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Oliver Fritsch Klinsmann, der Feind vieler

von Oliver Fritsch

Jürgen Klinsmann hat Recht: Deutsche Fußballvereine müssen sich was einfallen lassen, wenn sie wieder mal ein Champions-League-Finale erreichen wollen. Englische und spanische Klubs, zumindest die großen, spielen schneller und genauer. Und das liegt nicht nur am Geld. Klinsmann weiß das, und er spricht es aus. Damit macht man sich im konservativen Fußball-Milieu Feinde. Und Klinsmann hat viele davon. In allen Lagern.

Eine Frage bleibt unbeantwortet: Ob er seine Erkenntnisse auch umsetzen kann? Denn die Mühe, seine Facharbeit auf den Prüfstand zu stellen und konkrete Fragen zu seinem Trainingsstil zu stellen, macht sich so gut wie niemand. Auch über das Binnenverhältnis Vereinsführung/Trainer/Aufsichtsrat ist wenig bekannt. Stattdessen viel Meinung und Gemunkel.

Stattdessen auch persönliche und ätzende Kritik. Etwa in der FAZ, für Roland Zorn sind Klinsmanns Ankündigungen, mit denen er 2008 antrat, „Lehrsätze eines schlechten Unternehmensberaters“, er selbst ein „angeblicher Visionär ohne klare Vorstellungen“, ein „Investmentbanker“. Diese Vokabeln sind Wirkungstreffer in dieser Zeit. Zorns Redaktionskollege Michael Horeni hingegen ist Klinsmann-Apologet, diesen Gegensatz gab es auch bereits im Frühjahr 2006.

Auch vor der WM 2006 hatte sich ein antiamerikanischer Unterton in die Kampagne gegen den „Kalifornier“ eingeschlichen, die von der Bild-Zeitung angeführt wurde. Heute sagt FCB-Aufsichtsrat Edmund Stoiber über Klinsmanns Arbeit: „Das ist sehr ernüchternd und sehr amerikanisch.“ Die FR sagt Klinsmann „vulgäres Managertum“ nach.

In diesem Klub der Mächtigen und Reichen scheint es viele zu geben, die was zu sagen haben. So soll sich der Aufsichtsrat gegen Jens Lehmann, den angeblichen Torwart-Kandidaten Klinsmanns, erfolgreich gewehrt haben. Während also die Expertenwelt die Modelle Arsenal, Manchester United, Wolfsburg und Hoffenheim preist, bei denen die Trainer alleine oder maßgeblich die sportliche Linie bestimmen, redet in München der Aufsichtsrat dem Trainer rein. Plus Uli Hoeneß, plus Karl-Heinz Rummenigge, plus Franz Beckenbauer.

Die Torwartfrage ist in Bayern ohnehin vorbelastet. Erstens befindet sich Bayern München im Jahr 1 nach Oliver Kahn. Wenn das mal kein Handicap für Klinsmann ist! Kahn war über mehr als ein Jahrzehnt lang Schrecken für gegnerische Stürmer und Schiedsrichter. Auch wenn der Titan gelegentlich überschätzt wurde – Kahn war mit seinen Reflexen auf der Linie, aber auch mit seiner verbissenen Winner-Mentalität ein wichtiger Erfolgsfaktor für seinen Klub. (Dass ausgerechnet ich daran erinnern muss.) Diese Lücke mit Michael Rensing zu schließen, der vielleicht talentiert ist, aber unreif, ist das so schnell nicht möglich.

Zweitens, so ist im Nachhinein zu hören, sei Klinsmann nie ein Rensing-Freund gewesen. Was angesichts dessen mangelnder Ausstrahlung und Strafraumbeherrschung für den Sachverstand des Trainers spricht. Doch er scheiterte wohl an Hoeneß, der Rensing jahrelang mit der Kahn-Nachfolge tröstete und nun bei ihm im Wort steht. Erst jüngst soll sich Klinsmann, laut SZ, durchgesetzt haben: „Jürgen, mach, was Du für richtig hältst!“ Seitdem spielt Hans-Jörg Butt. Und erst jetzt, mit dem Rücken zur Wand, wird und klingt Klinsmann offensiver.

Es ist der wesentliche Fehler, den Klinsmann begangen hat. Oder der in der Konstruktion Bayern/Klinsmann liegt: Er ist nicht der Reformator, der alles ändern will, wie ihm viele vorwerfen. Nein, er hat sich mit den Verhältnissen arrangiert. Er hat drei Viertel der Saison einen Torhüter aufgestellt, den er für ungeeignet hält – nur um des Friedens willen. Er hat sich von Rummenigge den geringgeschätzten Podolski ins Team reden lassen. Er hat seinen Mund gehalten, als ihm Landon Donovan verweigert wurde.

Der Klinsmann 2009 ist nicht der Klinsmann 2006. Seit seiner ersten Pressekonferenz für die Bayern gibt sich Klinsmann demütig und ehrfürchtig dem großen FCB gegenüber. Wie können Fans, Experten und Presse diesen klaren Tonwechsel gegenüber dem Nationaltrainer überhören, der beim DFB „keinen Stein auf dem anderen lassen“ wollte? Wie können sie übersehen, dass Klinsmann mit Hoeneß, dem Repräsentanten des Establishments, auf der Bank Schultern schließt, Händchen hält?

Hoeneß und Rummenigge haben mit der Klinsmann-Verpflichtung Mut bewiesen. Und sie würden diesen Beweis erneuern, wenn sie an ihm festhalten. Mut deswegen, weil sie einen Mann beschäftigen (und gut belohnen), den sie einst bekämpft hatten und der aus verschiedenen Gründen den Bayern-Fans schwer zu vermitteln ist. Er setzte schließlich Kahn 2006 auf die Bank. Er verabschiedete sich schließlich 1997 mit den Worten: „Nie mehr Bayern!“ Mut hat die Klubführung aber vor allem, weil sie sich selbst in Frage stellt. Doch zwischenzeitlich verließ er sie wohl, diesem Fremden die Freiheit zu gewähren, die er nötig hat. Ob er ihren Verein ans Licht führen würde oder in den Uefa-Pokal (was in München gleichbedeutend ist mit Untergang), weiß man nicht.

Reibungspunkt für viele, auch das ist bezeichnend für die Feindseligkeit ihm gegenüber, ist sein Motto: „Ich will jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser machen.“ Keine Frage, das hat er bislang nicht erfüllt. Aber was soll daran falsch sein, oder „arrogant“, wie Günter Netzer klagt? Eigentlich sollte dieses Ziel eine Selbstverständlichkeit für einen Trainer sein. Immer ein Stückchen besser machen, ja was denn sonst? Genau genommen, also trainingswissenschaftlich, müsste es heißen: verbessern, die Form halten oder wenigstens den Formverfall verzögern. Aber wer will so kleinlich sein?

Nun kommen auch einige wieder mit der Behauptung, die WM 2006 sei kein Erfolg gewesen, denn ein dritter Platz sei für einen Gastgeber, gar für die Fußballnation Deutschland, keine ungewöhnliche Leistung. Dabei vergessen sie, dass manch ein Experte dem Team bis in die Vorrunde hinein am liebsten empfohlen hätte, auf das Turnier zu verzichten. Doch am Ende begegnete Klinsmanns Elf den Fußballweltmächten Argentinien und Italien jeweils als gleichstarker Rivale. Und wer weiß, wie das Halbfinale (und das ganze Turnier) ausgegangen wäre, wenn Deutschlands Bester, Torsten Frings, mitgespielt hätte? Klinsmann hat Deutschland auf die Fußball-Landkarte zurückgebracht. Dass er bei seinem Rücktritt nach der WM kein böses Wort über seine Gegner verlor, etwa Theo Zwanziger, der ihn in der Sportdirektorfrage im Stich ließ, Franz Beckenbauer, Rolf Hocke oder wie sie alle hießen, dass er also kein böses Wort verlor, zeigt, welch großer Sportsmann Klinsmann sein kann. Dazu passt allerdings nicht die dünnhäutige Reaktion gegen die taz-Karikatur.

Man kann der Meinung sein, dass Jürgen Klinsmann kein guter Vereinstrainer ist. Dass er in seiner Mannschaft unnötige Konflikte geschürt hat und nun ohne Verbündete dazustehen scheint. Dass er mehr versprach, als er halten kann. Man kann der Meinung sein, dass Klinsmann nach dem 0:4 in Barcelona hätte entlassen werden sollen. Denn dieses Viertelfinale dürfte aufgrund seiner Einseitigkeit einmalig sein in der Champions-League-Geschichte. Linksverteidiger Christian Lell hätte ein Trainer von Weltformat nach zwanzig Minuten von der Aufgabe erlösen dürfen, sich von Lionel Messi vorführen zu lassen. Anfängerfehler, aus denen Klinsmann lernt? Oder soll er generell ungeeignet sein? Immerhin ist er auch für Höhepunkte wie das 5:1 in Stuttgart (Pokal) und das 2:1 gegen Hoffenheim verantwortlich, das wohl intensivste Spiel der Bundesligageschichte. Doch die Urteile über Klinsmann, den 44-Jährigen, klingen endgültig.

Diese Woche ist ein Trainer ein weiteres Mal gefeiert worden. Weil er ins Halbfinale der Champions League eingezogen ist, obwohl er gleichzeitig noch eine Nationalmannschaft trainiert. Im Jahr 1993, als er etwa im Alter von Klinsmann heute war, verlor dieser Trainer ein Uefa-Pokal-Spiel in Karlsruhe mit 0:7. Sein Name: Guus Hiddink.

Addendum: Aus der Rubrik „Was man nicht alles tut“ – ein Video von mir, das irgendwie zu dem Thema passt.

36 Kommentare

  1. Danyo schrieb am 19. April 2009:

    Danke für diesen Beitrag! Er spricht mir so aus der Seele. Danke. Danke. Danke.

  2. Nur die SGE! schrieb am 19. April 2009:

    Sie schreiben: „Eine Frage bleibt unbeantwortet: Ob er seine Erkenntnisse auch umsetzen kann?“

    Das ist die entscheidende Frage. Und es wundert mich: Denn ich halte sie für beantwortet. Er kann es nicht, zumindest nicht ohne fachliche Koryphäe wie Joachim Löw an der Seite.
    Bayern gegen Barca war eine Offenbarung einer Bayern-Elf, die taktisch rudimentär funktionierte, in denen die Spieler nicht mehr an den Trainer glaubten und sie untereinander gram sind.
    Das sagt alles über Klinsmanns fachliche Mängel. Und den Rest sagt Ihnen jeder, der ihn beim FC Bayern erlebt.

  3. Doerk schrieb am 19. April 2009:

    Ich halte, diese Darstellung von Klinsmann als „Taktiknulpe“ wenig nachvollziehbar, sie ist mehr oder weniger ein Resultat aus dem „Sommermärchen“, in dem Löw als grosser Taktikguru stilisiert wurde (ungerechtfertigt, wenn man das Italienspiel zum Massstab nimmt) und Klinsmann als bloßer Motivator.

    Klinsmann hat rund 15 Jahre auf höchstem Niveau Fussball gespielt unter Toptrainern wie Beckenbauer, Trappatoni, Wenger usw., er hat einen DFB-Trainerschein und war 2 Jahre Nationaltrainer. Wenn er keine Ahnung von Taktik haben sollte, müsste er die letzten 25 Jahre durchgehend geschlafen haben.

  4. gremml schrieb am 19. April 2009:

    erstmal vielen dank für den beweis, dass es in deutschland doch noch um sachlichkeit bemühte fussballkommentatoren gibt.

    das erneute medienübergreifende klinsmannbashing ist doch peinlich. das war es bei der wm2006-vorbereitung schon. aber nach den gewonnenen erkenntnissen aus dem verlauf des wm-turniers, ist es jetzt noch schlimmer, weil kaum einer aus gemachter erfahrung klüger geworden ist, sprich: differenzierter argumentiert.

    besonders peinlich ist die vereinsführung der bayern, weil sie nicht viel deutlicher und vernehmlicher den neuen kurs, den sie alle – nicht nur der trainer – seit über einem jahr fahren wollten, mittragen.
    (Oder jetzt die abkehr davon.)

    es stellt sich doch die frage, warum es nicht erkennbar ist, ob oder dass die spieler „jeden tag ein wenig besser geworden“ sind.
    (Klinsmann sagte übrigens damals, „wir!!! wollen jeden spieler…“ wo sind jetzt die anderen bayernverbesserer und -erneuerer?)
    Wie lange dauert es, bis eine ganze mannschaft ein neues system begriffen hat und wirklich umsetzen kann?

    es wurde mehrfach gesagt, dass klinsmann nach einigen spieltagen von seinen reformen absah und zum (eigentlich in münchen ungeliebten „mathematiker“-)system von hitzfeld zurückkehrt sei. so sah es aus.
    Lag es daran, dass er und sein ganzer trainerstab ungenügend vermitteln können, oder liegt es daran, dass die spieler neue spielkonzepte nicht nur begreifen müssen, sondern auch im spiel umsetzen können sollten? In wie wenig wochen, monaten oder jahren sollten solche veränderungen geschafft sein? Wie lernwillig sind eigentlich fussballer? insbesonders wenn sie
    bereits relativ erfolgreich waren? Welcher erfolgreicher torjäger lernt gerne verteidigen?
    an rensing wurde offensichtlich am längsten die verbesserungsidee geübt. jetzt soll für den verein aber keine entwicklung mehr sein, sondern nur noch blanker erfolg her, also kommt der sicherere, erfahrenere butt rein.
    will das wirklich nur klinsmann allein? oder wollen das vor allem der verein, und der trainer hat die aufgabe, für diese entscheidungen den kopf hinzuhalten?

    ich wünsche klinsmann noch viele erfolgreiche spiele, dass er und sein trainerstab weiter an der annäherung an die weltspitze des vereinsfussballs arbeiten können.
    die vereinsführung der bayern hingegen hat keinen titel verdient. einige spieler ebensowenig.

  5. SGE - von Diva zur grauen Maus schrieb am 20. April 2009:

    Vielen Dank für diese Analyse, die mir aus der Seele spricht! Meiner Ansicht werden 95% der Sportjournalisten ihrer journalistischen verantwortung nicht gerecht: mangelhafte Recherche, oftmals populistische Meinungsmache, Klischees, Resentiments kennzeichnen die Berichte. Laaangweilig!
    Ergänzen möchte ich zu Ihreme Beitrag: „jeden jeden Tag besser machen“. Zum einen müssen sich die Spieler besser machen lassen WOLLEN. Nur – es dürfte einige Spieler geben,die darauf keine Lust haben. Denn wozu 8 -Stunden Tage, Yoga, persönliche Notebooks mit individueller Videoanalyse, wenn es bisher doch auch so ging, sprich das Double? Bei jedem Verändernungsprozess gibt es diese Leute, die sagen „was soll das, es war doch alles gut“. Zum zweiten sind ein paar Spieler einfach besser geworden: Lahm flankt wesentlich besser mit links, Ze Roberto war in der Form seines Lebens und Klose hat nach einer verkorksten Hitzfeldsaison zu alter Explosivität und Gefährlichkeit neben Toni zurückgefunden.
    Klinsmann sollte trotzallem für die neue Saison einen renommierten Taktikfuchs als Assistenten verpflichten, um den Dauernölern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Außerdem im Kader mind. 8 Leute ausmisten.

  6. Steffen schrieb am 20. April 2009:

    Ganz ehrlich, der Beitrag hat mich überrascht. Selten einen so ausgewogenen und spannenden Beitrag gelesen. Er spricht mir aus der Seele, Danke dafür!

  7. Oliver Fritsch schrieb am 20. April 2009:

    Danke, Sie Meister des vergifteten Lobs.

  8. Ditschi schrieb am 20. April 2009:

    Vollkommen einverstanden, Klinsmann und Bayern, das ist eine unheilige Allianz. Solange die Coaching Zone derart eng abgesteckt ist, wird häufiger Trainerwechsel ein Merkmal des Clubs bleiben. Klinsmann spürt wohl auch selber, dass er dieses Jahr keinen Titel mit dem FCB gewinnen wird, und so klingt sein ständiges „Nach dem 34. Spieltag stehen wir oben“ längst wie das angsterfüllte Rufen im dunklen Wald.

  9. moz schrieb am 20. April 2009:

    danke. viele journalisten, die anno 2006 nur unter zähneknirschen ob teilweise begeisternder, temporeicher spiele der nationalelf ins natürlich überschwnäglich unreflektierte „hosianna“ der massen einstimmten, haben doch gespannt darauf gewartet, wann sie „kreuzigt ihn!“ rufen dürfen. selten einen berechtigteren titel/kommentar als den der taz zu ostern gesehen.

    differenzierte analysen liest man derzeit in der tat selten. der faz-beitrag hat mich jüngst auch sehr wütend gemacht. ich bin und war nie ein „fan“ von klinsmann. aber die derzeitig überwiegende schreibart macht es sich zu einfach. sie sorgt aber für das nötige rauschen im multmedialen Wald. und nur darum gbeht es doch inzwischen: geschichten erzählen. emotionen schüren. großes fußballkino inszenieren. siehe auch jüngst den perfekt hochgekochten abschied von rutten.

  10. tafelrunde schrieb am 20. April 2009:

    @moz: Genau so isses!
    Die Medien kreieren ihre eigene Welt. Reflektiertheit schadet da nur.
    Und mit wem kann man am meisten Aufmerksamkeit (=Quote, Auflage) erregen als mit Klinsmann und den Bayern zusammen? Jedes für sich immer wieder ein Massen kompatibles Feld.
    Wer auch immer sich exponiert, gerade im Fußball, dem werden die medialen Kräfteverhältnisse umgehend demonstriert.
    Wenn es wenigstens der Wahrheitsfindung dienen würde…

  11. Schmuedee schrieb am 20. April 2009:

    Sehr schöner Artikel. Es geht reicht nicht, die Schuld immer nur bei einer Person zu suchen. Klinsmann war von Anfang an mit Pseudo-Freiheiten ausgestattet. Man wird sich gedacht haben, „lasst ihn doch die Buddhas aufstellen, Hauptsache bei den richtig wichtigen Dingen macht er, was wir wollen“. Ein ruhiges Arbeiten ist in München als junger und unerfahrener Trainer äußerst schwierig. Man hat zwar den Mut bewiesen, Klinsmann zu holen, hat ihm aber insgeheim nicht zugetraut, die wichtigen Entscheidungen selber zu treffen (siehe Transferpolitik, Torwartfrage etc.). Es handelt sich nicht um das Scheitern eines Einzelnen, sondern das Scheitern Vieler.

  12. TF schrieb am 20. April 2009:

    Als Nationaltrainer dürfte Klinsmann ja schon einen deutlicheren Einfluss auf die Mannschaftszusammenstellung gehabt haben als jetzt bei Bayern. Wenn man sich nun die Abwehr gegen Barcelona ansieht, darf man auch mal fragen, wer eigentlich für zwei Aussenverteidigerpositionen nur einen Lahm eingeplant hat, wieso soviel Geld für Breno ausgegeben wurde und wieso man so lange an Rensing festgehalten hat. Das alles ist eher nicht Klinsmanns Bereich. Dazu kommt natürlich noch, dass diese teilweise unerfahrenen Leute in dieser Zusammenstellung nicht eingespielt waren, was gerade gegen so eine Spielweise wie Barcelona sie diese Saison zeigt komplett tödlich war. Was hätte ein „besserer“ Trainer denn aus dem Kader sonst gemacht?

    Insofern auch meine volle Zustimmung zu diesem Kommentar

  13. Hidegkuti schrieb am 20. April 2009:

    Die Frage sollte nicht lauten,was ein besserer Trainer aus dem Kader gemacht hätte,sondern wer ihn zusammengestellt hat.Zweifelsohne war JK ,nachdem man ihn im Winter als neuen Trainer vorgestellt hatte mehrmals in München ,um mit KHR und Hoeness die kommende Spielzeit zu planen.Wenn dann als Resultat 2 und halb Stürmer rauskommen (für Optional 70 Spiele)mit Janßen nur ein gestandener Verteidiger kommt ,spricht das für sich.Ihn danach abzugeben,und Oddo zu holen ,ist ein Witz.Janßen spielt in Hamburg offensiv auf dem Lahm Niveau ,nur ist er defensiv stärker.Bis auf die 3 Monate vor der WP(die auch ein Magath,Hitzfeld hatten -ohne es an die Große Glocke zu hängen) und Tw.in der Ch.League ,war es ein taktisch grenzwertiger Fussball.Wenig Schwung .Gegen Bremen war man 75 .Minuten in Überzahl,und bringt erst in der 46 .Minute einen gelernten zweiten Stürmer..So wenig Spielerische innovation ,habe ich zuletzt gesehen,als Hitzfeld -Magath wieder ablöste ,und den Rest der Spielzeit nicht´s mehr riss.Das 3 Ausfälle reichen ,um nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein ,ist bedenklich.War die WM 06 für eine Fussballnat.wie D wirklich ein Erfolg`?
    Sieg gegen C.Rica.Das Schwächste aller Teams-Sieg gegen dezimierte Polen.(ich glaube 70.Min mit 10.Mann).
    Sieg gegen Ecquadors B-Mannschaft.(5!!!neue Spieler gegen Deutschland ,davon nur 1 Gelb vorbelastet)Im Spiel gegen gegen Argentinien war SR .Mitchel uns ein sehr guter „Verbündeter“.Schweden war top-ohne Zweifel.
    Aber warum KHR und Hoeness nach der Erfahrung mit Sören Lerby solch ein Wagniss eingehen ,bleibt wohl ihr Geheimniß.Klinsmann´s Ankündigung jeden Spieler ein bisschen besser machen zu wollen ,wird ebenso wie die „Blühenden Landschaften „Dr.Helmut Kohl´s“in die Geschichte eingehen.

  14. Volker Finke für Friedhelm Funkel! schrieb am 20. April 2009:

    Fakten:
    Der beste Trainer ist nur so gut wie die Umstände. Und an diesen Umständen in München würden die meisten Trainer scheitern: Ein Präsidium, dass sich in die Personalpolitik einmischt (Hoeneß: „Rensing MUSS spielen, ich hab’s ihm versprochen.“), dass dem Trainer in den Rücken fällt, wenn der Trainer Spieler wie van Bommel richtigerweise aus dem Team nimmt (Van Bommel durfte sich bei Hoeneß ausheulen.
    Fakten aber auch:
    Löw erschien im Sommermärchen als der Taktikguru schlichtweg, weil er es war. Klinsmann beherrscht weder die Trainingsmethoden noch die Vermittlungsgabe, ein systematisches Spiel einzustudieren.
    So – und können wir jetzt nicht endlich mal über die WIRKLICH WICHTIGEN Themen reden: Wann geht Funkel ENDLICH!?!?!?

  15. JP schrieb am 20. April 2009:

    Sicher sind die Niederlagen von Barcelona und Wolfsburg nicht allein Klinsmanns Schuld. Da spielen viele Dinge hinein – ein Kader, der Barca nicht das Wasser reichen kann, Verletzungen von Schlüsselspielern (Lahm Messi, Breno statt Lucio) und mangelndes Selbstvertrauen. Dennoch sollte ein Top-Trainer einer Spitzenmannschaft in der Lage sein, sein Team so einzustellen, daß es 90 Minuten lang Beton im eigenen Strafraum anrühren kann.

    Das ist das eine. Das andere sind Fehler, die Klinsmann klarerweise gemacht hat. Jansen gehen zu lassen, war sein Fehler – Jansen links, Lahm rechts ist gegenüber Lell klar die bessere Variante. Mit dieser Aussage wäre Jansen sicher auch geblieben. Stattdessen wird ein gegen schnelle Stürmer hoffnungslos überforderter 32jähriger geholt (ok, zu dem Zeitpunkt war der Außenverteidigermarkt vermutlich bereits etwas ausgedünnt, um so schlimmer der Verlust Jansens). Weiterhin ist es Klinsmanns Fehler gewesen, einem Toni Kroos nicht hier und da etwas Spielpraxis zu geben und ihn bei Laune zu halten – und sei es nur, um die Mischung aus Routine und Schlendrian bei Schweinsteiger oder Ze Roberto mal abzustellen. Jetzt ist man ihn erstmal los, und wenn man Pech hat, endet es so wie bei Hummels (der wäre evtl. auch nicht schlechter als Breno und hätte 12Mios weniger gekostet, aber dafür kann der Schwabe nix). Die Krönung war dann der Wunsch, einen Donovan für 8(?) Mio zu holen – nein, bis jetzt hat sich Klinsmann, was die Kaderzusammenstellung angeht, nicht besonders gut angestellt.

    Die Torwartfrage – wie auch immer, Butt als Nr. 1 ist vielleicht richtig, ob der Zeitpunkt der Richtige war, ist schon eher fraglisch. Aber sei’s drum. Wenn er wirklich einen 38jährigen Lehmann holen wollte, der genauso alt wie Kahn, aber inzwischen wieder eindeutig schlechter als Kahn in seiner letzten Saison war, ist, dann graut mir jetzt schon vor den Personalentscheidungen für die nächste Saison.

    Das Theater um MvB usw. und so fort… Klinsmann hat sich nicht besonders clever angestellt, obwohl er von Hoeneß durchgehend Rückendeckung bekommen hat. Als Bayern-Anhänger sieht man die ganze Entwicklung jedenfalls eher skeptisch – vielleicht noch ein Ãœbergangsjahr mit Klinsmann, und dann einen richtigen Trainer. Problem ist nur, daß J.K. nicht in der Lage zu sein scheint, junge Spieler nach vorn zu bringen. Schon in der Nationalmannschaft hat er teilweise groteske Personalentscheidungen getroffen (Huth!, Hanke!).

    Aber vielleicht wird ja alles gut: Bayern wird Meister, Sosa macht den großen Sprung und entlastet Ribery, Tymoschtschuk dominiert das defensive Mittelfeld, und Toni, Klose und der junge Müller mischen die CL vorne auf. Vielleicht aber auch nicht.

    Etwas skurril ist auch, daß jemand, der sich in der Zeit heftigst daran beteiligt, die Entlassung von J.K. herbeizuschreiben, hier Krokodilstränen ob des armen, mißverstandenen Erneuerers vergießt. Der Bayern-Vorstand war das geringste Problem von Klinsmann in diesem Jahr, da hatte er ordentlich Rückendeckung. Die Medien – die Zeit eingeschlossen -, die im Moment auf jeden Punktverlust warten, sind da viel gefährlicher.

  16. Oliver Fritsch schrieb am 20. April 2009:

    Ich soll in der Zeit Klinsmanns Rauswurf gefordert haben?! Was man sich hier manchmal anhören muss! Ich bin kein Redakteur und stehe nicht im Impressum von Zeit Online. Und selbst wenn, das muss ich hier nicht verteidigen.

    Es gab mal ein Pro/Kontra-Stück:
    http://www.zeit.de/online/2009/16/klinsmann-pro-kontra

    Und es gab das hier:
    http://www.zeit.de/online/2008/41/bundesliga-juergen-klinsmann-fc-bayern-100-tage-bilanz-medien-fans-kommentar

    Der Text ist sogar auf Zeit Online erschienen:
    http://www.zeit.de/online/2009/17/klinsmann-hoeness-beckenbauer-rummenigge-rensing-butt

    Und Jansen hat große Mängel im Stellungsspiel und mit dem Verschieben. Man denke an Kroatien. War auch am Sonntag gegen Hannover zu sehen.

  17. Flo schrieb am 20. April 2009:

    Ich könnte gerade viel sagen bzw. schreiben, würde mich aber wahrscheinlich recht bald darin verlieren mein Unverständnis über die Berichterstattung der gesamten deutschen Sportpresselandschaft zum Thema Klinsmann in den letzten Wochen zu äußern.

    Ergo, ich halte mich kurz:

    Danke für einen endlich einmal nüchternen und ausgewogenen Artikel zu Klinsmanns Arbeit.

    Eine Nüchternheit, die man den vielen wichtigen Köpfen (die teilweise mehr als nur eine Stimme haben) wünschen würde. Dann wäre klar, dass der Kader vielleicht auch nicht mehr hergibt, als das was in dieser Saison zu beobachten war. Und davon, dass Klinsmann den Fußball neu erfindet, davon war auch im Januar 2008 nicht auszugehen. Sollte Klinsmann gegangen werden, dann müssten die entscheidenden eigentlich Personen selbst auch Fehler erkennen, eingestehen und daraus Konsequenzen ziehen. Das schwächste Glied in der Kette als Bauernopfer an den Pranger stellen zu lassen/ zu stellen ist mir irgendwie zu einfach. Erst recht, wenn man ihm in wichtigen Momenten die Unterstützung versagt oder gar den Dolch aus der Tasche zieht.

    Doch länger als ich wollte. Ich freue mich jedenfalls auf weitere spannende Wochen im Münchner Stadl. Und wünsche mir mehr Vernunft. Obwohl eigentlich nicht. Denn ich mag die Bayern nicht und mochte sie noch nie. Und sie beschäftigen mich doch. Wenn auch weniger sportlich, sondern eher unterhaltend. Irgendwie bemitleidenswert…

  18. Lena schrieb am 21. April 2009:

    Prima, dass der Artikel auch in der Zeit steht. Der ist nämlich richtig gut geworden.

    Ich bin Klinsmann Fan seit seiner Zeit bei meinen Stuttgarter Kickers (ja, ich bin leid gewöhnt), er hat sein Charisma durch seine offene und authentische Art der Kommunikation. Als Stürmer war er ein Stoßstürmer, der schnell rennen konnte, den Ball sich weit vorlegen und ihn wieder bekommen und den dann auch regelmäßig so dreschen konnte, dass er ins Tor flog. Manchmal sah es aus wie ein Storch im Salat, aber wenn er dann auch nach längerer Flaute traf, war es diese ansteckende Freude über den Treffer, die eigentlich das größere Erlebnis war als das Tor selbst zu sehen.

    Und er ist eine prima Person, gerade auch bei „Normalos“. Er und seiner Frau kauften ein Sofa bei mir (ich hab studiert und brauchte das Geld) und er hat sich wirklich total freundlich, herzlich und fair verhalten. Selbst, als dann meine damaligen Kollegen das Teil ausgeliefert haben und dann in München auf dem Gehweg erst durch einen Hundehaufen gelaufen sind und die schönen Teppiche der Klinsmanns verzierten (super peinlich für die beiden), war er cool und freundlich. Hat den Kollegen immer noch ein Trinkgeld gegeben, die mit hochrotem Kopf und in Strümpfen dastanden… *ggg Und geputzt hat er selber.

    Naja. Es wird den Bayern doch klar gewesen sein, dass Klinsmann in seinem ersten Jahr als Vereinstrainer Fehler machen würde. Aber er ist einer, der schnell lernt und adaptiert. Ganz schlimm der Fehler, keine neuen teuren Spieler zu holen und die alten in Sicherheit zu wiegen. So konnten die sich im Geklüngel mit den Hofberichterstattern über die Buddha Figuren und Yoga Kurse erregten anstatt es als Chance für sich zu sehen. Oder halt wenigstens als Versuch, als Idee, die nicht unbedingt taugen muss, aber die man ruhig mal ausprobieren könnte… ne der Toni und der van Bommel (u.a.) wiegten sich in Sicherheit und haben lieber als gestandene, erfolgreiche Kerle keine Notwenigkeit gesehen an sich auch dort zu arbeiten, sich einfach mal darauf einzulassen. Menschlich verständlich. Klinsmann hat ein Hebel dafür gefehlt.

    Jetzt können Sie, Hr. Fritsch wieder sagen: Hinterher lässt sich schlau reden, ja, stimmt schon, aber vorher hab ich mir da auch keine Gedanken gemacht. 🙂

    Andererseits: Ich glaube, es hätte kein anderer Trainer die beiden Spiele Wolfsburg und Barcelona direkt hintereinander bei den Bayern „überlebt“. Da war er dann doch der Klinsmann Bonus.

  19. Joshtree schrieb am 21. April 2009:

    @JP und Hidegkuti: Danke! Hat Klinsmann Erfolg, ist er der tolle Trainer, hat er keinen, sind’s die Umstände.

    Das ist im übrigen das, was ich hier und anderswo unreflektierten Bayernhass (oder sollte ich Hoene´ß-Hass sagen?)nenne.

    Aber es ist schön, dass Klinsmann sich beim Sofakauf vorbildlich verhält, da können wir alle noch was lernen!

  20. Fritz Viereck schrieb am 21. April 2009:

    Du lieber Himmel, ich bin mal Fritschens Meinung! Das gips do nüch! Schöner Beitrag.

    Was mich aber ein wenig überrascht ist, dass es offensichtlich generell nur zwei Möglichkeiten gibt, über die Bayern zu urteilen, von ein paar Ausnahemn abgesehen: Entweder ist Klinsmann nicht gut genug oder zu blöd oder sonst was, oder die Funktionärsebene ist an allem schuld. Dabei ist das offensichtlicher Unsinn. Da wird bei jeder Kleinigkeit so getan, als wäre bei den Bayern Landunter und ein Riesenbohei um jeden Furz gemacht, dabei sind diese Hanswurstiaden doch meist von den Medien konstruiert.

    Man denke beispielsweise an die angeblich von Klinsmann aufgestellten Buddha-Statuen. Das ist offensichtlich großer Käse, wird aber tapfer immer weiter tradiert. Uli Hoeness sagt es selbst im Interview: „Es gab viele Vorurteile von den Medien. Wenn ich nur an die Buddha-Diskussion denke. Dabei hat nicht einmal Jürgen die Figuren im Trainingsgelände aufgestellt, sondern ein Innenarchitekt.“ (NZZ vom 8. April) Oder es wird falsch zitiert – oben wurde ja schon auf das „wir“ in „wir wollen jeden jeden Tag besser machen hingewiesen“.

    Und so ist es immer. Entweder ist JK Scheiße oder Rummenigge ist böse wegen irgendwas oder der Uli tobt oder der Franz redet daher oder der Stoiber sagt was. Im Großen und Ganzen steht aber die Führung, wenn man mal genau hinschaut, ungewöhnlich tapfer hinter Klinsmann. Selten habe ich Hoeness einen Bayern-Trainer so in Schutz nehmen gesehen wie im Moment. Auch KHR hält sich doch, wenn man ehrlich ist, stark zurück. Aber weil das langweilig ist und bei Bayern nicht sein kann, wird halt wieder aus einer halben Aussage eine mehrtägig gängige Geschichte konstruiert (siehe auch: Toni will Mancini als neuen Trainer, dokumentiert unter http://www.bildblog.de/7202/aus-einer-muecke-einen-bayern-trainer-machen/).

    Also lautet der Beschluss: Genauer hinschauen, deeper diggen, nicht alles glauben, selber denken.

  21. Thomas schrieb am 21. April 2009:

    Einmal etwas über sprachliche Sportart zu bringen wäre auch mal eine Idee.
    http://bonz.ch/blog/?p=444
    Liebe Grüsse an den grünsten Blog aus Zürich

  22. Oliver Fritsch schrieb am 21. April 2009:

    Ein nachträgliches Fundstück:
    http://faz-community.faz.net/blogs/einsgegeneins/archive/2009/04/16/jetzt-stuermt-stoiber.aspx

  23. Lena schrieb am 21. April 2009:

    @joshtree: ja, da gibbet auch andere Beispiele von Fußballern und spez. deren Frauen. Auch erlebt.

  24. Thor schrieb am 21. April 2009:

    Fakt 1: prima Artikel!
    Fakt 2: Klinsmann hat in der Tat Fehler gemacht (Lell gegen Messi zu stellen statt z. B. Ze Roberto. Und dann Lell nicht auszuwechseln. Sich viel zu spät gegen Hoeneß beim Thema Torwart durchzusetzen etc.)
    Fakt 3: Das Management hat Fehler gemacht und nicht CL-taugliche Spieler eingekauft. Ãœbrigens: Podolski, Jansen, Sosa und Breno haben zusammen 42 Millionen gekostet! Soviel hat Barca für Marquez, Touret und Henry ausgegeben (Gehälter nicht eingerechnet und beachtet!). Immerhin, das Taktikgenie Jansen und Millieuspieler Podolski sind sie wieder los geworden. Vielleicht klappt das ja mit Breno und Sosa auch…
    Fakt 4: In der aktuellen Vereins-Konstellation (Aufsichtrat redet in die Verpflichtungen rein, Management redet in die Aufstellung rein, Spieler heulen sich ungestraft bei der Geschäftsführung und in den Medien über den Trainer aus etc.) werden die Bayern nie in ein CL-Finale kommen. Denn dafür ist eines nötig: Geduld und alle Macht dem Trainer.

  25. JK schrieb am 21. April 2009:

    @Joshtree: Gähn

  26. tommy schrieb am 21. April 2009:

    Eure Beiträge sind meist gut begründet und fundiert. Aber ich kann ihn einfach nicht mehr grinsen sehen…

  27. The mixed blog schrieb am 27. April 2009:

    Bayern feuert Klinsmann!!…

    „Der Vorstand sah nach den letzten Ergebnissen die Mindestziele für diese Saison gefährdet und hat sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen“
    Mitteilung auf der Website

    Die haben so richtig die Hosen voll. Das ist so herrlich! Wenn es diesem…

  28. Hase schrieb am 28. April 2009:

    Herzlichen Dank für diesen sich absolut positiv abhebenden Artikel unter all dem BILD-Blödsinn.

    Jürgen Klinsmann ist ein top Trainer, menschlich und fachlich für jede Mannschaft eine Bereicherung. Warum man ihm nicht die notwendige Zeit gegeben hat und ihm statt den Rücken zu stärken immer wieder reingeredet und mitbestimmt hat, ist typisch FCB und der Auslöser für all den Krampf. Und nun ist er das grosse Bauernopfer für die Verantwortlichen, denn viel Rückgrat haben diese Herren, die Klinsmann letzten Januar mächtig stolz präsentierten, noch nie besessen.

    Mich freut es unheimlich, dass viele „neutrale“ (also nicht Bayern) Fans Klinsi´s Werdegang und Entlassung beim FCB auch nicht so eindimensional sehen und vielmehr die Vereinsführung und die Mannschaft kritisieren.

    Ich wünsch ihm viel Erfolg für die Zukunft und bin überzeugt davon, dass er uns weiterhin als hingebungsvoller, motivierter und innovativer Trainer begeistern wird.

    Dem FCB würd ich den doch tatsächlich von Fans geforderten Loddar als Trainer mehr als gönnen und das Ganze genussvoll als Aussenstehender verfolgen 😉

  29. Hannnns schrieb am 28. April 2009:

    Was ich schon die ganze Zeit fragen wollte: Wie konnte sich denn Guus Hiddink in den Text verirren? Die Parallelen (ungefähr gleich alt bei derber Europapokalpleite) sind trotz bald darauf erfolgten Rauswurfs sehr, sehr dünn. Zumal Hiddink 1993 bereits drei Meisterschaften, dreimal den nationalen Pokal und den Landesmeistercup mit Eindhoven gewonnen hatte.

    Und noch eine Frage: Halten Sie Jürgen Klinsmann eigentlich für einen guten Vereinstrainer? Kommt nicht so richtig raus. Sie eiern, mit Verlaub, ein wenig rum.

    Trotzdem schöner Text.

  30. Oliver Fritsch schrieb am 28. April 2009:

    Tja, Hannns, ich kann es nicht beurteilen, ob er ein guter Vereinstrainer ist. Man hat ihn nicht machen lassen. Oder: Er hat sich nicht durchgesetzt. Das wollte ich mit dem Text sagen, auch wenn Sie es rumeiern nennen.

    Er hat Fehler gemacht. Aber ich traue ihm zu, daraus zu lernen.

  31. Hannnns schrieb am 28. April 2009:

    Hätte er nicht wissen können, dass der FC Bayern der falsche Verein für einen Trainerlehrling ist?

    Andererseits ist mir schon klar, dass man ein Angebot der Bayern schwerlich ablehnen kann.

  32. Oliver Fritsch schrieb am 28. April 2009:

    Stockholm-Syndrom
    http://www.direkter-freistoss.de/2008/01/18/leidet-jurgen-klinsmann-am-stockholm-syndrom/

  33. Hannnns schrieb am 28. April 2009:

    Danke. „Rumeiern“ bitte nicht persönlich nehmen, der Text hat mir wie gesagt wirklich gefallen. Nur in Bezug auf ihre eigene Meinung blieb er mir zu vage.

  34. Oliver Fritsch schrieb am 28. April 2009:

    Keine Sorge, ich nehme das nicht persönlich. Rumeiern ist ja kein schlechter Zeitvertreib.

  35. Dollie schrieb am 3. Januar 2017:

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  36. http://www.coin-generator.us/ schrieb am 28. Februar 2017:

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