Zwanziger hat uns nahegelegt, aus dem DFB auszutreten
von Oliver Fritsch
Ich hab aus aktuellem Anlass in die Mottenkiste gegriffen und ein paar unveröffentlichte Notizen aus dem Vorjahr hervorgekramt. Im April 2009 trafen sich Teile des DFB-Präsidiums mit Norbert Bauer und Reiner Grundmann, zwei Vorsitzenden von Gelsenkirchenern Amateurvereinen. Bauer und Grundmann hatten gegen den neuen Bundesliga-Spielplan protestiert, der ein Sonntagsspiel um 15.30 Uhr vorsieht. Grundmann hat mir von dem Treffen erzählt: (Weiterlesen …)
Gestern sollte die Meldung die Runde machen, dass der DFB ein Interview mit dem 54er Weltmeister Horst Eckel in der Wochenzeitung Junge Freiheit zensiert habe. Angeblich weil die Junge Freiheit in der Vergangenheit kritisch über Theo Zwanziger berichtet habe. So steht es in der Pressemitteilung der Zeitung (Weiterlesen …)
Es ist widersprüchlich, wie Theo Zwanziger in den zwei verschiedenen Rechtsfällen argumentiert. Im Streit mit Jens Weinreich begründete er seine Klage so: „Beim Stichwort Demagoge denke ich an Goebbels.“ Oder „Weinreich nimmt die Deutung Volksverhetzer billigend in Kauf.“ Sein persönliches Empfinden ging ihm über die Meinungsfreiheit eines Kritikers (Weiterlesen …)
Provokation gegen Zwanziger – Amerell macht den Weinreich
von Oliver Fritsch
Ein kurzes Update in der Schiedsrichteraffäre – (dogfood würde sagen:) Manfred Amerell hat gestern Jehova gesagt! „Demagogische Aussagen“ wirft er Zwanziger laut Spiegel Online vor. „Dafür kann er mir ruhig wieder seine Anwälte auf den Hals hetzen.“ Maximale Eskalation scheint Amerells Ziel zu sein, man erinnere sich an die Veröffentlichung der Anti-Bayern-Mail Michael Kempters. Amerells Anwalt Jürgen Langer hat mir vor rund sechs Wochen am Telefon gesagt, dass Amerell die Sache „im Gegensatz zu Jens Weinreich“ juristisch bis zum Ende durchziehen werde (Weiterlesen …)
DFB-Gerichtsstand: Kempter punktet gegen Amerell
von Oliver Fritsch
Wir sollten einen Zähler einrichten. Gestern hat Michael Kempter vor dem Landgericht Köln eine Einstweilige Verfügung gegen Manfred Amerell erwirkt, der am Tag zu vor eine Einstweilige Verfügung gegen Theo Zwanziger durchsetzen konnte. Amerell darf demnach keine privaten SMS oder E-Mails Kempters mehr veröffentlichen. Zudem ist ihm untersagt zu behaupten, der DFB habe Franz-Xaver Wack Einsicht in „ganze Akten“ gewährt. Erstritten hat diese Entscheidung der Medienanwalt Christian Schertz, der seinerseits vorgestern eine Niederlage vor Gericht einstecken musste (Weiterlesen …)
Amerell siegt vor Gericht, Zwanziger wird empfindlich getroffen, Niersbachs Heimspiel
von Oliver Fritsch
Die Schlacht geht weiter. Einen Punktsieg landete gestern Manfred Amerell, der vor dem Landgericht Augsburg eine Einstweilige Verfügung gegen Theo Zwanziger erstritt. Zwanziger darf die Beziehung zwischen Amerell und Michael Kempter nun nicht mehr mit den Missbrauchsfällen anderenorts, etwa in der katholischen Kirche, in reformpädagogischen Internaten oder bei den Regensburger Domspatzen vergleichen (Weiterlesen …)
Zwanzigers entlarvende Selbsterhöhungen
von Oliver Fritsch
Ein neues Zitat beschert Theo Zwanziger weitere Kritik. Nach seinem 47:0-„Sieg“ am Freitag lobte er sich mit Blick auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und in Internaten selbst: „Schauen sie doch mal, was derzeit in anderen Lebensbereichen abläuft. So ein System ist dank des Mutes von Herrn Kempter bei uns aufgedeckt worden. In anderen Bereichen stellt man fest, dass sich die Menschen erst nach vierzig Jahren melden.“ Mich erinnert diese Selbsterhöhung an den Hinweis Zwanzigers in der Weinreich-Affäre, in Yad Vashem gewesen zu sein. Was ihn zu einem hellsichtigeren Menschen macht und, wenn ich ihn richtig verstanden habe, in seiner Sicht auch zu einem besseren. Der sich dann auch mehr rausnehmen kann, etwa den haltlosen Vorwurf an Jens Weinreich, ihn in rechtsradikale Nähe bezichtigt zu haben. Yad Vashem als Freibrief – entlarvend (Weiterlesen …)
Schiedsrichter-Affäre: Amerell wirft Zwanziger Günstlingswirtschaft vor
von Oliver Fritsch
Ich hatte gerade von dem Gerücht erfahren, gestern hat Manfred Amerell den Vorwurf publik gemacht: Günstlingswirtschaft. Markus Wingenbach, seit Februar Bundesligaschiedsrichter, entstammt dem selben Verein wie Theo Zwanziger. Angeblich soll er bei seinem bislang letzten Karriereschritt bevorzugt worden sein, behauptet Amerell im DSF (hier das Video von sport1): „Er stand punktgleich an vierter Stelle mit einem weiteren Schiedsrichter. Es gab also noch drei vor ihm. Der vierte und der fünfte waren punktgleich. Es wurde also ein Schiedsrichter nach oben katapultiert, der nach den Beobachtungskriterien nicht an erster Stelle war.“ Zu diesem Thema lies american arena im November 2008 (Weiterlesen …)
DFB-Affäre: Rücktrittsgerüchte, Anzeigen, SMS und andere heikle Dinge kurz vor der WM
von Oliver Fritsch
Das melden Agenturen und andere Quellen heute: Manfred Amerell hat am Landgericht München Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt. Schiedsrichterboss Volker Roth, den Sport Inside gestern in Schwarz-Weiß abdunkelte, könnte noch diese Woche zurücktreten oder dazu bewogen werden. Die Fifa verbietet Michael Kempter bis auf weiteres, Länderspiele zu pfeifen (was er bislang ohnehin noch nicht tat) (Weiterlesen …)
DFB will mit Kempters Bayern-Mail vom Amerell-Skandal ablenken
von Oliver Fritsch
Bekanntlich bleibt in einem Rosenkrieg zuerst die Wahrheit auf der Strecke. Offenbar vergaß das der DFB in seiner „Aufklärungsarbeit“, dieser Eindruck scheint sich im Amerell-Fall zu verfestigen. Andererseits gibt es noch immer sehr viele offene Fragen, Flanken, Einwände: Etwa sollte man aus den veröffentlichten Mails nichts Voreiliges und Eindeutiges schließen. Nur weil sie zu der Zeit, an dem sie Michael Kempter verfasste, Einvernehmen zu belegen scheinen, schließt das den ursprünglichen Vorwurf (sexuelle Nötigung) nicht aus. Einvernehmen im Oktober 2008 heißt nicht Einvernehmen zu jeder Zeit. Auch in Ehen wird vergewaltigt (Weiterlesen …)
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