„Ich bin kein Fan von Stalin, aber …“
von René Martens
Die brillante Fußball-Dokumentation „The Other Chelsea“, als TV-Erstausstrahlung kürzlich im ZDF-Nachtprogramm zu sehen, läuft am morgigen Sonntag zur besten Sendezeit noch einmal bei ZDFkultur. (Weiterlesen …)
Zum letzten Schritt hat Bremen die Qualität gefehlt
von Oliver Fritsch
Ein schwacher Auftritt der Bremer im Finale von Istanbul, sie konnten Diego und Mertesacker nicht ersetzen. Almeida hätte sicher auch besser gespielt als Rosenberg. Nach vorne klappte lange überhaupt nichts, große technische Schwächen machten sich im Passspiel und in der Ballannahme bemerkbar. Null Spielfluss, keine herauskombinierte Torchance. Und Torwart Wiese hatte auch schon bessere Tage. Kurz vor Abpfiff fiel zwar der vermeintliche Ausgleich, doch der Schiedsrichter sah ein Foul Pizarros (Weiterlesen …)
Bremer Begleitschutz für Hamburger Revanche
von Oliver Fritsch
Der HSV überrascht mit einer klaren Steigerung gegenüber der Vorwoche und revanchiert sich dank eines technisch anspruchsvollen Kopfballtors Piotr Trochwoskis für die schmerzende Niederlage im Pokal. Mit einem Sieg in Bremen haben die Experten nicht gerechnet. Die erste Halbzeit ging an die Gäste, Mitte der zweiten Halbzeit war der HSV zwei, drei Mal dem 0:2 nahe. In der Schlussphase musste er wieder mal in den roten Bereich. Da hat nicht viel zum Ausgleich gefehlt, auch ging er am Rande eines Elfmeters spazieren. Aber davon bekam der HSV in jüngster Zeit ja genug.
Bremen verteidigte nachlässig, „Begleitschutz“ nennt das Thomas Schaaf. Offenbar hatte sich der Schlendrian wieder in die Mannschaft geschlichen. Wie fahrlässig die Bremer linke Seite (Özil und Bönisch) beim Gegentor verteidigt hat! Unterzahl auf dem Flügel bei einem eher langsamen HSV-Angriff. Überhaupt, dass Bönisch Bundesliga spielt, finde ich, sagen wir, erstaunlich. Man sieht nicht mal, ob er Links- oder Rechtsfuß ist. Null Ballgefühl. Der Bremer Sturmlauf kam zu spät und war zu ungenau. Zur Not rettete Frank Rost.
Der HSV mag nun Favorit sein, aber allenfalls leicht. Zumal Martin Jol auf Guerrero verzichten müssen wird, der gelbgesperrt ist. Hab ich schon mal gesagt, dass ich Gelbsperren schlecht finde? In der Liga lasse ich es mir noch gefallen, aber in K.o.-Systemen ist es überflüssig. Man stelle sich vor, man verpasst ein WM-Finale wegen einer Gelbsperre. Stichwort Überregulierung. Weil Petric wohl noch verletzt ist, bleibt nur noch Olic als einzige Spitze. Aber vielleicht zaubert er ja noch eine aus seinem holländischen Hut. Ich werde im Stadion sein.
Gerade vorhin auf dem Fußweg nach Hause über die TV-Werbung (Bier) mit Waldemar Hartmann aufgeregt. Ohne Anlass, einfach so. Aber nicht ohne Grund, nicht ohne Gründe, zwei, um genau zu sein: Erstens macht ein Journalist keine Werbung. Zweites nicht mit jemandem (Hoeneß), über den er berichtet. Und drittens schon gar nicht, wenn er von der ARD bezahlt wird. Das muss ein Ende haben! Auch wenn es müßig scheint und man es schon hundert Mal gesagt hat – das darf man nicht hinnehmen.
Moderator auf Sat.1 war gestern Erich Laaser. Laaser ist Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten. Was sagt er eigentlich zu dem Thema Journalisten und Werbung?
Das komplette Live-Blog auf Zeit Online
Sportreporter und Abseitskenntnis – das schließt sich wohl aus
von Oliver Fritsch
Fragmente aus dem Live-Blog Man City-HSV 2:1
Endstand 2:1 Der HSV hatte in Manchester bange Minuten zu überstehen, zwischenzeitlich war seine Widerstandskraft erloschen. Ein Mal Pfosten, ein Mal Latte, einige gute und einige halbgute Torchancen für Man City – das war knapp. Andererseits gingen beiden Gegentoren Fehlentscheidungen des Schiedsrichters voraus: ein Nieundnimmer-Elfmeter und ein übersehenes Abseits. Der HSV hat in dieser Saisonphase große Probleme, über 90 Minuten zu „gehen“. Rechnet man das Hinspiel ein, ist der HSV der verdiente knappe Sieger. Jedenfalls waren es zwei sehr aufregende, intensive Spiele. Komisch, dass die Spieler heute ständig ausrutschten. Da muss der Zeugwart aber was in die Mannschaftskasse tun (Weiterlesen …)
HSV ist bereit für mindestens einen von drei Titeln
von Oliver Fritsch
Aus dem Volkspark Erneut fantastische Stimmung beim HSV. Ein toller Europapokalabend beim 3:1 gegen Manchester City, der auf das Halbfinale gegen Werder Bremen hoffen lässt (das mit demselben Ergebnis Udinese besiegt). Der frühe Rückstand in der 1. Minute hat die Hamburger zu heftigen Reaktionen herausgefordert. Innerhalb einer Viertelstunde kamen sie zu mehr als fünf guten Torchancen und setzten den Gegner früh unter Druck. Für 90 Minuten Tempo reicht das in dieser Saisonphase und mit diesem dünnen Kader natürlich nicht, weswegen man dem Team das zwischenzeitliche Luftholen nachsehen muss. Doch gerade, als man mehr Mut fordern wollte, kam der HSV zum Führungstreffer durch einen Handspenalty. Die Schlussphase brachte wieder ein deutliches Übergewicht und ein Jokertor (Weiterlesen …)
Notizen zu den Hinspielen Bremens und Stuttgarts im Uefa-Pokal
von Oliver Fritsch
Werder Bremen – AC Mailand 1:1
Milan war die reifere, coolere Mannschaft, die nicht so viel tun musste, um torgefährlich zu sein – und an der sich Bremen lange die Finger verkühlten. Sie schossen zu früh und zu hasenfüßig. Werder war nur in den ersten und in den letzten zehn Minuten so aktiv, mutig und aggressiv, wie es das ganze Spiel hätten sein sollen. Sein Spiel war fehlerreich und brav, aber bemüht und fleißig. Immerhin gereichte es zu einem Unentschieden, fast sogar zu einem Sieg. Das 1:1 dürfte zu wenig sein (Weiterlesen …)
