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gclobes Moderner Fußball auch am Rand

von Günter Clobes

Erneuerung kommt von den Rändern – so jedenfalls die euphorische Einschätzung, als es noch wirklich um den Fußball als Abfolge von gewollten und gekonnten Spielzügen, um Technik und Taktik, kurz: als es tatsächlich noch ums Spiel an sich ging. Experten wie Christoph Biermann und andere haben darüber lesenswerte Bücher geschrieben, die uns weniger Begnadeten die Chance gaben, den Unterschied zwischen Dreier- und Vierketten zu verstehen.

Heute kommt Erneuerung eher in den Ausformungen des “modernen” Fußballs daher, eifrig befeuert von den Lokführern und Heizern auf den Kommandoständen von Verbänden und Vereinen. Das neueste und ein sehr schön sinnbildhaftes Beispiel dafür kommt echt vom Rand der Fußballlandkarte, aus Thailand. Dort haben nämlich sechs von schzehn Mannschaften – quasi über Nacht – ihre Namen geändert. Nun kann man hierzuland die Pionierarbeit auf europäischer Ebene, also etwa die recht bizarren Entwicklungen der letzten Jahre in Österreich gleich viel besser nachvolllziehen. Denn lässt man sich die thailändischen Namen auf der Zunge zergehen, ist einem umstandslos klar, dass nicht ästhetische Gründe den Ausschlag gegeben haben dürften: Die neuen Teams heißen Pattaya United (früher Coke-Bang Phra), Bangkok United FC (Bangkok University), Bangkok Glass FC (Krung Thai Bank), Chula United (Chula-Sinthana), Navy-Rayong FC (Royal Thai Navy) und TMM-Samut Sakhon (Tobacco Monopoly). Wir dürfen gespannt sein, wie sich unser Alpennachbar nun davon herausgefordert fühlt und angemessen reagiert. Superpfund übernehmen Sie!