direkter-freistoss.deNicht-anonymes Fußball-Blog 

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Stefan Brink vom rheinländischen Datenschutz hat mich diese Woche angerufen und mir von seiner fortgesetzten Recherche in Sachen Sky-Angebot (siehe hier und hier) erzählt. Der DFB habe in der Zwischenzeit auf Drängen des hessischen Datenschutzes nachgebessert und die Vereine darauf hingewiesen, dass sie die Einstimmung ihrer Mitglieder brauchen, wenn sie deren Daten weiterleiten (Weiterlesen …)

Telefonat mit Stefan Brink, dem Leiter des Bereichs Privater Datenschutz beim Landesdatenschutzbeauftragten Rheinland-Pfalz, über das Angebot des DFB an die Amateurvereine, einen Vertrag mit Sky zu schließen (siehe direkten freistoss vom 12.8.). Dieser Vertrag erlaubt Vereinen einen Rabatt auf Sonntagsspiele der Bundesligen. Im Gegenzug sieht er vor, dass Vereine Mitgliederdaten zu Werbezwecken weiterleiten (Weiterlesen …)

„In der Sportschau wollen die Leute nicht so lange bequatscht werden, am Sonntagabend ist das anders.“ Darauf hofft Reinhold Beckmann, einer von sieben Moderatoren, die ab 2. August im Wechsel sonntags um 21.45 Uhr den renovierten Sportclub des NDR präsentieren. „Hintergründig“ solle die Sendung werden, die bisher um 22.45 Uhr startete, sagt Beckmann (Weiterlesen …)

Oliver Fritsch Mutter Teresa gegen Obama

von Oliver Fritsch

Die Reaktion Uli Hoeneß‘ auf die Klinsmannsche Verteidigung blieb nicht aus. Im DSF-Doppelpass parierte Hoeneß die bemerkenswert offensiven Attacken seines Ex-Trainers. „Das Verhältnis zwischen Jürgen und der Mannschaft war nicht so, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wurde“, begründete er die Entlassung. Und wenn selbst Philipp Lahm nun austeilt („Wäre Jupp Heynckes das ganze Jahr da gewesen, wären wir Meister geworden“), ist dem wohl nur beizupflichten. Klinsmann hatte bei Jauch gesagt, dass ihn Spieler nach der Entlassung angerufen hätten, um ihm ihr Bedauern und ihr Unverständnis mitzuteilen. Hm … wer das wohl gewesen sein mag? (Weiterlesen …)

Ein bemerkenswertes Interview hat Jürgen Klinsmann Günther Jauch in Stern TV gegeben. Bemerkenswert, weil Klinsmann bislang alle Angriffe über sich ergehen lassen hatte. Und Klinsmann musste einige Angriffe über sich ergehen lassen – als Bayern-Trainer und, noch mehr, als Nationaltrainer. Doch diesmal hat er sich gewehrt, wenn auch diplomatisch verpackt und ohne persönlich zu werden (Weiterlesen …)

gclobes Auch Symbolik hat Bedeutung

von Günter Clobes

Es gärt an der Fußballbasis. Doch wird aus Wut auch alles gut? In der Frage der neuen Anstoßzeiten in der Bundesliga am Sonntag machen die Amateurvereine zaghaft, aber trotzdem deutlich mobil.

Im Fußballkreis Gelsenkirchen/Gladbeck/Kirchhellen etwa hat es auf dem Staffeltag soeben ein erstes Signal gegeben. 39 von 52 Vereinen haben sich dafür ausgesprochen, zum Auftakt der Rückrunde in den Kreisligen am 1. März nicht anzutreten. Eine Entscheidung soll diese Woche fallen. Selbst wenn die „Rebellen“ die Erfolgsaussichten ihrer Aktion nicht als sonderlich hoch einschätzen, zeigt das ganze erneut die Kluft, die zwischen DFB und seinen Mitgliedern an der Basis weiter wächst.

Wenn der DFB glaubt, das auf die DFL abwälzen zu können, wäre er auf dem Holzweg. Erstens ist er an der Entstehung der DFL – sagen wir’s einmal freundlich – nicht ganz unbeteiligt; zweitens saugt er selbst – nochmals freundlich – ziemlich viel Honig aus dieser Rechte- und Verwertungsorganisation; und drittens – jetzt nicht freundlich – steht er seinen Mitgliedern gegenüber in einer Verantwortung, die nicht nur in Festreden und Kampagnen zum Ausdruck kommen darf. Wenn es dem DFB ernst ist, eine wichtige gesellschaftliche Rolle zu spielen („Wer holt die Kinder von der Straße?“), dann muss er sich auch um die Anliegen, wenn nicht sogar Not derer kümmern, die die tatsächliche Arbeit auf der lokalen Ebene machen. In diesem Falle hätte das mindestens bedeutet, die Frage der Sonntagsspiele in der Bundesliga höher zu hängen und Einfluss auf die DFL zu nehmen. Sich jetzt nur wegzuducken und auf den Abzug des Gewitters zu hoffen, ist eine riskante Strategie. Auch wenn die Ausstandsdrohung in Gelsenkirchen und Umgebung jetzt vielleicht erst einmal nur symbolisch erscheint, ist Obacht geboten. Denn wenn die Basis nicht mehr will, ist selbst die mächtigste Organisation irgendwann gefährdet.

René Martens Der DFB und die Dead Kennedys …

von René Martens

… gehören ja normalerweise nicht in einen Text, aber meine erste Assoziation zu den Artikeln über die Planungen des DFB, die Fernsehgelder für die Vereine der Regionalliga radikal zu reduzieren, war der Refrain dieses Songs (in dem es selbstverständlich um etwas ganz anderes geht). Der DFB und seine Anti-Amateur-Politik – es könnte ein Dauerthema werden.

René Martens Dr. Z. und die Amateure

von René Martens

Was dem undemagogischsten DFB-Präsidenten aller Zeiten und seinen Männern fürs Grobe in den letzten Tagen ja ganz nebenbei auch gelungen ist: Der Auslöser für 20 Cents Abgang bei der Diskussion in Gießen ist etwas aus dem Blick geraten. Es ging um die Frage, welche Folgen die ab der Saison 2008/09 geplanten Erst- und Zweitliga-Anstoßzeiten für den Amateurfußball haben. Wobei man vielleicht präzisieren sollte, dass unter dem Irrsinn (zweimal 2. Liga samstags um 13 Uhr, einmal 1. Liga sonntags um 15.30 Uhr) auch die Profi- und Quasiprofi- und Halbproficlubs in der 3. und 4. Liga zu leiden haben. Es ist doch offensichtlich: Unterhalb der 2. Liga wird es Einnahmeeinbußen geben, was wiederum mit sich bringt, dass Sponsoren schwerer zu gewinnen sein werden, was weitere finanzielle Probleme nach sich zieht (Weiterlesen …)

Vor allem während der EM ist der ARD-Reporter Tom Bartels gelegentlich gepriesen worden, und unabhängig davon, ob nun jedes Loblied berechtigt war, bleibt festzustellen: Er hat dazu beigetragen, dass die ARD im Sommer ein besseres Bild abgab als jener Sender, der Wolf-D. Poschmann und Thomas Wark auf der Gehaltsliste führt. In der ARD hat Bartels wohl vielerorts Fans: Wie vorher Reinhold Beckmann und Gerhard Delling (Dellings Woche, WDR Fernsehen) und beim ZDF Johannes B. Kerner stößt Bartels nun ins Reich von Unterhaltung, Talk und Infotainment vor (Weiterlesen …)

Im Sog der Wirrungen und Irrungen, den das Bundeskartellamt zum DFL-Vermarktungsmodell erzeugt hat, feiern ganz schauderliche Dinge fröhlich Urständ (für die Jüngeren: tauchen ziemlich uncoole Sachen wieder auf). Allein die Vorstellung, dass RTL (zur Erinnerung: einst aktiv mit „Anpfiff“, die längste Fußballsendung ohne nennenswerten Fußballanteil) möglicherweise den Kopf wegen der Kurzzusammenfassung der Bundesliga im Free TV heben könnte, war schon sehr, sehr speziell. Ich sah Uli Potofski und Burkhard Weber wieder vor meinem geistigen Auge und war nicht wirklich amused.

Noch schlimmer, weil sehr viel realer ist nun aber die Wahrscheinlichkeit, dass noch einer der alten Fernsehfußballsündenfälle zurückkommt. Sat.1, das ZDF unter den Privaten, erwägt – so will es jedenfalls der „Spiegel“ wissen -, seinen Fußballclaim mit „ran“ wiederzubeleben. Hintergrund ist (Gott sei dank und Glück gehabt) nicht die Bundesliga, sondern die Champions League und der Uefa-Cup, für die sich ProSiebenSat.1 die Rechte an den nächsten drei Spielzeiten gesichert hat. Ob das dann unter dem Titel „ran“ laufen wird, steht noch nicht fest; allerdings – so der „Spiegel“ weiter – „habe (die Zuschauerforschung) aber gezeigt, dass die Marke noch immer positiv bewertet werde.“ Wen haben die denn da gefragt? Fußballfans? Oder eher die Kreativen aus den Media- und Werbeagenturen?

Sei’s drum. Angenommen das käme so mit „ran“, was hätten wir als Fans davon? Um das dann zu stemmen, bräuchte es natürlich Personal. Will man auf das alte „ran“-Niveau zurück, eröffnen sich für uns großartige Perspektiven. Entweder sie holen Beckmann und Kerner, aber auch Steffen Simon und Monica Lierhaus wieder aus dem öffentlich-rechtlichen Dschungel zurück (mit so was kennt sich ProSieben ja aus); nur einer dürfte zurzeit nicht wirklich in Frage kommen: Wilfried Mohren. Oder sie halten sich am DSF oder an Premiere schadlos, indem sie Uli Köhler und Jörg Dahlmann erneut auf die pay roll nehmen. Sollte das alles nicht klappen, kann man ja immer noch die alten Kämpen Jörg Wontorra, Oliver Welke, Lou Richter und sogar Gabriele Papenburg fragen. Heißa, was wäre das für eine Show!

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