIDUNG. Die Diskussion hier zeigt recht deutlich, dass man über diese Szene streiten kann. Der Autor vermutlich nicht. Er stellt ganz klar fest, hier gab es kein FOUL. Ein multiperspektivischer Blickwinkel ist wohl auch nicht notwendig. Es handelt sich hier sich um ein subjektives Blog handelt und es soll anscheinend nicht der Anspruch erfüllt werden journalistisch zu arbeiten und zu berichten. Dennoch wäre meines Erachtens ein sinnreicher gewesen anstelle eines “bedeutend”. Schön wäre es gewesen die nachgereichte Verbesserung aus Kommentar 11 – “Vielleicht kann man die Gomez-Szene anders auslegen.” – auch im Blogtitel transparent zu machen.

  42. Moritz schrieb am 4. Juli 2008:

    im komentar 41 fehlt zwischen >einsinnreicher< ein wort, und zwar “eventuell”. danke

  43. Oliver Fritsch schrieb am 4. Juli 2008:

    Ein Journalist darf nicht subjektiv sein?! Auf die Begründung bin ich aber gespannt, Moritz. Und was soll am Blog-Titel falsch sein?

  44. Tom schrieb am 4. Juli 2008:

    Denke mal der Moritz hat kurz nach der Schule einige Alcopops geschluckt und dann schnell noch einen Kom(m)entar geschrieben, bevor er sich hingelegt hat. Morgen sieht die Sache schon wieder anders aus. ;-)

  45. Carsten schrieb am 5. Juli 2008:

    @ Tom (22, 25, 29…)
    Welche sachdienlichen Beiträge oder ernstzunehmenden Meinungen hast Du denn zu diesem Threat beigetragen – außer mal wieder Dich bei Hernn Fritsch anzuködeln?

    Wie dem auch sei, Deine hemdsärmeligen Anwürfe werden langsam unerträglich. Es scheint, als würdest Du nur darauf warten, irgendjemand anzup… Bis auf das Wiedergekäue um Ballack ja oder nein, kann ich keinen Gran Inhaltliches erkennen. Nur Gemotze, Abseitiges und durchschaubares Geklapper, Herr “Platzhirsch” – oder von mir aus “Trainer” (graus).
    Mit despektierlichen Äußerungen über andere allein – kommt man nicht aus der geistigen Pubertät heraus.

    @ nichtpatriotischer Insider
    Deine Ausführungen allerdings sind sprachlich ein Genuß und strotzen nur so vor Sachkenntnis und angenehmer Ironie. Herrlich, wie unentspannt sie alle auf Deinen Nickname angesprungen sind…
    Besonders nach 38) hat wohl auch Tom gemerkt: Treffer, versenkt!
    Chapeau.

    @ Bohnenstange
    Na, wie oft kannst Du denn den Ball hochhalten…?
    Jämmerlich, aus Äußerungen zu schließen, ein anderer hätte nicht das, was man sich selbst zuwägt: Ahnung.

    Im Ganzen finde ich es lächerlich, diese Szene analysieren zu wollen – geschweige denn im Nachtrapp deren Bedeutung hochzujazzen. Wer in dieser Szene etwas eindeutig erkannt haben will,lügt sich in die Tasche und vergißt (von der Bildqualität ganz abgesehen), daß man oft mehrere Perspektiven braucht, um zu einem einigermaßen angemessenen Urteil zu kommen.

    P.S. Ach ja, Bohnenstange, ich habe auch keine Ahnung. Sehe die Szene mit Podolski nämlich genauso wie npI (10). Was Podolski gemacht hat, war mindestens eine gelbe Karte wert. Derartiges Kneipengehabe ist nichts als eine Provokation – und der unehrenwerte Versuch, den Gegner aus dem Spiel zu nehmen. Ihr deutschtümelnder Blick ist realitätsfern. Was täten Sie, wenn jemand auf Sie zugerannt käme, seine Stirn wie gesehen an die Ihre drückte?
    Solcherart patriotische Sichtweisen sind nicht das Salz in der Suppe, sondern der Sand im Getriebe einer vernünftigen Diskussion.

  46. Oliver Fritsch schrieb am 5. Juli 2008:

    Hochjazzen – ein feines Modewort. Sobald irgendwer über irgendwas ausführlicher diskutiert, findet sich in Deutschland jemand, der meint, die Bedeutung des ganzen aus seiner Sicht geraderücken zu müssen und die Diskutanten mal eben zu belehren, dass sie ihre Zeit mit Lappalien verplempern. Aus einer Art olympischen Position heraus. Oder wie der Schiedsrichter beim Tennis. Mit mehr Übersicht und der Fähigkeit, um Wichtig von Unwichtig zu scheiden. Auch beliebt ist der “Hype”: In dem Moment, wo die dritte Zeitung über eine Sache oder einen Menschen schreibt (nicht nur im Sport), hantiert irgendwer mit diesem Etikett. Wenn einem ein Thema nicht passt – warum sich dann nicht einfach raushalten? Wir diskutieren über Sachen, die uns wichtig sind.

    Ich wollte mit diesem Blog-Beitrag auf das Gegenteil hinweisen, nämlich auf die Tatsache, dass auf diese Szene fast nirgendwo eingegangen wurde – entgegen allen Geläufgikeiten (auch in diesem Spiel) bei strittigen Entscheidungen. Jetzt kann man natürlich behaupten: zurecht. Nach dem Motto: Was bei Kerner nicht vorkommt, hat keine Relevanz. Wenn das so ist, dann beuge ich mich.

    Ich bleibe dabei: nie und nimmer ein Foul.

  47. Max Diderot schrieb am 5. Juli 2008:

    Mit aller Bescheidenheit darf ich darauf hinweisen, dass der hier pulsierende und inoffizielle Wettbewerb, offiziell wäre nur der Deutsche Fußball-Kulturpreis, um die Krone der Verbalinjurien zwar einige schmunzelnde Gesichtsregungen bei mir hervorruft, aber auch dazu angetan scheint, quasi ferndiagnostisch konstatieren zu müssen, dass nach dem Ende der vergangenen Fußball-EM die Melancholie bei einigen Bloggern ausgebrochen ist.

    Um der schwarzen Galle den Garaus zu machen, sei darauf verwiesen, dass die nächsten fußballerischen Höhepunkte unmittelbar bevorstehen. Die U19-Europameisterschaften – Bergtouren in adoleszenter Version. Der Trainer der (jungen) Männer, Horst Hrubesch, proklamiert den Titelgewinn während die juvenilen Damen eh’ schon zur Verteidigung desselben nach Frankreich reisen.

    Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die aktuellen Äußerungen von DFB-Direktor Matthias Sammer, der meinte,

    “Unser Vorbild ist Spanien, das auch in diesem Ranking klar die Nummer eins ist” und fortführte, “Wir müssen im Nachwuchs den Erfolg fordern. Die Spieler müssen den Hunger haben und noch mehr tun. Wir sind erst dann glücklich, wenn wir wieder einen Pott in der Hand halten. Unserer Juniorinnen, die sehr erfolgreich sind, dienen dabei als gutes Beispiel.”.

    Gelebte Emanzipation oder: Von Frauen lernen heißt siegen lernen!

  48. Carsten schrieb am 5. Juli 2008:

    @ Herr Fritsch
    Ach so, Sie wollten in Ihrer Blogeröffnung nur (!) wissen, warum über diese “Fehlentscheidung” nicht landauf, landab diskutiert wurde? Schlicht, weil sie gar keine war!
    Und das haben durchaus Diskutanten hier angemerkt…

    Warum, frage ich, der ich keine Ahnung hab, wichtig nicht von unwichtig unterscheiden kann, reiten Sie darauf rum? Warum also, frage ich vom Olymp herab(!), wollen Sie uns weismachen, das sei eine spielentscheidende Szene gewesen?

    Und außerdem: wenn Sie ein Thema setzen, müssen Sie auch damit leben können, daß Ihnen in verschiedenen Beiträgen beschieden wird – daß dies gar kein Thema sei.

    Ansonsten empfehle ich Ihnen, die nationale Brille abzusetzen und mal (auch wenn es schmerzt), sich das Defensivverhalten der deutschen Abwehr anzuschauen – so um 25:00 bis 26:30 herum. Freuen Sie sich doch, daß die Deutschen nur 1 gekriegt, und nicht die Hütte voll.

    P.S.: Die übermotivierten und albernen Äußerungen zum Hochjazzen zeigen nur, daß Sie getroffen wurden. A propos spielentscheidende Szene: Dazu wäre es, en passant, gar nicht gekommen, wenn Ballacks Foul geahndet und die Deutschen gegen die Portugiesen ausgeschieden wären.

  49. Oliver Fritsch schrieb am 5. Juli 2008:

    Als hätte ich die Abwehrschwächen der Deutschen bestritten – und zwar nicht nur zwischen 25:00 und 26:30. Sondern vom ersten Spiel an. Als hätte ich behauptet, die Deutschen seien verpfiffen worden.

    Ist man denn gleich ein blinder Fan, nur weil man auf sowas aufmerksam macht? Wie mir dieses Ins-Grundsätzliche-gehen gegen den Strich geht! Hier muss man wohl immer sagen, was man alles nicht meint, damit man gegen alle möglichen Unterstellungen gefeit ist.

  50. Carsten schrieb am 5. Juli 2008:

    Es geht gar nicht um Grundsätzliches – zumindest nicht in meinen bescheidenen Beiträgen dieses Themas.
    Ich hätte überhaupt nichts gesagt, wenn dieser Threat nicht so angeschwollen wäre und Schreiberlinge, die Interessantes zum Besten geben, hier von einigen anonymen Möchtegern-Trainern mit schlechter Kinderstube über Gebühr abgekanzelt werden.

    Sie haben sich einen völlig falschen Schuh angezogen, indem sie auf den Begriff des Hochjazzens so wortgewaltig (und mit abstrakten Allerweltsphrasen)rumgehackt haben.

    Das muß so alles nicht sein.

    Solange es komödiantisch ist, bitte.
    Aber Anmaßungen, Sesselpuperdiagnosen über die Ballfertigkeiten und – erfahrungen anderer, die nur anders denken, habe ich aufs Korn nehmen wollen.

    Anderen den Arzt anzuempfehlen, sie aufzufordern sich zu trollen, sie der Paranoia und der Provokation zu zeihen, geziemt sich nicht für diesen Blog, auf den Sie doch zurecht so stolz sind. Da hätte ich Ihre Wortgewalt gerne am Platze gesehen.

    Und trotzdem: kann man auf dem Video weder Foul nocht Nicht-Foul erkennen. Aber auch das haben schon andere besser beschrieben als ich.

  51. Max Diderot schrieb am 6. Juli 2008:

    Carsten, wenn ich Ihren aktuellen Kommentar richtig interpretiere, fühlen Sie sich verletzt und nicht anerkannt. Grund für diesen Zustand scheinen jene zu sein, die Ihnen und Ihren Meinungswiedergaben nicht die gebührende Anerkennung zollen respektive dies dort nicht tun, wo es Ihrer Auffassung nach geboten ist.

    Ohne jetzt allzu detailliert Ihren Beitrag (#50) sezieren zu wollen, frage ich mich, ob Sie die (vermutlichen) Spielregeln dieses Blogs, die bestenfalls jenen des Sports entsprechen sollten, nicht ein wenig einseitig deuten. Die Ausgangsfrage dieses Postings war jene nach der strittigen oder unumstrittenen Entscheidung in der 91. Minute der Finalpartie zwischen Deutschland und Spanien. Dazu gab, gibt und wird es immer unterschiedliche Ansichten geben, wobei einzelne dieser Blickwinkel weder für Sie noch für mich nachvollziehbar sind. Was aber in dieser Causa nicht auftreten wird ist der Tofig-Bahramov-Effekt, da Schiedsrichter Rosetti eindeutig entschieden hat … basta.

    Möglicherweise habe ich nicht viel Ahnung und “… schwalle auch um des Kaisers Bart …”, aber eines der elementaren Prinzipien des Bloggens enthält doch den Grundsatz, dass primär alle Meinungen gleichrangig sind, so sie nicht die Vorsätzlichkeit mangelnden Respektes beinhalten. Sie sehen diesen Umstand verletzt und monieren einige Kommentare, wobei Sie gleichzeitig Rückschlüsse von den Inhalten auf die Personen vornehmen. Dabei erscheint mir Ihre Wortwahl nicht zangsläufig so, als dürfte angenommen werden, dass Sie sich in einer entspannten Situation befänden. Ich habe an anderer Stelle, als wir beide unseren Disput fochten, schon einmal zu verstehen gegeben, dass diese virtuelle Welt, in der wir uns hier bewegen, nicht zwangsläufig deckungsgleich sein muss mit den realen Gegebenheiten.

    Sollten Sie also von diesen quasi digitalen Aussagen deshalb “angefressen” sein, weil, so deuten Sie es ja in der Umkehrung Ihrer eigenen Attacke an, “Aber Anmaßungen, Sesselpuperdiagnosen über die Ballfertigkeiten und – erfahrungen anderer, die nur anders denken, habe ich aufs Korn nehmen wollen.”, latent Ihre Kompetenz missachtet wird, so stünde es Ihnen doch frei, diese in entsprechender Form auszuweisen.

    Naiv wie ich bin, zumindest nach dem Zeugnis meiner Kinder, gehe ich zuerst einmal davon aus, dass sich hier in diesem Blog fußballerische Philanthropen versammeln. Manchmal mehr Fußballer als Menschenfreunde, ein anderes mal umgekehrt. Und die Suche nach der Wahrheit, eventuell auch die Liebe zur Weisheit, hat halt viele Facetten. Dass Sie augenblicklich den verbalen Holzhammer bevorzugen, kann Ausdruck eines Moments sein oder auch Indiz dafür, dass Ihnen die alte teutonische Fußballideologie (à la Mannheimer-Vorstopper-Schule) lieber ist als die Raffinessen auf und abseits des Spielfeldes.

  52. Carsten schrieb am 6. Juli 2008:

    Lieber Max, lesen Sie meine Äußerungen unter 45) und jene, auf die ich mich beziehe… und Sie werden vielleicht erkennen, daß ich lediglich auf Unhöflichkeiten anderer reagiert habe.

  53. Alex F schrieb am 6. Juli 2008:

    Wer austeilt, sollte auch einstecken können.

  54. moritz schrieb am 6. Juli 2008:

    @ 43:
    nun ja , eine subjektive sichtweise, mit einer nicht zweifelsfrei bewiesen behauptung zu begründen ist nicht journalistisch (besser:wissenschaftlich-journalistisch) gearbeitet. die überschrift war von mir nicht korrekt betrachtet und ausgedrückt, stimme ich zu. habe den aufmacher inklusive Behauptung gemeint. mein fehler.
    interessant ist aber, dass eine Antwort auf die ebene solcher banalitäten geschieht und keine kritisches in sich gehen erfolgt. die wesentlichen kritikpunkte des kurzen kmmentars (@42) wurden übersehen und nicht eingehend beantwortet. bei der qualität hohen sprachkompetenz, die aus den blogeinträgen herauszulesen könnte ein böser mensch absicht unterstellen. bin aber nicht böse und unterstelle nichts.
    ich habe die antwort extra neutral gehalten und versucht anhand von zitaten konstruktive kritik anzubringen, in dem der text unterhalb des videos, dahingehend verändert werden könnte, dass es heisst – aus meiner sicht- bedeutende fehlentscheidung.
    ich habe auch nicht die diskussion an sich kritisiert, oder die meinung vertreten, das über diese szene nicht gestritten (bzw. diskutiert) werden sollte. ich habe hier nur die, aus meiner sicht, tendenziöse darstellung der szene kritisiert, die im grunde, jede diskussion erstickt, da von einer >wirklichkeit< (klares foul!) ausgegangen wird, und nicht eine these aufgestellt wird, die an sich zu diskutieren ist. das eigentliche anliegen, warum das foul in der öffentlichkeit nicht in dem maße thematisiert wird, wie sie es wünschten, verlangt zuerstmal die objektive klärung der ursache.
    also die antwort in kommentar 43 ist subjektiv betrachtet enttäuschend. schlicht und einfach enttäuschend. es zeigt (vorsicht: behauptung ohne allgemeingültigkeit ) nicht die bereitschaft zur auseinandersetzung mit kritik. bei der qualität des gesamten blogs ist das überaschend. ich verbleibe mit verblüffung

  55. Carsten schrieb am 6. Juli 2008:

    Ja, es scheint eben Leute zu geben, die ihren Platz in diesem virtuellen Raum verteidigen müssen.
    Und wenn sich Widerspruch regt, wird nicht inhaltlich, sondern persönlich reagiert. Schuld sind nämlich immer die anderen

    Herr Diderot. Leider habe ich wenig Nachdenkenswertes von Ihnen gelesen, stattdessen bemühte, poesiealbumreife Formulierungen, die – sprachlich bemüht, aber letztlich unbeholfen und affektiert – sich wenig um den Gegenstand scheren, aber viel Wind um nichts machen.
    Vieles, was Sie an mir festgestellt haben wollen, mag auf Sie zutreffen (Projektion?) – … oder auch nicht. Ist mir völlig wurscht.

    Schreiben Sie doch mal was Lesbares, was Flüssiges, ohne alles Primanergehabe, ohne diese offensichtlich gekränkte Eitelkeit, als Schriftsteller und “Philosoph” nicht wahrgenommen zu werden.

  56. Berta Vogts schrieb am 6. Juli 2008:

    Gute Güte. In den besten (meine unmaßgebliche Meinung, denn ich habe selber nie Fußball gespielt…) Blog zum Thema Fußball hat eine ‘Germany’s Next Topmodel’ Zickigkeit Einzug gehalten. Besser gesagt, in den wohlfeilen Kommentaren. Kaum zu glauben.

    Mir wäre mittlerweile ein knapper Dreizeiler als Kommentar ab und an lieber als wohlfeilstes und selbstverliebtes Proseminar-Geschreibsel.

    Merkwürdig, dass mich dieser in der letzten Zeit hier gelesene Kommentarstil im Nachhinein mehr aufregt als das Finale selbst. Das habe ich nämlich – 91. Minute hin oder her – so emotionslos wie selten gesehen und miterlebt. Vielleicht bin ich da aber auch zu sehr “Fußball-Ästhetin”, was mir die hier schreibenden Herren (ich schätze, mindestens 95%?) bitte nicht übel nehmen mögen…
    Freue mich jedenfalls auf den ‘Direkten Freistoß’ zur Bundesliga!

  57. Erwin K. schrieb am 7. Juli 2008:

    Liebe Berta,

    100 % Übereinstimmung. Diese Diskussion ab dem 40. Eintrag hat der Blog nicht verdient. Wird Zeit für neue Themen und ein Hochleben der Dreizeiler.

  58. Oliver Fritsch schrieb am 7. Juli 2008:

    Liebe Berta, Sie haben ja so recht. Gut, dass Sie uns in die Kühlbox schicken, das tut uns allen gut. Und letztlich sagen Sie genau das, worauf ich hinaus will: Deutschland hat im Finale so schlecht und blutleer gespielt, dass seine Anhänger nicht mehr die Energie aufgebracht haben, sich über sowas wie Schiedsrichterentscheidungen aufzuregen. Sie waren einfach froh, dass es vorbei ist.

  59. Max Diderot schrieb am 7. Juli 2008:

    Gut zu wissen Carsten (#55), dass Sie den dtv-Atlas Psychologie intus haben – und möglicherweise noch mehr. Mir als profanem Werktätigen fällt es natürlich schwer, die Ihren Worten innewohnende Kompetenz anzweifeln zu wollen. Weshalb fällt mir nur gerade jene Bezeichnung ein, die der Kabarettist Dieter Hildebrandt wählte, als er den Politiker Peter Gauweiler als Banausen-Ayatollah bezeichnete? Warum nur …?

  60. Tom schrieb am 7. Juli 2008:

    Hallo Max ! “Carsten” und “M(m)oritz” melden sich in mehreren Blogs mit ähnlichen pseudo-intellektuellen Provokationen. Es erscheint ratsam, darauf nicht einzugehen. Dann hört der Spuk nämlich von alleine auf.

  61. Banausen-Ayatollah schrieb am 8. Juli 2008:

    @Tom, Sie sind wirklich einmalig und unverbesserlich.

    Betrachten Sie mal die folgenden Zitate, und sagen Sie mir, an welcher Stelle sie sich zu dem Thema äußern.
    Zur Erinnerung nochmal die Eingangsfeststellung von npI, der ihren ganzen Zorn geweckt zu haben scheint.

    10. nicht-patriotischer Insider schrieb am 2. Juli 2008:

    *räusper* Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Der Ball wird blind nach vorne geschlagen. Merte blockt schon mal regelwidrig einen spanischen Verteidiger vor dem Strafraum (hat natürlich niemand von euch regelkundigen Enthusiasten gesehen). Dann trifft Gomez – zugegeben: unglücklich und unabsichtlich – Capdevila: Beide sind Rücken an Rücken, aber Gomez’ rechter Fuss trifft Capdevila links unten, als dieser eben mit links den Ball wegschlagen will. Das ist ein Foul. Da kann Gomez’ nichts dafür, aber man kann das durchaus abpfeifen. Es sieht so aus, als ob Capdevila selbst im Fallen den Ball sonst wegschlagen können würde.

    22. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    @Bohnenstange: (Ich wiederhole mich hier)Diejenigen, die von einem Trainer verlangen seinen Spielführer in einem Endspiel draußen zu lassen haben von der Realität wenig Ahnung. Dies würde man nicht einmal in der Kreisklasse machen und bei einer EM schon gar nicht. Mit Frings verhält es sich ähnlich. Aber auf der Couch redet es sich halt leicht. Fragen Sie zum Thema mal den nächstbesten Trainer oder Oliver Fritsch (der ist auch einer). Was mache ich wenn…Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    @nicht-patriotischer Insider: Schwere Paranoia, sonst nichts. Sie sollten einen Arzt aufsuchen oder sich als Troll outen. Hilft vielleicht!

    25. nicht-patriotischer Troll schrieb am 2. Juli 2008:

    Meine Herren, wir entfernen uns immer weiter vom eigentlichen Thema dieser Diskussion. Ich habe eingangs meine Meinung zur 91. Minute kund getan. Nur weil diese deutlich von der Ihren abweicht, ist es kein Grund, persönlich zu werden.!

    29. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    @Oliver Fritsch: Die Beiträge von Herrn “nicht-patriotischer Insider” waren m.E. rückblickend als pure Provokation gedacht. Auch in Ihrem Sinne klinke ich mich daher aus der Diskussion aus. Würde mich aber trotzdem freuen, wenn Sie mir als Trainer meine oben gestellte Frage beantworten würden. Hätten Sie die leicht angeschlagenen Führungsspieler Ballack und Frings in diesem EM-Finale aufgestellt? Hätten Sie in einem EM-Finale stattdessen Borowski und Rolfes gebracht und die Beiden auf der Bank gelassen?

    32. Tom schrieb am 2. Juli 2008:

    Danke für die Antwort, beantwortet meine Frage allerdings leider nur unzureichend. Bezog sich ja auf ein Endspiel. Werden in Hessen (wie hier in Bayern) bei Punktgleichheit auch Entscheidungsspiele durchgeführt oder zählt das Torverhältnis? Was hätten Sie bei einem Entscheidungsspiel gemacht? Sie hätten die Platzhirsche aufgestellt, oder?

    44. Tom schrieb am 4. Juli 2008:

    Denke mal der Moritz hat kurz nach der Schule einige Alcopops geschluckt und dann schnell noch einen Kom(m)entar geschrieben, bevor er sich hingelegt hat. Morgen sieht die Sache schon wieder anders aus. ;-)

    @Max Diderot
    Um Projektion zu vermuten, braucht man nur genau zu lesen. Wie waren noch Ihre ersten Anmerkungen zu meinen Äußerungen unter 51 .

    “Carsten, wenn ich Ihren aktuellen Kommentar richtig interpretiere, fühlen Sie sich verletzt und nicht anerkannt. Grund für diesen Zustand scheinen jene zu sein, die Ihnen und Ihren Meinungswiedergaben nicht die gebührende Anerkennung zollen respektive dies dort nicht tun, wo es Ihrer Auffassung nach geboten ist.”

    Und ein wenig später im selben Threat:

    …wobei Sie gleichzeitig Rückschlüsse von den Inhalten auf die Personen vornehmen. Dabei erscheint mir Ihre Wortwahl nicht zangsläufig so, als dürfte angenommen werden, dass Sie sich in einer entspannten Situation befänden. Ich habe an anderer Stelle, als wir beide unseren Disput fochten, schon einmal zu verstehen gegeben, dass diese virtuelle Welt, in der wir uns hier bewegen, nicht zwangsläufig deckungsgleich sein muss mit den realen Gegebenheiten.

    Sollten Sie also von diesen quasi digitalen Aussagen deshalb “angefressen” sein, weil, so deuten Sie es ja in der Umkehrung Ihrer eigenen Attacke an, “Aber Anmaßungen, Sesselpuperdiagnosen über die Ballfertigkeiten und – erfahrungen anderer, die nur anders denken, habe ich aufs Korn nehmen wollen.”, latent Ihre Kompetenz missachtet wird, so stünde es Ihnen doch frei, diese in entsprechender Form auszuweisen.”

    Sie vielleicht nicht – aber andere werden problemlos erkennen können, wer hier der Laienpsychologe ist, der mit langatmigen, großväterlichen Anmaßungen um sich wirft – ganz ohne dtv

    Unfreiwillig komisch wirken dabei Ihre bemühten philosophischen Darlegungen zur Wahrheit, Suche nach Wahrheit, Philanthropie etc.

    Das einzig wirklich Gelungene war das Hildebrandsche Bonmot – aber das war ja auch nicht von Ihnen.

  62. Max Diderot schrieb am 8. Juli 2008:

    Das nennt man wohl multiple Persönlichkeit: Carsten (#55) aka Banausen-Ayatollah (#61). Wieviele von diesen Pseudonymen pflegen Sie noch? Ansonsten schließe ich mich nun gerne den diversen Aufforderungen und folge der Maxime, dass die Wahrheit auf dem Platz (und in diesem Blog) liegt.

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