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Oliver Fritsch Kroatien-Deutschland 2:1

von Oliver Fritsch

Selten hab ich mich bei einem Länderspiel so aufgeregt. Vermutlich hat nur Griechenland in diesem Turnier schlechter gespielt als die Deutschen heute. Die Abwehr anfällig, das Mittelfeld ballunsicher und passungenau, der Sturm nicht in der Lage, sich von den Gegenspielern zu lösen. Und wenn man das Match Österreich gegen Polen einbezieht, muss man festhalten, dass in dieser Gruppe nach zwei Spieltagen nur die Polen einen schwächeren Eindruck hinterlassen haben als die DFB-Elf.

Jansen ist kein Abwehrspieler, darf eigentlich nur als linker Verteidiger eingesetzt werden, wenn es in erster Linie aufs Stürmen ankommt. Für Podolski geht’ erst dann los, wenn er den Ball hat. Sein Spiel ohne Ball ist amateurhaft, da hat er eine extrem lange Leitung. Gut, das Tor hat er gemacht, aber das 0:2 hat er mitverschuldet. Was ist denn so schwer daran, auf den ballführenden Gegner draufzurennen und die Flanke zu erschweren? Ballack ist am weitesten von dem entfernt, was er bringen könnte. Auch Frings und Lahm allenfalls nur Mittelmaß. Klose und Gomez finden schwer zueinander und haben sich keinen Raum verschaffen können. Schweinsteiger hat sich wenigstens wie ein Flügelspieler bewegt und hatte demzufolge zwei bis drei gefährliche Szenen. Aber was soll denn diese Tätlichkeit? Das Foul Lekos war doch harmlos. Vielleicht hätte auch Gelb genügt, aber beschweren sollte man sich nicht.

Gegen die Kroaten kann man ja verlieren, auch wenn die grauen Bundesliga-Mäuse Kovac und Simunic für sie innenverteidigen und man in ein paar Szenen erkennen konnte, dass sie sich schlecht auf (präzise) lange Bälle einstellen. Aber das war ein sehr uninspirierter, leb- und druckloser Auftritt der deutschen Elf. Ich will weiß Gott nicht schwarz malen, aber das Finale ist sehr weit weg. Und gegen diese Abwehr können auch die Österreicher Tore schießen.


Kroatien – Deutschland 2:1 – MyVideo

Was meinen Sie zu dem Spiel? Nur ein Ausrutscher? Gab es einen Lichtblick, den ich übersehen habe? Kann Lehmann auch mal einen Ball festhalten? Ist Löw halt doch kein Klinsmann? Ihre Meinung interessiert mich. Nehmen Sie teil an unserer Krisensitzung!

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79 Kommentare

  1. Schejtan schrieb am 12. Juni 2008:

    das kommt halt davon, wenn man nach der gruppenauslosung schon solche sprüche bringt wie:”der erste schwere gegner kann ja erst im finale kommen”. ich hoff mal auf einen sieg österreichs, wer so arrogant ist, hat es nicht anders verdient, als in der vorrunde auszuscheiden.

  2. drsoccer schrieb am 12. Juni 2008:

    Hm, hatte mich schon gefragt, warum die Spielkommentierung so lange auf sich warten ließ – offenbar musste die Generalkritik sorgfältig formuliert werden. Ein schlimmes, zutreffendes Urteil.

    Ich frage mich ja, ob sich die Löw-Truppe durch Über-Information und -Vorbereitung selbst verwirrt hat? Sportlich ist die desolate Leistung des vermeintlich anti-mausgrauen Mittelfeld-Duos Ballack/Frings ja kaum zu erklären. Ist Gomes von den Wechselgerüchten irritiert (und wird er the next Jan Schlaudraff)? Sind Klose und Podolski gedanklich noch in Polen? Und auch Herr Löw: was sollte dieser seltsame Odonkor-Wechsel? Ist Neuville als Joker nicht adäquater als Kuranyi? Wo war die taktische Anpassung auf den Gegner?

    Oder führen Löw, Bierhoff, Siegenthaler und Co. alle an der Nase herum, weil ein (virtueller) Viertelfinalsieg über Portugal wahrscheinlicher ist als ein (noch virtuellerer) Halbfinalerfolg?

    Freue mich jedenfalls morgen auf die nächsten Auftritte in Gruppe C (auch wenn das vermutlich längst nicht so glamourös wird, wie viele glauben). In der Tat, ein tolles Turnier. Und jetzt kommt auch noch Freitag, der dreizehnte…

  3. ruppI1 schrieb am 13. Juni 2008:

    Ein zutreffender Kommentar von Oliver Fritsch. Bis auf vielleicht die Einschätzung, daß das Finale weit weg ist. Es war niemals in der Nähe.

  4. nedfuller schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich bin erschrocken heute morgen aufgewacht und dachte, Deutschland hätte gegen Kroatien verloren…

    Und dann auch noch zurecht…

    Persönlich hat mir die Einstellung nicht gefallen. Gegen Polen war immerhin zu spüren, dass die Mannschaft was bewegen will.
    Wir haben derzeit eben nicht die besten Fussballer Europas. Aber durch “högschde Disziplin” konnten wir das ausgleichen.
    Nun die Ösis wegputzen und im Viertelfinale gegen Portugal ran.

  5. Oliver Fritsch schrieb am 13. Juni 2008:

    Lese gerade auf bild.de, dass Podolski unser bester Mann gewesen sein soll. Die haben echt keine Ahnung von dem Spiel. Keinen Schimmer! Nicht einen Funken! Bloß, weil er das Tor geschossen hat, oder was? Podolski hätte zur zweiten Halbzeit ausgewechselt gehört oder in die Spitze versetzt. Nein, schon viel früher.

  6. Dirk schrieb am 13. Juni 2008:

    Erschreckend ist meiner Meinung nach der Vergleich WM 2006 – EM 2008.

    Es sind doch im großen und ganzen die selben Spieler wie vor zwei Jahren, die zwar auf ihren Positionen nicht zu den besten der Welt gehören (2-3 Ausnahmen), die aber als Mannschaft zu großen Leistungen fähig sind. Auch heute.

    Das klappt aber schon lange nicht mehr, ich habe eigentlich seit einem Jahr Zweifel, denn mir fehlt die Entschlossenheit und der Wille. Stattdessen baut alles auf “Ordnung, Ordnung, Ordnung” auf.

    Die folgenden 2 Punkte stören mich sehr an der Arbeit von Löw:
    1. Löw ist nicht gewillt, 100% auf das Leistungsprinzip zu setzen. Lehmann ist nicht mehr der beste Torwart, dieses Thema hätte man im Winter lösen müssen. Klose wird noch in 100 Jahren spielen, obwohl der eine riesige Angst vorm Torschuss hat. Was ist denn das für eine Stürmerkarikatur, der nur noch abspielt?
    Unter Klinsmann sind alle an ihre Leistungsgrenze gegangen, jetzt kann man das nicht behaupten, und da sehe ich den Trainer in der Verantwortung.
    2. Löw ist in seiner Taktik nicht flexibel. Die Kroaten haben uns im Mittelfeld dominiert und was fällt Löw ein? Odonkor einzuwechseln. Das ist für mich die schlechteste Einwechslung in den letzten 25 Jahren. Odonkor kann man bringen, wenn man im Mittelfeld ein Übergewicht hat und dann Odonkors Schnelligkeit nutzen will, um noch mehr Gefahr zu erzielen. Wenn man aber eh im Mittelfeld einen schweren Stand hat, bringt doch der zweikampschwache Odonkor überhaupt nichts! Ist es vielleicht so, dass Löw nichts eingefallen ist und er dann das Polenspiel 2006 kopieren wollte?

    Meine Hoffnung ruht nur darauf, dass die Mannschaft unabhängig vom Trainer selber den Hebel umlegen kann, aber dieser Impuls kann nur von Ballack ausgehen (alle anderen sind entweder mit sich selber beschäftigt oder haben keine Führungsqualitäten) und Ballack selber tut sich auch schwer mit so einer Rolle.

    Na ja, vielleicht bin ich zu sehr Pessimist, aber es regt mich nun mal auf!

  7. ckwon schrieb am 13. Juni 2008:

    Wahrscheinlich hat Poldi dem BILD-Reporter irgendwelche tollen Infos gesteckt…

    Ballack und Frings sind in ebiden Spielen so sehr mit Löcher stopfen beschäftigt gewesen, dass die gar nicht zu ihrem eigenen Spiel kommen. Und da es zuviele Löcher sind, sieht es auch immer so aus als wären sie zu spät…

    Fällt schwer, einen Spieler der Deutschen zu nennen, der gestern gut war. Von Weltklasse waren die alle weit weg. Vielleicht hat daher die BILD-Redaktion auch gelost.

  8. farookh schrieb am 13. Juni 2008:

    @Schejtan:

    Kein Spieler oder Trainer der Nationalmannschaft hat je gesagt, dass “der erste schwere Gegner erst im Finale kommen kann”; das waren nur die “Medien” und die “Fans”.

    Die Leistung gestern war natürlich sehr enttäuschend, dafür ist jetzt jegliche Form von Selbstüberschätzung sehr viel unwahrscheinlicher geworden. (positiv denken!)

  9. Jonathan schrieb am 13. Juni 2008:

    Löw:
    Okay, Löw ist vielleicht nicht der Motivator, wie Klinsmann, aber man sagte ihm zumindest nach in seinen fachlichen Entscheidungen auf der Höhe zu sein. Es war klar, dass gegen Kroatien mehr Kampf-Kraft gefragt ist, deswegen wäre von Anfang an Schweini für Poldi die bessere Wahl gewesen. Auch in der defensive wäre zum Beispiel Westermann auf aussen eine defensive Alternative.
    Aber gut, hinterher ist es einfach, schlau zu machen. Wirklich absolut unverständlich ist für mich aber die Einwechslung (und auch die Nominierung)Odonkors. Odonkor ist höchstens als Waffe einsetzbar, in einem Spiel, das man bereits mehr oder weniger beherrscht. Aber wie bitte, soll er den Umschwong bringen? Das war dann höchstens durch Schweinsteiger ein wenig zu spüren. Nach seiner Einwechslung trug er einige Male den Ball energiereich nach vorne und einige Male bei deutschem Ballbesitz sprintete er auch mal ohne Ball um Räume zu erarbeiten (auch beim Tor, wo er Aufstand und an Poldi vorbei sprintete, und so den Verteidiger auf sich zog). Das hatte man bis dahin noch von keinem Spieler gesehen.
    Das Ballack und Frings sich kaum offensiv einbringen konnten, mag sein. erschreckend war es trotzdem, wie wenig sie auf dem Platz präsent im Sinne von Führungsspielern waren. Die entscheidenden Zweikämpfe, die Frings sonst so oft souverän gewinnt, endeten oft in Fouls. Und Ballack wusste selten was mit dem Ball anzufangen…

  10. ammersee schrieb am 13. Juni 2008:

    Am ehesten finde ich es erschreckend, dass Kroatien in alle drei Pflichtspielen 96, 98 und 08 fast die selbe Taktik angewendet hat und es jedes mal funktioniert. Außerdem war mind. eine gelbe Karte für Schweinsteiger eigentlich auch schon vor dem Spiel klar – wahrscheinlich gehen ihm auch im 100sten Länderspiel immer noch leicht die Nerven durch – da braucht es einen wirklich guten “menthal Drainer” Zumindest habe ich jede Menge SMS aus Kroatien erhalten, die glauben noch an das Halbfinale gegen Deutschland.

  11. Mirkoci schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich fand den Sieg gegen Polen schon alles andere als “klar” (Artikel vom 9.6.): Bei einem ‘leistungsgerechten’ Spielverlauf hätte Polen zwischen der 30. und 70. Minute mindestens den Ausgleichstreffer erzielen müssen, die Endphase wäre für die Deutschen dann bei weitem nicht so gemütlich abgelaufen…

    Auch wenn von allen Seiten sofort nach dem Spiel widersprochen wurde: ich fand, dass die Deutschen (nach der ersten halben Stunde) einen müden Eindruck hinterließen, deshalb anschließend passiv und energiesparend spielten. Ganz so wie Bayern München über weite Strecken der Rückrunde und im UEFA-Cup.

    Ich hole nur deshalb so weit aus, weil ich davon überzeugt bin, dass die körperliche Verfassung auch im Spiel gegen Kroatien entscheidender war als etwaige taktische Defizite. Dass Metzelder langsam, Jansen überfordert, Podolski fragwürdig, Gomez stumpf etc. ist – vielleicht alles keine so große Überraschung. Aber dass das Mittelfeldduo Ballack/Frings derart passiv, langsam, lustlos und geistesabwesend spielt ist mehr als nur verwunderlich.

    Ich spiele dann so, wenn ich bereits bei Spielbeginn weiß, dass ich in einem körperlich schlechten Zustand bin, kaum über Reserven verfüge und die Hoffnung hege, mich routiniert 90 Minuten durchwursteln zu können.

    Lange Rede kurzer Sinn: Nach den Ergüssen von Selbstlob über die optimale Turniervorbereitung habe ich inzwischen starke Zweifel, ob die Mannschaft tatsächlich auf den Punkt fit wurde.

  12. ringo schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich war gestern im Stadion und kann Oliver Fritschs Urteil nur zustimmen. Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass mich nicht nur die Lämung auf dem Platz erschreckt hat, sondern auch die Reaktion des Trainerstabs. Wie kann man Odonkor schon zur Halbzeit bringen? Die rechte Seite war damit zwar nicht mehr ganz so offen wie in der 1.HZ, aber nach vorne ging rein gar nix mehr. Ich möchte aber einen Spieler schon noch loben: Lahm hat sich sehr bemüht und gerade in der 2.HZ wenigstens versucht, Druck nach vorne aufzubauen.

    Fast die besten Szenen gab es ja dann zwischen Lahm und Herrn Schweinsteiger. Aber diese Alternative hat unsere Nummer 7 sich ja selbst zerstört.

  13. busch-Man schrieb am 13. Juni 2008:

    Werte Herren,

    es kann ja wohl Euer aller Ernst sein, dass die sehr gute Arbeit von Yogi Löw & der DFB-Auswahl der letzten zwei Jahre hier nach einem einzigen miesen Kick komplett in Frage gestellt wird. Ich bin sicherlich kein Freund der Bild-Zeitung – sogar das absolute Gegenteil davon – aber momentan ist es mir lieber, Poldi zum besten Spieler zu küren, anstatt sinnentleert auf alles einzuprügeln, Herr Fritsch. Versuchen sie es doch Mal ein bisschen differenzierter – das täte auch den versammelten Kommentatoren nicht schlecht! Noch ist nix verloren, so ein Debakel kann das Team auch richtig zusammenschweißen …

  14. Max Diderot schrieb am 13. Juni 2008:

    Behäbigkeit dein Name ist Deutschland.
    Am Tag als die Kanzlerin einige Personen zum Vorbild für ihre Bildungs- und Leistungspolitik erkor, darunter auch zahlreiche Fußball-Nationalspieler, demonstrierte die deutsche Mannschaft eindrucksvoll, welche Sackgassen sich auftun, wenn Engagement und Wille obsolet sind.
    Ich würde aber jetzt nicht so weit gehen, wie es einige Vorredner tun, alles in den Orkus der Fußballentwicklung zu schmeißen. So ein Turnier dokumentiert eine Art Querschnitt. Und schlechte Tage zählen halt genau so dazu wie die überdurchschnittlichen.
    Die Kroaten waren die verdienten Sieger, weil sie eine Art Antizipationsfußball spielten. Sie waren ihren Gegnern immer um den berühmten einen Tick voraus, und erkannten früh das oder die Vorhaben der deutschen Mannschaft.
    Sidekick: Wird es demnächst für Fußballer eine Ästhetik-Beratung geben? Und bin ich der einzige, dem es missfällt, wenn Kicker ihre Stutzen bis in die Leiste hochziehen. Demonstrativ würde ich diversen Herren einen undotierten Vinnie-Jones-Preis verleihen wollen.

  15. Oliver Fritsch schrieb am 13. Juni 2008:

    Die sehr gute Arbeit von Löw in Frage stellen?! Sinnentleert auf alles einprügeln? Tun wir das? Das Spiel war mies, und das sagen wir. Heißt ja nicht, dass an der EM alles vorbei ist. Aber Zweifel sind nun mal angebracht.

  16. hidegkuti schrieb am 13. Juni 2008:

    Matthias Sammer hat mal gesagt -Wir Deutschen haben keine Ahnung von Taktik-.Nach dem gestrigen Spiel ,unabhängig von -Löw´s -toller Serie <bis gestern< kann man ihm nur beipflichtn. Oder vllt haben nur Löw,Flick,Siegenthaler Nachholbedarf.Ein Em od.Wm-Qu.Spiel zu gewinnen ,wo jeder Verband seine Spieler aus der laufenden Serie zu den jeweiligen Spielen schickt, ist halt was anderes,als wenn man vor einem Turnier 3-4 Wochen zusammen lebt,und die neuralgischen Probleme trainiert.Da hätte dann die Scoutabteilung,des Dfb feststellen können,(welche die Kroaten die letzten 11-Monate glaube ich beobachtete),was die zu Spielen gedenken-nämlich nicht´s anderes als “Deutsch”.Sie haben genau das gezeigt was uns früher ausgezeichnet hat.Erstens haben sie mehr investiert,waren läuferisch stärker,und über ihren taktischen Vorteil muß man kein Wort verliern.Zum zweiten Mal sind wir so richtig “verars….t” worden ,und vor der Fussball-Welt blamiert.Als Lippi 06 entgegen aller ital.Gepflogenheiten in der Verlängerung 2 Stürmer bringt,+ einen Stürmer in der 74.Min ,und angeblich Löw mit ( beim Stand von 0:0) mit Odonkor ,Schweini,Neuville antwortet und- dies bei eindeutigen Konditionellen problemen -die unübersehbar waren ,hat man das noch in der allg. Euphorie vllt vergessen,obwohl der Anti-Kick gegen Argentinien noch evident war.Billic hat aus den Spielen 96 und 98 mehr gelernt als L,F und Siegenthaler zusammen.Die Achillesferse der Kroaten die Inn.Vert. entpuppte sich neben allen Mannschaftsteilen zur Sicheren Nahtstelle,die den 35 Mio.Mann Gomez immer einen Schritt vorraus waren. Klose war so grenzwertig -unglaublich-.Diese ganzen “modernen -neuen ” Trainingsmaßnahmen denen ja tw. alt gediente Dfb-Mitarbeiter zum Opfer fielen, haben mir in diesem zweiten “Big-Point” -Spiel auch nicht gezeigt (nach Italien 06) das man eine Mannschaft wenn schon nicht spielerisch dann wenigstens konditionell stellt.Mannschaftsteile(MV-Frings,Ballack) waren nach 60.Min Tod.Nicht die Kroatische Innenvert.ist anfällig unsere ist es.Mehr noch :international ist sie Durchschnitt.Ein Villa od.Van Nistelroy hätte es nicht so gnädig gemacht.Ein System war nicht erkennbar ,außer das der Taktikfuchs-Löw- Odonkor -RV-spielen läßt,und er 45 -Min braucht um zu sehen,das Podlski -Jansen nicht geht.Was sieht er im Training??.Aber vllt sieht er sich ja als neuen Ferguson der ja ang. nur trainieren läßt ,und die Mann.aufstellt.Bloß ist Alex Ferguson schon etliche Male Meister etc. geworden.Wenn wir gegen Österreich nicht,das Glück des ersten Tores haben ,und Hicke gestern genau zugeschaut hat,dürfte Löw Geschichte sein.

  17. Largo schrieb am 13. Juni 2008:

    Zu dem schlehten Spiel kam auch noch der noch schlechtere Kommentator vom ZDF hinzu. Der hat das Spiel einem entgültig versaut.
    Wann wird der eigentlich endlich mal ausgewechselt?

  18. pit schrieb am 13. Juni 2008:

    Ja, es war einfach nur schlecht…aber jeder der selbst Fussball spielt, weiß, dass es diese Tage gibt, an denen man sehr gut vorbereitet ist, sich gut fühlt, auch vom Kopf her richtig eingestellt ist, aber dann trotzdem die Sch… am Fuß hat, kein Pass gelingt, man nicht richtig steht, in keinen Zweikampf kommt, Bälle unterschätzt…ich finde, man sollte jetzt trotzdem nicht gleich alles in Frage stellen und alles gleich wieder schlecht reden. wir sind ja schließlich noch nicht ausgeschieden. besser jetzt ein schlechtes spiel als im viertelfinale!wir hauen am montag die österreicher weg und dann im viertelfinale portugal!

  19. Michael Pöppl schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich schließe mich weitgehend Oliver Fritschs Kritik an, da gibt es kein Deuteln und Interpretieren. Die Auswechslungen zeugten von Hilflosigkeit. Was mir noch auffiel ist, dass die gesamte Mannschaft, vor allem Marcel Jansen, von Anfang an völlig verunsichert schien. Man könnte auch sagen, es sah schwer nach “die Hosen gestrichen voll” aus. Die ganze Körperhaltung der Spieler sprach dafür.

  20. Saffti schrieb am 13. Juni 2008:

    Löw macht den gleichen Fehler wie einige seiner Vorgänger: Er stellt nicht nach Leistung auf, sondern belohnt vergangene Verdienste: Klose und Metzelder gehören einfach nicht in die erste Elf. Jansen stand gestern wohl nur im Team, weil es halt auch gegen Polen mit ihm gut ging. Aber gerade die linke Seite ist doch für jeden Gegner eine Autobahn: Poldi, der nicht weiß, wie man nach hinten arbeiten kann, und Jansen, der es im Prinzip auch nicht richtig kann. Die Aufstellung mit zwei Stürmern (die beide überhaupt nicht mitspielten) plus Poldi war viel zu offensiv – und trotzdem sprangen so gut wie keine Chancen heraus, weil auch aus dem Mittelfeld gar nichts kam. Die Einwechslung von Odonkor war taktische Stümperei – der ging ja letztlich als Außenverteidiger unter. Und so weiter und so fort.

    Das größte Rätsel ist für mich aber Ballack. Taucht er einmal mehr unter, wenn es darauf ankommt, oder ist er wegen Chelsea einfach überspielt? Löw hat die falsche Taktik und die falschen Leute gewählt, Ballack war alles, nur keine Führungsfigur. Auf dpa hieß es, er hatte seine besten Szenen in der Rückwärtsbewegung. Um Himmels willen.

    Und die Ösis bereiten sich seit der Sekunde, in der Deutschland in ihre Gruppe gelost wurde, auf den kommenden Montag vor. Ich sehe schon kommen, dass die Deutschen auf 0:0 spielen.

  21. busch-Man schrieb am 13. Juni 2008:

    Herr Fritsch: Sicherlich, aber diese permanente Zweifelei finde ich halt unangenehm, sogar ‘typisch deutsch’. Die deutsche Sprache darf hingegen gerne so bleiben, somit heißt es bitte “BEI” und nicht “AN der EM”. Ansonsten dürfen sie meinetwegen gerne weiterhin auf die Bayern eintreten ;-)

  22. Drittlaender schrieb am 13. Juni 2008:

    Ach diese ganze mentale EM-Blase!
    Kommen wieder überall im Lande spontan Menschenmassen zusammen vor spontan aufgestellten Großleinwänden mit spontan mitgebrachten Fahnen aus spontan (ohne jede Strategie) ersonnenen Produktbeilagen. Das ist der eine Hype.
    Der Andere ist das selbst erdachte Großmanntum. Ist Polen Kroatien? Spiele ich gegen den HSV genauso locker wie gegen Fortuna Düsseldorf? Polen ist nur eine kleine Nummer!! Also auf dem Teppich bleiben! 2006 besiegte die Nationalmannschaft aus der aktuellen FIFA-Top-20 (Mai 2008) Kolumbien (19.), im Elfmeterschießen Argentinien (1.), Portugal (11.) allesamt daheim, hat aber gegen Italien (3.) zweimal verloren. 2007 hießen die Gegner auf Augenhöhe Tschechien (6.), England (9.) und Rumänien (12.), o.k. 3 Siege und eine Niederlage – gigantisch! 2008 bisher ein Gegner, der nach deutscher Selbstzuschreibung als Leni-Bergtour-Mercedes-Team incl. Gipfelsturm überhaupt ein seriöser Gegner wäre: Kroatien, 15. der FIFA-Rangliste.
    Sind wir also die Giganten? Einer von 10 (!!!) Topfavoriten aus der FIFA-Top-20 auf den EM-Titel?
    Hergott, seid doch gnädig, Österreich spielt zuhause und jeder, der schon mal auf dem Platz gestanden hat, weiß, wie schwer es gegen 12 Mann werden kann!

  23. Max Diderot schrieb am 13. Juni 2008:

    Na ja, Oliver Fritsch, es ist schon so, dass gerade im Sport, und speziell im Fußball, Einschätzungen die Haltwertbarkeit von Tagesfliegen haben. Einerseits gibt es Diskussionen den entsprechenden Antrieb und vernebelt andererseits ein wenig den klaren Blick.
    Aus der einen Niederlage, und speziell der Art und Weise wie sie entstanden ist, darf nicht der Eindruck des Fiaskos zurückbleiben. Ein wenig erinnerte mich die uninspirierte deutsche Darbietung gestern, an das Qualifikationsmatch gegen die Tschechische Republik in München, das mit 0:3 verloren ging.

  24. richardson schrieb am 13. Juni 2008:

    Das war in der Tat ein Rückfall in die Rumpel-Phase noch vor Klinsmann – und damit sind wir immerhin 2. der WM 2002 geworden. Will sagen: Solche unerklärlichen Spiele wird es immer mal wieder geben (Italien, Frankreich…). Erstaunlich fand ich aber auch, wie unsouverän Löw darauf reagiert hat: Odonkor wie Kuranyi waren nun beide die schlimmsten Fehlgriffe, die man machen konnte. Den unbeweglichen, geistig abwesenden Gomez durch einen formschwachen Kuranyi zu ersetzen darauf muss man erst mal kommen. Und Odonkor? Schon seine Aufnahme ins Team war höchstens nostalgisch zu verstehen, mehr aber schon programmierte Verzweiflung. So gesehen ist Löw der eigentliche Verlierer dieses Spiels, weil er intern wie extern seine Aura verlor…

  25. Stefan schrieb am 13. Juni 2008:

    Dass das ein miserables Spiel der Deutschen war, steht ja außer Frage. Trotzdem hat die Mannschaft oft genug (man ist nach einem Löw’schen Interview geneigt zu schreiben: schon au) bewiesen, dass sie zu sehr viel mehr in der Lage ist. Es ist ja nicht so, dass den Spielern grundsätzlich die Qualität fehlt, sondern es schien mir eher eine Frage der Einstellung und Konzentration gewesen zu sein. Insofern gilt es, sich wieder absolut auf die taktischen Vorgaben zu konzentrieren. Motiviert dürfte jeder Einzelne durch die Gruppenkonstellation jetzt ohnehin sein.
    Nüchtern betrachtet ist jedenfalls nicht viel passiert; man kann sich aus eigener Kraft für das Viertelfinale qualifizieren. Punkt. Und im Viertelfinale wartet so oder so ein starker Gegner.

  26. BArometer21 schrieb am 13. Juni 2008:

    Einige Erkenntnisse aus dem gestrigen Spiel: ich habe das letzte Mal public geviewt. Mit einem Haufen pöbelnder Fussballvollidioten, die immerhin die Ausdauer haben, 90 Minuten von kroatischen Hurensöhnen zu singen, sowie in den letzten 5 Minuten einen Sturzbach vom Himmel zu erleben. Danke nein.
    Und bevor es zum wichtigen Teil geht noch eine Anmerkung:
    @ Max Diderot: nicht bei jedem, finde ich, sehen die hochgezogenen Stutzen doof aus. Henry zum Beispiel kann ich mir kaum ohne vorstellen. Und ein Vinnie Jones-Preis ist doch auch keine Schande, oder? :)
    Und dazu noch ein kurzer Blick auf die babyblauen Hollandstutzen. Mittlerweile habe ich mich entschieden: sie sehen gut aus, in Kombination mit weiß und orange plus hellblauen Sohlen der Schuhe. Gewagt und durchaus ok. Ästhetisch ist die EM bisher in Ordnung, bis auf das griechische Spiel halt.

    Aber jetzt!! Zunächst mal erinnerte ich mich bei der Einwechslung Odonkors an dessen Sprints vor zwei Jahren. Und wo sind die jetzt? Hat der Mann zuviel Krafttraining gemacht? Ein Kroate MIT Ball war schneller als Odonkor ohne. Wie kann das denn sein?

    Ansonsten keine neuen Erkenntnisse zu den Vorschreibern, vieles wurde gesagt.
    Das Spiel fand ich richtig schlecht, auch wenn das mancher Berufsoptimist mir vielleicht vorwerfen wird. Da war einfach keine Sicherheit. Bei fast jeder Ballannahme oder jedem Ball länger als 5 Metern fürchtete ich den Ballverlust. Und das zurecht. Keinerlei Fluß im Spiel und da frag ich mich, warum? Das Polenspiel hat mir nämlich gut gefallen, es wurde etwas kombiniert und besonders stark waren ja die Kroaten nun wahrlich nicht. Also: warum nur?
    Ich schiebe es jetzt mal auf einen rabenschwarzen Tag und hoffe, dass wir doch gegen Österreich zumindest ein Unentschieden holen *hüstel*. Denn wir sind eine Turniermannschaft und steigern uns, wenn es dann wichtig wird. Und dann schlgane wir einfach Portugal im Viertelfinale. [Dafür gibts einige Münzen in die Blogkasse.]
    Ach, noch eins, diesmal @ Saffti: Ballack von Chelsea überspielt? Das wird es wohl kaum sein, hatte er doch aufgrund seiner Verletzung äußerst wenige Spiele. Der müsste voll im Saft stehen.

    Und für heute bleibt die Vorfreude auf eine hoffentlich gute Partie zwischen den Franzosen und Holland.

  27. uxel schrieb am 13. Juni 2008:

    leute… macht mal langsam. natürlich sind wir alle enttäuscht und auch ordentlich sauer. aber was jetzt hier los ist, kann ich nicht verstehe. und wenn hier der mannschaft vorgeworfen wird, dass sie in alte muster zurück fällt, dann muss ich sagen das gleiches auch für die ach so ‘fachliche’ kritik in diesem forum gilt. sofort ist wieder alles schlecht. alle spieler sind schlecht und blinde amateure. der trainier ist schlecht. das ist nicht zum aushalten. allein die frage ‘Ist löw kein klinsmann?’ ist einfach nur bescheuert, weil ganz einfach zu beantworten: NEiN. Aber waren wir nicht montelang zufrieden mit genau diesem Löw?

    und zum thema auswechslungen: ja, auch ich hab mich über odonkor gewundert. aber andererseits: welchem spieler auf der deutschen bank hättet ihr denn bitte zugetraut das spiel noch zu drehen? odonkor war vermutlich eher der versuch bei den restlichen 10 auf dem platz etwas zu bewegen. denn bessere als diese 10 haben wir eben nicht. und dass die theoretisch richtig gut spielen können haben sie schon oft genug bewiesen. und dasss es tage gibt, an denen man als team einfach nicht ins spiel kommt sollte ein so erfahrener super trainer wie herr fritsch doch eigentlich auch wissen, oder?

  28. Nixwisser schrieb am 13. Juni 2008:

    Das Spiel war vor dem Anpfiff verloren. Schon bei den ersten Ballkontakten hatte ich das Gefühl, daß kein Zug drin ist und die Einstellung nicht stimmt. Nach der guten ersten halben Stunde gegen Polen dachten unsere Kicker, daß gegen Kroatien 90 % reichen würden. Aber mit passen – stoppen – überlegen – schauen – passen wird das nichts. Die “falsche” Einstellung ist letztendlich ein Zeichen mangelnder Professionalität. Das klingt schlimm und fast unglaublich, wenn man sich den Aufwand ansieht der betrieben wird. Das ist mir der schlimmste Vorwurf, den man erheben kann und genau den muß sich die Mannschaft gefallen lassen. “Einfach nicht ins Spiel kommen” ist zu einfach dafür gibt es Gründe. Das Spiel wurde nicht verloren weil die Kroaten so unglaublich stark waren (ich will ihre Leistung nicht schmälern, sie haben verdient gewonnen), sondern weil die Deutschen nicht das von sich abverlangt haben was erforderlich ist – und was sie können. Ein Schuß vor den Bug? Wir werden sehen. Selbstverständlich können wir Österreich schlagen. Machen muß man’s. Die Spiele werden nicht mit den Füßen gewonnen. Wir werden sehen.

    Btw: Prima Analyse von Dirk & Jonathan zur Odonkor-Einwechslung. direkter-freistoß lesen lohnt sich.

  29. Sebastian schrieb am 13. Juni 2008:

    Die Fakten: wir haben 1-2 gegen die Kroaten verloren. Und: ja, wir haben so schlecht gespielt wie zuletzt gegen Tschechien beim 0-3. Da ging es schon um nix mehr. Wir waren schon qualifiziert. Und ähnliches scheint auch in den Köpfen der Spieler vor dem gestrigen Spiel rumgegeistert zu haben. Meine These: die Jungs bringen nur in sog. “Endspielen” Topleistung. Da nun alle weiteren Spiele derart finalen Charakter tragen werden, wird auch die DFB-Elf wieder Fussi auf Weltniveau bringen.
    Und von wegen “Rückfall in alte Zeiten”: da hätte ich schon bei Bela R.s Scheißkommentar gestern kübeln können als dieser Vergleich kam. Das war kein Rückfall! Das war einfach nur ein verlorenes Spiel. Punkt.

    Ps.: Und Apropos Kommentar. Wird das jetzt bei jedem Gegentor so sein, dass man (hier: Bela R.) erst mal reflexartig von “Torwartfehler” spricht? Das 0:2 war ein Abwehrfehler, verdammicht!

  30. Der Gert schrieb am 13. Juni 2008:

    @ uxel:

    Wie wäre denn deine Reaktion gewesen, wenn Löw nach dem Spiel so einen Kommentar abgelassen hätte? War einfach so ein Tag, da läuft nix, aber die letzten Spiele waren doch gut. Also werden die nächsten au wieder besser.

    Unser Spiel war Müll. Die Taktik auf dem Platz war Müll. Die Laufbereitschaft oder -fähigkeit war nicht vorhanden. Und da Löw das schon anch 10 – 15 Minuten gesehen hat, stellt sich doch au die Frage: Warum nicht sofort wechseln? Warum nicht von außen ein für alle deutliches Zeichen setzen? Nach 20 Min Schweinsteiger rein, oder Hitzelsperger, Westermann, einen Neuen, der mit neuen taktischen Anweisungen und einem ordentlichen Anschiss an alle 10 dazukommt?

    Von einem taktisch so beschlagenen Trainer erwarte ich Überraschendes, auch mal ein Ausproieren, aber nicht die Wiederauflage eines alten Erfolgsrezeptes. Und da die Spieler von der ersten Sekunde an mit angezogener Handbremse und vollen Hosen gespielt haben, ist die Niederlage (für ein Debakel dann doch 2 – 3 Gegentore zu wenig) dem Trainer anzulasten.

    Nichtsdestotrotz: Die Österreicher haben keine Schnitte. Die werden gegen uns nie ein Tor schießen. Und am Dienstag wissen wir dann schon eher, wie es gegen Portugal läuft.

  31. woki04 schrieb am 13. Juni 2008:

    tja
    wenn die Herrschaften Spieler das Wort – Arroganz -
    kennen würden ?
    Ich, als nur Zuschauer empfand es einfach sooo !
    Denen geht es doch beim DFB sooo gut, die bekommen doch den Zucker in den A… geblasen,
    warum denn mehr als 1 x anstrengen ?
    J. L hat die falschen Männer nominiert, die Jüngeren hätten wenigsten mehr Ehrgeiz gezeigt.

    Und nen Ballack – vergessen – wir ihn endlich wie ich es schon vor langer Zeit gemacht habe !!!!!!!!!!!

    trotzdem schönes WE das Leben geht weiter .

  32. Thomas schrieb am 13. Juni 2008:

    Zum Odonkor Wechsel wurde ja schon viel geschrieben. Mich beschäftigt außerdem der Wechsel Fritz/Kuranyi.

    Klar: Löw wollte die Abwehr lockern um im Angriff mehr Druck machen zu können.
    Aber warum wird das Loch ausgerechnet hinter dem defensiv nicht so starken Odonkor gerissen? Warum wurde kein IV ausgewechselt?
    Oder anders gefragt: Warum lässt Mertesacker Odonkor so hängen?

  33. persiflo schrieb am 13. Juni 2008:

    ah oui, monsieur diderot – auch mich erinnert der kick an die quali… ist es vielleicht doch gar nicht so abwegig, absicht zu unterstellen (ist es?)… damals gings um den gruppenkopf; und heute darum, den im schweben begriffenen portugiesen die süßen köpfe zu verdrehen?
    ansonsten will ich auch nicht ausschließen, dass sich die mannschaft durch gucken von NL und ESP selbst vergiftet hat – es muss ausgesehen haben wie in einem traum. einfach ein bisschen auf die genialität warten, dann einen sprint und “zack!”. vgl auch das merkwürdige interview mit frings und balle aus der gestrigen sz.

  34. Max Diderot schrieb am 13. Juni 2008:

    Also auf den österreichischen Webseiten steppt der Bär! Lauter kleine Andreas-Hofer-Charaktere, die am Montag einen fußballerischen Freiheitskampf führen wollen. Natürlich darf der Hinweis auf Córdoba nicht fehlen, während die Erwähnung des Nichtangriffspaktes von Gijón geflissentlich vermieden wird.
    Das wird ein schöner Montagabend, wo Österreichs Fußball-Hoffnung ebenso schnell zerstäubt wie der Puderzucker auf dem Guglhupf.

  35. WahrheitIstAufDemPlatz schrieb am 13. Juni 2008:

    So schwarz wie jetzt alle sehen, ist die Situation doch nicht. Also das Spiel der Deutschen war wirklich grottenschlecht, aber das heißt nicht, dass es in Zukunft auch so wird. Österreich wird zwar super-motiviert sein, die Deutschen zu schlagen, aber immerhin das sollten die Deutschen noch packen. Und dann geht es im Viertelfinale gegen Portugal. Die kommen mehr übers Spielerische, was glaube ich den Deutschen eher liegt, als kämpferische Gegner wie Türkei, Tschechien oder Kroatien. (Und damit hätte dann auch der Hype um Christiano Ronaldo ein Ende, weil Portugal dann rausfliegt, denn dieser Hype um den Superstar der EM geht mir langsam auf die Nerven, auch wenn ich weiß, dass CR ein toller Fußballer ist.)

    Und warum man jetzt Löws ganze Arbeit hinterfragen muss nach einem Spiel verstehe ich auch nicht. Warum man jetzt nach Klinsmann rufen sollte, verstehe ich schon gar nicht. Vor der WM haben auch alle auf Klinsmann herumgehackt und die Abwehr war löchrig wie ein Schweizer Käse. Ich fand Löws Arbeit/Ergebnisse seit der WM hervorragend und sehe keinen Grund daran nach einem Ausrutscher zu zweifeln. Lehmann fand ich schon bei der WM nicht so überragend, aber da haben die kleinen Unsicherheiten niemanden gestört. Aber so schlimm wie er jetzt gemacht wird, ist er auch nicht. Und ob ein Wechsel im Tor etwas verbessert, bezweifle ich. Metzelder ist sicherlich nicht in Topform, aber er wird besser. Einen Wechsel würde ich auf den Außen vornehmen. Lahm nach links. In der zweiten HZ hat Lahm über diese Seite wieder richtig gut Druck gemacht. Mir scheint, als liege ihm diese Seite viel besser, auch wenn er das Gegenteil behauptet. Rechts würde ich dann Fritz einsetzen. Im Mittelfeld auf den Außen fehlen uns aber leider die Spieler. Die rote Karte von Schweinsteiger tut richtig weh, weil Schweinsteiger in der zweiten HZ eigentlich eine sehr gute Leistung auf links gebracht hat. Rechts war Odonkor wirklich ein Sicherheitsrisiko. Den Wechsel von Löw habe ich auch nicht verstanden. Odonkor ist nur stark bei Mannschaften, die offen spielen und nicht tief hinten stehen wie die Kroaten. Und Kuranyi hätte ich auch nicht unbedingt gebracht. Neuville wäre viel geeigneter gewesen Löcher in die Abwehr der Kroaten zu reißen. Gegen Österreich würde ich wohl auf Podolski und Klose im Sturm setzen. Gomez ist zwar der wesentlich fähigere Stürmer von den Anlagen her, aber im Moment nicht wieder zu erkennen (vielleicht wegen dieser Wechselgerüchte???).

  36. Daniel schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich fand Lahm nur in der ersten Halbzeit schlecht. In der zweiten war er zusammen mit Schweinsteiger überragend. Da hat er sich selber keinen Gefallen mit getan, denn wenn Löw das Spiel analysiert, MUSS er Lahm in den kommenden Spielen auf links bringen.

    Was schlimm war, war dass die deutsche Elf nie gemerkt zu haben schien, dass sie mit langen Bällen auf Gomez/Klose und später auf Kuranyi keine Chance haben. JEDER Ball kam sofort wieder zurück. Da darf man auch mal die Frage stellen, warum Löw statt Neuville zu bringen, den schönen Schalker vorne reingeworfen hat. Neuville wäre nicht nur für den Glauben an den Ausgleich, sondern einfach auch für die Spielausrichtung (FLACH!!!) die bessere Alternative gewesen.

    Gegen Österreich spricht jetzt ALLES für Deutschland – und genau das ist die Gefahr.

  37. Nixwisser schrieb am 13. Juni 2008:

    Na mit Gijon wäre den Ösis nicht gut gedient:-). Von was sollen sie denn reden außer von Cordoba? Von den zahlreichen Titeln, die sie abgeräumt haben? Da bleibt halt nur Cordoba. Ich freue mich auf ein Spiel, bei dem es um richtig was geht. Wer da als Verlierer vom Platz trabt, hat eine EM-Viertelfinale nicht verdient.

  38. Dirk schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich meine mich zu errinnern, dass nicht alle im Land Klinsmann vor der WM schlecht geredet haben, oder Hr. Fritsch? Genauso wenig sind bestimmt alle mit der Entwicklung im letzten Jahr unter Löw zufrieden. Zwar waren die kritischen Stimmen nicht immer laut zu vernehmen, aber man konnte doch nicht nur einmal zweifelnde Töne hören.

    Wenn es mich stört, dass Jens Lehmann im Tor steht, dann will ich damit nicht sagen, dass Adler die zwei Gegentore gegen Kroatien verhindert hätte.
    Mich stört, dass das Prinzip “Leistung entscheidet” nicht mehr voll angewendet wird- und was jetzt kommt ist natürlich reine Spekulation und aus der Luft gegriffen: Die Mannschaft hat uns alle bei der WM 2006 mit Leidenschaft, Konsequenz, Mut und überraschenden Aktionen beeindruckt. Alles Eigenschaften, die Klinsmann unter teilweise großem Druck selber vorgelebt hat.
    Jetzt, vor der EM, ist von den Trainern etwas anderes kommuniziert worden: Beständigkeit (Lehmann, Odonkor, Klose etc.) und Ordnung. Es ist für mich keine Überraschung, dass die Mannschaft dann auch so spielt.

  39. Günther Seeler schrieb am 13. Juni 2008:

    Hallo allerseits,

    ich war gestern ganz schön ENTgeistert… Das Spiel war von den Deutschen lasch und ohne Zug. Die Kroaten nutzten ihre Chancen und haben humorlos gewonnen…

    Ich möchte eigentlich nur kurz etwas zu den Auswechslungen sagen:
    1. Ich finde die Idee einer frühen Auswechslung wäre gut gewesen (s.o.)
    2. Ich hätte statt Odonkor Borowski auf den Platz geschickt (für Poldi).
    3. Neuville hätte mir statt Kuranyi (?) besser gefallen.

    Ich habe noch nicht alle Hoffnungen begraben und finde es gut, das sich die deutsche Mannschaft schlau aus dem Favoritenkreis gewurstelt hat. So kann man – ohne übersteigerte Erwartungen – nun weiterwerkeln.

    So, bin gespannt, ob mein Einwurf zu Borowski befürwortet oder abgewatscht wird… Ich weiss hat lange scheiße gespielt (bin svw bewunderer ;) ) aber er wäre im Gegensatz zu Poldi defensiv robuster und ist eher einer von der Sorte, die ein Spiel lesen können + seine Form stieg in den letzten Ligawochen bei Bremen stark an.

    Ich bin sehr gespannt auf Montag, denn das letzte Test-Spiel gegen die Österreicher hätte auch ein Debakel sein können… und das war nur ein Test…

    Gruss Günther

  40. Traktor Kant schrieb am 13. Juni 2008:

    Ist ja eigentlich alles schon gesagt, abereines verstehe ich beim besten Willen nicht: Wieso kommt der Schweini überallso gut weg? Läuft an zwei, drei Spielern vorbei, Kopp runter, und rein in den dritten, ohne auch nur einmal zu schauen. Schießt Ecken, das geht gar nicht… und diese ganze Chose seit vier Jahren und alle finden ihn toll? Der kann einfach keinen Fußball spielen. Klar hat der auch seine guten Spiele gemacht, aber insgesamt bin ich dermaßen skeptisch…

  41. Bernd Krippner schrieb am 13. Juni 2008:

    Es ist für mich immer wieder erstaunlich wie die Sportschreiber einiger seriösen Zeitungen sich mit ihren Analysen und Kommentaren fast so launenhaft geben wie ihre Kollegen vom Boulevard. Darf mal in diesem Zusammenhang den Herrn Horeni von der FAZ nennen, der noch vor gut einem Jahr den Yogi Löw fußballseelig sprechen wollte, wegen des tollen Konzeptfußballs gegen durschschnittliche Tschechen. Jetzt schreibt er von fehlender Entschlossenheit und mangelndem Willen, hört sich etwas nach diese deutschen Tugenden an, oder?

    Ich darf mal im Kaffesatz lesen: Yogis Buben haben das Spiel Österreichs gegen das vermeintlich schwache Kroatien gesehen (0:1)und zwar nachdem sie die Polen mit ordentlichem Spiel 2:0 geschlagen habe und dachten dann, dass das gegen Kroatien einigermaßen locker werden würde. Es war die reine Selbstüberschätzung, die sich nach dem Rückstand in totale Verkrampfung wandelte. So souverän sind die Jungs eben doch nicht.

    Ich denke, dass das Österreich-Spiel eine verdammt harte Sache wird. Die Österreicher haben zwar Probleme mit der Chancenverwertung, sind aber eminent kampf- und willensstark (deutsche Tugenden, oder?) und sie sind in der Lage über 90 Minuten hohes Tempo zu gehen. Die gesamtem Österreichische Fußballgemeinde wird sich die kommenden Tage so richtig puschen, es geht schließlich gegen den deutschen Fußballbruder, das Viertelfinale interessiert da nur am Rande. Es wird ein “Kampfspiel” werden und wie hieß es doch früher – als noch kein Konzeptfußball gespielt wurde – der Kampf muss angenommen werden, sonst wirds nix mit Portugal.

  42. Günther Seeler schrieb am 13. Juni 2008:

    Die deutschen Standards sind wirklich ein Grauen… nur nicht für den Gegner…

  43. Sebastian schrieb am 13. Juni 2008:

    @ Traktor [40]: Nun ja, bin auch kein Fan von Schweini (ob der mit 30 immer noch so genannt wird?), aber er war gestern der einzige Spieler, dem man das Attribut “dynamisch” ausstellen hätte können. Mit einigem Wohlwollen…
    Unterirdisch fand ich allerdings Ballack. Hatte ihn einige Male über 90 Min. bei Chelsea gesehen und muss Oliver F. recht geben. Die Diskrepanz ist erschreckend!

  44. doctor no schrieb am 13. Juni 2008:

    ruhig, ruhig.

    Ein Schuss Realität ist für alle Beteiligten sicher heilsam. Es ist eines, sich hohe Ziele zu setzen, etwas anderes, diesen genügen zu können. Irgendwie erinnert mich dieses Wir-stürmen-den-Gipfel-Gerede der modernen Trainer (angefangen bei Klinsmann, fortgeführt bei Löw und Co.) an das Projekt 18 der FDP im Jahre 02. Autosuggestion kann wirken, aber wehe man wird geweckt.

    Um nicht missverstanden zu werden: Was sich seit 2004 beim DFB (angefangen im Präsidium) getan hat, ist insgesamt ein Segen; die neue Philosophie ist richtig und unumkehrbar. Aber über eines kann sie einfach nicht hinweghelfen: das Qualitätsproblem. Mannschaftliche Geschlossenheit kann das verschleiern. Aber fehlt sie (wie gestern) wird deutlich, dass dieses Team durchaus und mitunter einfach zu schlagen ist. Nachwievor sind einige Spieler mit Perspektive, aber (noch) zu wenige von internationalem Format vorhanden. Typen wie Frings sind auf ihrer Position im internationalen Vergleich allenfalls Durchschnitt.

    Erschreckend fand ich gestern eigentlich nur, dass zu wenige Situationen wie jene zum Anschlusstreffer gesucht worden sind. Klopp hatte Recht: So Tore kann man auch schießen, wenn man schlecht spielt. Umso merkwürdiger, dass nach dem Anschluss die Kroaten dem 3:1 viel näher waren als wir. Ich dachte, mit dem Aufwind schaffen sie es, so wie früher unter Berti. Aber wenn man die Eckbälle gestern gesehen hat … (Kleine Anregung: Vielleicht sollte man noch einen extra Forum so den seit Jahren katastrophalen Standardsituationen eröffnen.)

    Trotzdem: Gegen Österreich ist es ein neues Spiel, und ein objektiv viel schwächerer Gegner. Sorry: Wer hier sich mit einem Unentschieden zufrieden gibt, nur um ins Viertelfinale zu rutschen, sollte am Besten gleich eine Initiative zur Wiedereinsetzung von “Sir Erich” ins Leben rufen.

  45. WahrheitIstAufDemPlatz schrieb am 13. Juni 2008:

    Also irgendwie kommt es mir manchmal vor, dass nach der WM 2006 Klinsmann vergöttert wird, vor allem von jenen die ihn vorher so heftig kritisiert haben. Ich war anfangs nicht begeistert von Klinsmanns Nominierung, weil ich dachte, es wäre wieder diese Nominierung einen verdienten Nationalspielers, aber nachdem ich die DFB-Jungs beim Confed-Cup gesehen habe, war ich wieder optimistisch und hab auch zu Klinsmann gehalten, als der Gegenwind stärker wurde (1:4 gegen Italien). Was mich jetzt aber stört, ist, wie sehr Klinsmann im Nachhinein hochgelobt wird. Zum Beispiel die ständigen Beschwerden, dass Löw jetzt das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt hat. Auch Klinsmann hat Metzelder schon lange vor der WM eine Einsatzgarantie gegeben, darüber hat sich Wörns doch so beklagt. Und Kuranyi wurde wohl auch nicht aus Leistungsgründen rausgeworfen, sondern eher weil Klinsmann fürchtete dass Kuranyi als Ersatzspieler Ärger bereitet. Oder will jemand ernsthaft behaupten Hanke für Kuranyi wäre eine Nominierung aus Leistungsgründen gewesen? Also ich bin mit Löws Arbeit grundsätzlich zufrieden, weil eine deutsche Mannschaft selten so konstant gespielt hat und sehe keinen Grund warum man an dieser Arbeit zweifeln soll (was natürlich nicht heißen soll, dass es nichts zu kritisieren gibt. Aber jetzt zu fragen, ob Löw die Nichtnominierung von Marin bereut, wie gerade auf der Pressekonferenz geschehen, ist doch schon sehr lächerlich, wenn man bedenkt, dass bis vor ein paar Wochen, niemand aus der Presse den Namen Marin zuvor gehört hat.)

    Nach dem Spiel gegen Kroatien war ich auch total enttäuscht vom Auftreten unserer Jungs, aber mittlerweile bin ich wieder optimistisch, dass es ganz gut ist, wenn die Mannschaft so einen Rückschlag erleidet und sieht, dass die “Bertour” kein Spaziergang wird.

    Dem Vorschlag von Günther Seeler hier im Forum mit Borowski auf der Außenbahn schließe ich mich an. Borowski ist vielleicht nicht der klassische Außenspieler, aber ein wenig Struktur im deutschen Spiel wäre jetzt wahrscheinlich nicht schlecht.

  46. Max Diderot schrieb am 13. Juni 2008:

    Der vielfach zitierten Beobachtung, dass das deutsche Team bestenfalls befriedigende ‘Standards’ praktiziert, schließe ich mich an. Seltsamerweise wird dieser Umstand, und die Bedeutung die diesen zukommt, ja auch immer wieder von den Bundestrainern kritisiert und Besserung gelobt. Woran liegt es denn nun, dass eine entsprechende Entwicklung nicht zu beobachten ist?
    Als eher fußballerisch-rustikal veranlagter Verteidiger, gestatten es mir meine Mitspieler ab und an auch, Ecken schießen zu können. Wenngleich ihnen (den von mir getretenen Ecken) eine gewisse Raffinesse fehlt, vermag ich aufgrund dieser praktischen Erfahrung nicht nachzuvollziehen, weshalb gut alimentierten jungen Menschen die Erkenntnis abzugehen scheint, diese ‘Standards’ zu üben, zu üben, zu üben.

  47. Pekerman geh Du voran schrieb am 13. Juni 2008:

    @dwladp “Aber jetzt zu fragen, ob Löw die Nichtnominierung von Marin bereut, wie gerade auf der Pressekonferenz geschehen, ist doch schon sehr lächerlich ..”

    Mit dem Marin hätte er einen gehabt wie die Kroaten den Modric. Einen, den die anderen hätten anspielen können und der auch mal 2 oder 3 Kroaten ausgespielt hätte und unsere beiden Stürmer angespielt hätte. Ja, ja .. hätte, hätte, hätte ..
    Und was ist jetzt? Offenbarungseid von Herrn Löw mit dem armen (der kann nix dafür) Odonkor.

  48. Dieter Müller schrieb am 13. Juni 2008:

    Zur (miserablen) Einstellung der Mannschaft ist hier bereits alles gesagt. Ebenso schließe ich mich der Kritik an Löws Wechseln an – Odonkor und Kuranyi waren völlig falsch.

    Auf der Pressekonferenz heute mittag hat man imho herausgehört, dass Jansen den Montag auf der Bank erleben wird. Sehr gut! Links hinten sollte man auf Westermann setzen, davor auf Hitze. Poldi muss näher ans Tor, der hat grad einen guten Lauf. Ob man dafür Gomez oder Klose rausnimmt, gibt sich erschreckenderweise nichts.

    Was stimmt mich zuversichtlich?
    Gegen Mannschaften, die “mitspielen”, also offensiv ausgerichtet sind, tun wir uns erheblich leichter, da wir schnelle Spieler haben und das Konterspiel beherrschen (besonders an einem guten Tag das sog. “schnelle Umschalten auf Angriff”). Die Österreicher werden sich, strotzend vor Selbstbewusstsein, bestimmt nicht hinten rein stellen, sondern alles nach vorne werfen.

    Außerdem: Seit es die Gruppenphase bei der EM gibt (’80), ist 3mal ein Gruppenerster, aber 4mal ein Gruppenzweiter Europameister geworden. ;-)

  49. Dirk schrieb am 13. Juni 2008:

    @dwladp
    Kann man auch so wie du sehen (Leistungsprinzip).
    Aber es bleibt für mich bei folgendem:

    Klinsis Entscheidungen waren schwierige bzw. unbeqeume Entscheidungen, dennoch hat er sein Ding durchgezogen (Kahn vs. Lehmann, Hanke vs. Kuranyi, Odonkor als Überraschung im Team etc.).
    Löws Entscheidungen sind zaghaft und nicht unbequem (Odonkor vs. Marin, Lehmann vs. Herausforderer, gleiche Truppe wie 2006 etc.pp.).

    Für mich hat es Udo Lattek im letzten oder vorletzten Stammtisch unbeabsichtigt auf den Punkt gebracht. Lattek sinngemäß: “Wenn Löw Lehmann rausnimmt und z.B. Enke macht einen entscheidenen Fehler, dann ist Löw für alle der Buhmann”. Gerade diesen Druck muss man aushalten, um wirklich die Entscheidungen zu treffen, von denen man überzeugt ist.

  50. Fischers Fritsch schrieb am 13. Juni 2008:

    Das deutsche Team wird wohl selten als das wahrgenommen, was es ist: Wir wurden als EM-Favorit gehandelt, obwohl die Mannschaft bereits in den Vorbereitungsspielen erkennbar nicht mehr auf dem Niveau von vor einem Jahr spielte. Und jetzt ist wieder alles schlecht. Die Wahrheit ist und bleibt wohl in der Mitte: Deutschland zählt zum erweiterten Kreis der Titelanwärter, bräuchte aber für den EM-Gewinn sicherlich mehr Glück als das ein oder andere Team. Danach sieht’s im Moment aber einfach nicht aus, denn zu viele Stützen des Teams sind nicht in Topform.

  51. Frank D. schrieb am 13. Juni 2008:

    DE hatte gestern ein Problem im Mittelfeld. Die Aussen waren zu und zentral war man in Unterzahl. Also man muss ja immer nicht gleich alles generalisieren und Löws Kopf fordern, aber man darf sich schon wundern , dass ein taktisches Konzept nicht wirklich zu erkennen war (Keine Umstellung auf Raute in der zweiten Halbzeit). Die flache 4 ist eine Kontertaktik, also gestern mit dem Personal vollkomen unbrauchbar.

    FLACH spielen gestern – vergiss es. Mit Messi oder Ribery links und C. Ronaldo rechts vielleicht, aber solche Spielertypen hat man in Deutschland nicht. Also was macht man? Das was der einzige Spieler von Format gestern (Lahm) ständig versucht hat: Flanken, Flanken, Flanken. (Ebenfalls Zustimmung für Klopp hier)

    Borowski oder Hitzlsperger sind körperlich starke Spieler, die beide aus der 2. Reihe treffen können. Odonkor war wirklich stümperhaft. Diese Einwechslung hat wirklich zu Bedenken gegeben, ob Löws Stärke (Taktik) tatsächlich eine ist. Und dann nicht die Eier zu haben den Fehler zu korrigieren und Odonkor wieder auszuwechseln und stattdessen Fritz rauszunehmen…schwach.
    Ein weiterer Vorschlag: Heiko Westermann links rein und Lahm bleibt rechts. Obwohl Lahm im zentralen Mittelfeld hätte zumindest für ein bischen Ballsicherheit gesorgt und man hätte Ballack hinter die Spitzen setzen können. Philipp Lahm kann übrigens überall spielen, ist aber links hinten verschenkt, und kann niemals auf die Grundlinie gehen.
    Klose ist ein grossartiger Stürmer, nur in den 6 Monaten leider nicht. Deswegen muss Löw UNBEDINGT an Gomez festhalten.
    Also nochmal: die deutsche Grundordnung ist gut, aber hin und wieder muss man taktisch auch flexibel reagieren können. Wenn nicht, dann braucht die Nationalmannschaft eben noch 2 Jahre….

  52. Airlui schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich denke, dass das Spiel gegen Kroatien die Konsequenz aus der mit der WM 2006 einsetzenden Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten ist. Das “Drumherum” war damals sicherlich gigantisch und hat alle geblendet, nur die sportlichen Leistungen waren lange nicht so gut wie sie von Klinsmann, Bierhoff & Co(Experten) gemacht wurden. Diese Glorifizierung des dritten Platzes wurde vor allem von den Medien beharrlich bis zur EM weitergetragen. Anders lautende Meinungen wie zuletzt von Bilic (er war bei weitem nicht der einzige)wurden nur als Neidbekundung abgetan.
    Die Folgen konnte man schon vor der EM sehen, als nahezu jeder Spieler als Ziel den Titelgewinn nannte, dies ist gerade dann mehr als optimistisch, wenn man bei der letzten EM-Endrunde sieglos in der Vorrunde scheiterte und der Großteil des Personals seitdem unverändert geblieben ist.

  53. Pekerman geh Du voran schrieb am 13. Juni 2008:

    vielleicht wollte Herr Löw ja der Mannschaft nur mal seine Macht zeigen, das sieht man ja öfter auch von Frankreichs Domenech: Ich kann schlechter aufstellen als ihr spielen.

  54. methusalix schrieb am 13. Juni 2008:

    Gegen den 92. der Weltrangliste der ohne Elfer in 190 Minuten kein Tor zustande gebracht hätte wird auch eine noch schlechtere DFB-Auswahl nicht verlieren.Der K.O. kommt erst gegen Portugal…

  55. bunteskanzler schrieb am 13. Juni 2008:

    “Mit dem Marin hätte er einen gehabt wie die Kroaten den Modric. Einen, den die anderen hätten anspielen können und der auch mal 2 oder 3 Kroaten ausgespielt hätte und unsere beiden Stürmer angespielt hätte. Ja, ja .. hätte, hätte, hätte ..”

    naja, du sagts das ganz richtig, hätte hätte hätte. aber erfahrungsgemäß spielen junge spieler, aufgeregt, nervöse, debütierende junge spieler genau dann gut, wenn es beim rst der mannschaft einigermaßen läuft und ihnen sicherheit gegeben wird. und sicherheit war ja wohl das letzte was gestern auf dem platz stand.

    ansonsten – schade, portugal im viertelfinale wird eine ganz dicke nuss. wohl die stärkste mannschaft des turniers (defensive stabil dank scolari, in der offensive passgenauigkeit kombiniert mit dribbelstärke; allein ein richtig kalterschnäuziger, starker strafraumstürmer fehlt den portugiesen..).

    naja, erstmal kommen die frechen österreicher – solange sie nicht früh in rückstand geraten, dürfte eigentlich nichts anbrennen. aber bitte nicht so LÄSSIG wie gestern

  56. Flinkfinger schrieb am 13. Juni 2008:

    Auch wenn es ein bißchen spät ist:
    2 Dinge als Gründe für die Niederlage sind noch nicht beachtet worden:

    1. Die deutsche Mannschaft hat ihr Quartier im sonnigen Tessin und muss dank langer Anreise ins verregnete und kalte Klagenfurt schon vor dem Spiel müde sein.

    2. Die deutsche Mannschaft wollte wohl gar nicht gewinnen. Wenn jeder der Spieler nur 10% weniger gibt steht mit 11*10=110% schon eine ganze weniger auf dem Platz (Hihi). Im Ernst: Deutschland wollte als Gruppenzweiter im Viertelfinale in Basel (kürzere Anreise) gegen die Portugiesen (vor 2 Jahren in Stuttgart weggeputzt) spielen.

  57. mabuse schrieb am 13. Juni 2008:

    Wie schön, dass wenigstens hier im Forum auch mal über Löws Fehler geredet wird! Anscheinend ist das sonst kein Thema??
    Odonkors Einwechslung eine total Fehlentscheidung (meiner Meinung nach darf er gar nicht mit zur EM, der Junge hat gerade mal 3 komplette Spiele für Betis gemacht, 16 mal ist er ein- bzw. ausgewechselt worden)! Den kann man bringen wenn man alles riskieren muss und dann für die letzten 15 Minuten. Ganz peinlich wurde es, als Fritz raus ging und Odonkor hinten rechts spielen musste!! Jogi, dass geht GAR NICHT!

    Die anderen Baustellen: Jansen ein weiterer Totalausfall.
    Defensiv schwach, da muss Friedrich rein!
    Vor allen weil Podolski NICHTS nach hinten absichert – zwei Offensive auf links geht nicht.
    Das gesamte Mittelfeld gestern völlig überfordert: kein System, keine Ordnung, egal ob Ballack oder Frings.
    Den Fritz bitte im Mittelfeld lassen!
    Meine Aufstellung wäre:
    Enke (o.k., macht Löw nicht; aber beim 2:0 -abgefälscht hin oder her- hätte Robert den Ball festgehalten bevor er den Pfosten berührt).
    Friedrich-Metzelder-Mertesacker-Lahm

    Fritz-Ballack-Frings-Podolski
    Alternativ zu Podolski Hitzlsperger, dann könnte Podolski einen echten (hängenden?) Stürmer spielen. Und Lahm könnte sich dann, weil er durch Hitzlperger nach hinten besser abgesichert ist, mehr offensiv einschalten.
    Ja, das gefällt mir sogar besser.
    Also:
    Fritz-Ballack-Frings-Hitzlperger.
    Ich denke das Mittelfeld wäre insgesamt so zwar defensiver, aber dafür müsste es auch Ballack die Möglichkeit geben weiter vorne/ offensiver zu spielen.

    Gomez und Podolski.
    Gomez und Klose geht nicht zusammen, wie es aussieht. Klose ohnehin ohne Form bzw. in der Form der Rückrunde. Kann man dann immer noch einwechseln.

    Und gestern hätte ich wohl für Ballack oder Frings (eher für Ballack!) Borowski gebracht, einfach um ein Zeichen zu setzen.
    Aber Jogi bringt den Odonkor

    Wie sieht eure Wunschaufstellung aus?

  58. Profi schrieb am 13. Juni 2008:

    meinung zu der leistung der deutschen Mannschaft seit 2006

    WM
    vs Costa Rica
    ok schiessen 4 aber bekommen 2 Tore gegen welche Manschaft nochmal ?

    vs Polen
    der “WM mitfavorit” Polen wurde erst in der Nachspielzeit erzielt.

    vs Ecuador
    ok klarer Sieg vielleicht jedoch auch deshalb weil Ecuador schon Qualifiziert war zu diesem Zeitpunkt ?

    vs Schweden
    Erster vedienter Sieg gegen einen “ernstzunehmenden” Gegner. Wobei die Scweden sehr ängstlich und risikoarm gespielt haben.

    vs Argentinien
    Der erste “richtige Gegner” und schon merkt man das Deutschland eigentlich der Spielweise Argentiniens unterlegen ist. Und dann diese umstrittene Wechsel und Spiel endete Unentschieden. Elfmeter ist immer Glücksache.

    vs Italien
    In 90 Minuten Vorteile aus dem Spiel heraus für Italien
    in 120 klar verdienter Sieg.

    vs Portugal
    ok verdienter Sieg gegen Portugals B-elf.

    EM 2008

    vs Polen
    bemüht und aktiver im Spielaufbau als der Gegner. Jedoch was waere wenn nicht ein Abseitstor die Sicherheit gegeben hätte ?

    vs Kroatien

    1 hlbzeit klassenunterschied, Spiel insgesamt wirft die Frage auf.
    Hatte Deuschland jemals spitzenklasse ? oder war es nicht mehr medien hype ? Sommer märchen hin oder her man kann die Leistungen im Turnier auch anders bewerten.

  59. Shileno schrieb am 13. Juni 2008:

    na ja, es sollte doch jedem klar sein, dass Deutschland technisch/taktisch noch was fehlt zur Spitzenmannschaft. Das laesst sich momentan nur durch die richtige mentale Einstellung wettmachen. Und genau die hat ganz offensichtlich gefehlt. Ich finde, dass die Mannschaft bisher ca 20 Minuten richtig guten Fussball geboten hat, naemlich die bis zum ersten Tor gegen Polen. Danach hat man das Spiel kraeftesparend noch einigermassen nach Hause gebracht, und wollte gegen Kroatien genauso weitermachen. Was in die Hose gegangen ist.

    Noch ein paar Stichpunkte, wo ich etwas anderer Meinung bin als meine geehrten Vorkommentatoren:
    - Podolski: hat nicht sooo schlecht gespielt, aber stand viel zu tief
    - Ballack: ein Fehlpass jagt den anderen, damit kann er die anderen natuerlich nicht mitreissen
    - Gomez: ich weiss, dass er gut ist, aber bei der EM gab’s bisher 3 Moeglichkeiten, wenn er angespielt wurde: a) er verliert den Ball, b) man pfeift Foul gegen ihn, oder c) er stand im Abseits. Vielleicht kommt er ja noch, er kann’s ja
    - Klose: ok, er koennte mal mehr auf’s Tor schiessen, aber dafuer bereitet er fuer andere vor. Sehe ich auch nicht so schlecht.
    - Odonkor: seufz, klar, er ist limitiert in seinen Faehigkeiten, ich mag ihn trotzdem. Er hat gestern nicht viel gebracht, aber er ist erst auch nicht gross angespielt worden. Und ihn in die Verteidigung zu stecken kommt fast schon einem Mordanschlag gleich. Da jubelt man ueber jeden Ballgewinn als waer’s ein Tor.
    - Kuranyi: war Neuville verletzt??? Wenn ich einen Joker brauche, muss ich auch einen einwechseln.
    - Lehmann: wirkt nicht 100% sicher, aber ihm das zweite Tor anzukreiden, geht nun wirklich zu weit. Er ist rausgegangen, weil er (ganz richtig, uebrigens) eine Flanke erwartet hat. Dass die abgefaelscht wird, kann er ja nicht ahnen, und dann steht er halt auf dem falschen Fuss. Dass die Innenverteidigung anders reagieren kann, als den Gegner den Ball ins Tor dreschen zu lassen, hat man ja bei Italien gesehen.

    Ich hoffe, die Mannschaft reisst sich jetzt (nicht nur) gegen die Oesis zusammen. Das System Loew ist im grossen und ganzen zu gut (obwohl erste Fehler gemacht wurden), als dass es einem Vorrundenaus zum Opfer fallen sollte…

  60. 80MioBundestrainer schrieb am 13. Juni 2008:

    Ich denke auch, dass die Fehler in erster Linie bei Löw zu suchen sind. Und nicht erst bei den Auswechslungen, sondern schon bei der Aufstellung (auch schon gegen Polen). Ich halte die Maßnahme, Podolski im linken Mittelfeld aufzustellen, aus folgenden Gründen für Unsinn:
    - Seit der WM spielt Deutschland konsequent in einem 4-4-2, das meistens sehr kompakt gewirkt hat. Da Podolski einen Linksaußen spielt, ist es nun eher ein 4-3-3. Die Kompaktheit fehlt dadurch, was die Kroaten bestraft haben.
    - Die Option, während des Spiels Odonkor als Rechtsaußen einzuwechseln, ist damit wertlos geworden, da das Mittelfeld damit fast komplett aufgelöst wird (schlimm genug, dass Löw es gegen Kroatien trotzdem gemacht hat).
    - Gomez wäre ein gute Joker gewesen, wie er in einigen Länderspielen schon bewiesen hat.
    - Jansen muss sich auf die Defensive konzentrieren, so dass seine Schwächen zum Vorschein kommen.
    - Frings und Ballack sind nur noch damit beschäftigt, die riesigen Löcher zu stopfen, so dass deren offensive Stärken nicht mehr zur Geltung kommen. Das ist vor allem bei Ballack ein absoluter Irrsinn.
    Insgesamt hat Löw sich dadurch mehrerer Möglichkeiten beraubt, nur nicht Gomez oder Podolski auf die Bank setzen zu müssen.

    Ich habe außerdem den Eindruck, dass die Vorrundengegner vor allem von Löw selbst unterschätzt wurden und nicht von den Spielern. Anders ist es nicht zu verstehen, dass er plötzlich glaubt, gegen die Vorrundengegner wie im letzten Jahr gegen Zypern mit drei gelernten Stürmern auflaufen und diese überrennen zu können.

  61. busch-Man schrieb am 13. Juni 2008:

    Leider kommt hier ja immer mehr negativer Mist zusammen. Habe echt keine Lust, mich mit so etwas zu belasten. Wie gesagt – “typisch deutsch”. Bloß den uxel hab’ ich gern …

  62. Seggel schrieb am 13. Juni 2008:

    Löw ist noch Lehrling. Der hat noch keine Erfahrung wie ein Lozhar Matthäus (nur ein kleiner Scherz :-) . Der Arsene hat doch gesagt, dass Lehmann weltklasse isch (er hat ihn zwar nicht mehr aufgestellt, aber gesagt hat er’s) und der Bilic hat doch vorher von den Rammsteins gesprochen – das glaubt der Löw einfach alles. Und er hat doch so eine Tolle Berater- und Trainer-Truppe um sich, die haben doch alle Daten und alles analysiert.

    Er hat die Bodenhaftung verloren: Als die M. Lierhaus kürzlich nach dem Sieg gegen Serbien gefragt hat, was sich seit der WM verändert hat, sagt der doch glatt “Gar nichts! Wir sind ein tolles Team.”

    Mittlerweile sind es viele Zeichen, die klar machen: Der Kopf fehlt, Klinsmann (oder ein anderer Entscheider). Der Löw hat kein Problem, der Mann IST das Problem.

  63. Sansón Carrasco schrieb am 13. Juni 2008:

    Löw wollte mit der Odonkor-Einwechslung wohl die Offensive beleben bzw. schon zur Halbzeit die Brechstange auspacken. Da bringt man dann halt einen offensiven Mittelfeld- für einen nominellen Abwehrspieler (Jansen). Ebenso wie später der Stürmer Kuranyi für den (zu diesem Zeitpunkt) Außenverteidiger Fritz kam. Ein typisch deutscher Reflex bei einem Rückstand. Früher standen aus lauter Verzweiflung dann schonmal vier Stürmer auf dem Platz.

    Übersehen wurde gegen Kroatien, dass es viel wichtiger gewesen wäre, die schwimmende Defensive zu stabilisieren bzw. zu ordnen. Da man sich im Nachhinein immer schlauer fühlt: Der für mich richtige Wechsel zur Halbzeit hätte gelautet Westermann für Klose. Der Schalker (übrigens das einzige Bundesligateam mit einer auch international wettbewerbsfähigen Abwehr) als Linksverteidiger, dafür Jansen ins linke Mittelfeld (wo er hingehört) und Poldi in den Sturm. Schweini, so wenig er auch meine Sympathien genießt, hätte wohl schon früher gebracht werden müssen.

    Möchte als einer von 80 Millionen Bundestrainern mal eine Wunsch-Aufstellung für das Österreich-Spiel zusammenspinnen. Die sich einerseits nicht völlig neu einspielen müsste. Die aber auch dem schon zitierten Leistungsprinzip Rechnung trägt, ohne dass ich die Trainingsleistungen beurteilen kann.

    Lehmann
    Lahm – Metzelder(Friedrich) – Mertesacker – Westermann
    Fritz – Frings(Rolfes) – Ballack – Jansen
    Podolski – Gomez(Klose)

  64. Seggel schrieb am 13. Juni 2008:

    @Sansón: Frings in Frage stellen ist gut.

    Enke
    Friedrich – Metze – Merte – Lahm
    Fritz – Rolfes – Ballack – Boro
    Klose – Poldi

  65. 80MioBundestrainer schrieb am 13. Juni 2008:

    Drei weitere Bundestrainer schlagen folgendes vor:

    Lehmann
    Friedrich Metzelder Mertesacker Lahm
    Fritz Frings Borowski
    Ballack
    Podolski Klose

    oder

    Lehmann
    Friedrich Metzelder Mertesacker Lahm
    Fritz Frings Hitz
    Ballack
    Podolski Klose

    oder

    Lehmann
    Fritz Friedrich Mertesacker Lahm
    Borowski Frings Hitz
    Ballack
    Podolski Klose

  66. Seggel schrieb am 13. Juni 2008:

    hoffentlich lässt er hier von einem aus seinem Team mitlesen, der Yogi, dann kennt er jetzt ja ein paar wirklich gute Alternativen. (Ausreden zählen nicht mehr)

  67. 12. Mann schrieb am 13. Juni 2008:

    Mein Gott, wir haben ein Spiel verloren. So was passiert selbst Topteams. Das Deutschland keine Spitzenmannschaft ist wusste hoffentlich vorher jeder. Bis jetzt hat es Löw immer sehr gut hinbekommen, die Mannschaft richtig auf die Gegner einzustellen. Diesmal ist es halt schiefgegangen. Mangelnde Einstellung, mangelnde Zweikampfbereitschaft und wohl eine zu optimistische Taktik von Löw sind wohl die Hauptursachen. Jetzt hat die Mannschaft halt einen Schuss vor den Bug erhalten. Das ist doch kein Grund den Trainer oder gleich alles in Frage zu stellen. Klar sollte man was an der Aufstellung ändern, aber ansonsten auch mal halblang machen.

    Hab gerade Holland gegen Frankreich gesehen und ich muss sagen, ich freu mich schon richtig auf ein Finale gegen Holland.

  68. juwie schrieb am 13. Juni 2008:

    Mein Eindruck 24 Stunden nach dem Spiel (ich musste das erstmal verdauen): Einstellung schlecht, Aufstellung schlecht, Einwechslung schlecht, Einsatz schlecht, Benehmen (Schweinsteiger) schlecht.

    Was mir besonders unter den Nägeln brennt: Die taktische Aufstellung.

    Natürlich sind wir nach dem Spiel alle klüger – und haben nach dem Spiel Österreich – Kroatien wohl auch einen schwächeren Gegner erwartet. Aber die Startaufstellung war nach den bereits am Sonntag erkennbaren Defiziten schon sehr optimistisch. Sicher kann man es mit so einer offensiven “Hurra-Aufstellung” à la Klinsmann probieren, dann muss man aber auch so spielen. Gerade das gelang aber nicht, statt dessen Ball-Herumgeschiebe wie zu Ribbeck-Zeiten

    Nachdem es nicht gelang, den Gegner unter Druck zu setzen, war dann einfach die ganze Mannschaft falsch aufgestellt. In jedem Fall war Jansen herauszunehmen, insofern war die Idee Fritz zurückzunehmen ja gar nicht so dumm, aber Odonkor in dieser Situation als Offensivkraft? Kann man doch nur machen, wenn der Gegner wie Polen 2006 unter hohem Druck steht, aber doch nicht in so einer Situation.

    Und was bringt Schweinsteiger? Der Schuss aufs Tor war ja ansehnlich, aber wenig erfolgversprechend. Ansonsten macht Schweinsteiger das Spiel aber nur langsam – und ohne ihn war das Spiel schon langsam genug.

    Interessant auch ein Blick in die Spielstatistik (http://euro2008data.castrolindex.com):
    - Die Kroaten liefen mehr als die Deutschen.
    - Die deutsche Mannschaft hatte 56% Ballbesitz (was bekanntlich im Fußball des 21. Jh.s darauf hinweist, dass man mit der Kugel wenig anzufangen weiß und einen gut formierte Defensive nicht knacken kann).
    - Die deutschen Stürmer sind nur dreimal ins Abseits gelaufen (schnelle Anspiele in die Spitze hat es also kaum gegeben). Überhaupt fiel das Tor doch nach einer der wenigen Szenen, in denen das Team überhaupt im kroatischen Strafraum präsent war.

    Ach ja: Vielleicht sollte man im nächsten Trainingslager doch mal ein paar Standards üben, da scheint mir beträchtlicher Verbesserungsbedarf zu bestehen.

  69. SVE05 schrieb am 13. Juni 2008:

    Bevor es zu spät ist, möchte ich dann doch noch meine Kreation vorstellen:
    Berwien, Berwien, wir fahren nach Berwien!
    Also, Jungs! Enttäuscht uns nicht!

  70. Cornelius Haapunkt schrieb am 13. Juni 2008:

    Ok, ein wenig spät, aber:
    Herr Michael “Abo auf den zweiten Platz” Ballack lässt jegliches Maß an Führungsstärke vermissen. Bin selbst Deutschland zugetan und hoffe und sehne…aber DAS ging und geht gar nicht.
    M.B. blockiert schon viel zu viele Jahre den Platz eines kreatvien Kapitäns in der deutschen Nationalelf…leider wird er medial und allerorts dreist überbewertet und wird weiter aufm Platz stehen und lamentieren…WEG mit ihm…

  71. Skandal schrieb am 14. Juni 2008:

    Ein abgekartetes Spiel?
    UEFA-Präsident gibt Spiel-Absprache zu. Deutschland wollte Österreichern eine Freude machen.

    In einer extra einberufenen Pressekonferenz musste UEFA-Präsident Michel Platini heute bestätigen, was von unserem Reporter veröffentlichte, abgehörte Gespräche längst bewiesen: Die 2:1 Niederlage der Deutschen gegen Kroatien sowie das 1:1 der Österreicher waren vorab manipuliert.

    Einsicht zeigte der Europameister von 1984 und jetzige UEFA-Präsident aber nicht: “Wir mussten es tun. Nach dem unglücklichen Ausscheiden der schweizer Nati war es die einzige Möglichkeit, die Fußballbegeisterung bei den Gastgebern aufrecht zu erhalten.” Platini führte aus, dass er nach dem Ausscheiden des Gastgebers Schweiz befürchtete, dass ein Ausscheiden von Österreich bereits nach dem 2. Spiel jegliche EM-Stimmung in dem kleinen Land im Keim ersticken würde. “Wir hatten bereits tausende Beschwerden von Gastronomen auf den Fanmeilen, dass die Geschäfte schlecht laufen. Wir mussten handeln, ansonsten drohte diese EM für die Geschäftsleute in Österreich zum Desaster zu werden.”

    Aus diesem Grund griff er, wie abgehörte Gespräche, die diesem Reporter vorliegen, beweisen, zum Telefon und rief DFB-Präsident Theo Zwanziger an. “Sie können sich vorstellen, dass dieser nicht begeistert war, aber er hat eingesehen, dass es notwendig war um wenigstens ein wenig EM-Stimmung beim kleinen Nachbarn zu verbreiten.”

    “Es ist nicht schön, wenn man zu solchen Maßnahmen greifen muss”, erklärte ein UEFA-Sprecher, “aber wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die ganze österreichische Nation ist narrisch und träumt von einem zweiten Cordoba. Ich habe selten zuvor eine solche Euphorie erlebt.”
    Dies ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Österreich lediglich einen Punkt aus zwei Spielen holte.

    Während in Österreich ausgelassen gefeiert wird und jeder von einem Sieg gegen die Deutschen träumt, ist die Wut in Polen über das manipulierte Spiel gegen Österreich riesig: “Ich wusste gleich, dass dieser Elfmeterpfiff gegen uns in der letzten Minute ein Betrug ist, aber ich hätte nie gedacht, dass er direkt auf Anweisung von Michel Platini erfolgt ist”, schäumte ein polnischer Verbandssprecher. “Ich dachte Korruption gäbe es nur bei uns im Verband. Niemals hätte ich das bei der UEFA vermutet.”.

    Der DFB verweigerte bis jetzt jede Stellungnahme und verwies nur auf die Pressekonferenz des UEFA-Präsidenten. Dieser versicherte allen besorgten deutschen Fans, dass es keine weiteren Spielabsprachen mehr geben würde: “Die Vorstellung, dass ich weitere Spiele manipulieren lasse, ist lächerlich. Es war eine Ausnahme um ein wenig die EM-Stimmung im Gastgeberland zu heben. Und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Sie müssen doch nur mal schauen, wie begeistert die österreichische Presse auf dieses 1:1 reagiert hat. Die ganze Nation ist narrisch. Das sehe ich als meinen Verdienst an. Aber ich kann allen versichern, dass dies eine absolute Ausnahme war. Es ist absolut lächerlich, zu glauben, dass ich auch noch das Spiel von Österreich gegen Deutschland manipulieren lasse. Österreich im Viertelfinale? Ich bitte, sie. Das ist absolut lachhaft. Da können die deutschen Fans absolut unbesorgt sein.”

  72. Erwin K. schrieb am 14. Juni 2008:

    Erst war ich überrascht, dann fassungslos. Einen so großen Leistungsabfall – oder besser Energieverlust im deutschen Spiel – nicht verständlich.

    Die einzelnen Personalien zu diskutieren ist nicht notwendig, da es alle Spieler zu wenig einbrachten. Auch ein Odonkor oder Jansen in besserer Verfassung hätten das Spiel nicht geändert.

    Es war ein Rückschritt. Der Urverrat fand im Frühling statt und steigerte sich bis heute, wo die Folgen sichtbar werden.

    Der Urverrat war die Abkehr vom Leistungsprinzip in den Nominierungsfragen. Lehmann als Nicht-Spieler gesetzt, Odonkor und Metzelder mit drei Spielen über die volle Distanz gesetzt; Schneider Nominierung war sogar noch nach der OP diskutiert worden, usw….

    Im Zweifel zählten vergangene Leistungen mehr als die aktuelle Verfassung.

    Diese Grundphilosophie verändert das Selbstverständnis der Truppe und verändert Trainingseinstellung, und Spielvorbereitungnagt und am Ende auch an Selbstbewusstsein und Tatendrang.

    Nun ist es offensichtlich und die Mannschaft wird sich davon im Turnierverlauf nicht erholen können; ebensowenig wie sie im Spiel gegen Kroatien den Hebel hat umlegen können.

    Mit dem nun dauerhaft schlechterem Fussball wohl reichen zum VF, eventuell auch noch ein wenig weiter; aber die Qualität wird sich auf einem niedriegerem Niveau einpendeln.

  73. 12. Mann schrieb am 14. Juni 2008:

    @Erwin K.
    Ja ja, die Abkehr vom Leistungsprinzip. Wenn Löw nach Ihren Kriterien gehandelt hätte, dann hätten wir in diesem Turnier noch kein einziges Tor geschossen, weil Podolski nicht dabei gewesen wäre. Den Leistungen bei den Bayern nach, hätte Lukas Podolski bestimmt nicht nominiert werden dürfen.

    Es ist nicht immer so einfach, wie es aussieht. Ballack wurde von allen für seine tollen Leistungen bei Chelsea gelobt und hat trotzdem bei der EM nur mittelmäßig gespielt.

    Und wenn man sich mal andere Nationen anschaut: Deco hat eine schlechte Saison bei Barca hinter sich und bringt jetzt wieder tolle Leistungen bei Portugal. Luca Toni wurde Torschützenkönig bei Bayern und war eher mäßig bei Italien.

  74. Günther Seeler schrieb am 14. Juni 2008:

    Stosse mich an dem Wort “Urverrat”… jetzt auch noch eine Dolchstosslegende und mir wird noch übler als mir schon ist…

  75. tony adams schrieb am 14. Juni 2008:

    Die Kommentare hier zu lesen ist spannender und lehrreicher als jede Presseschau (obwohl ich, lieber Herr Fritsch, nicht mehr ohne Ihre Newsletter sein möchte!)

    Bedauerlicher Weise gab es außerhalb des Spielfeldes weitere Gründe für die Niederlage: Seit über 20 Jahren treffen sich in unserer Stammkneipe fachkundige Public-Viewing-Hasser. Statt Großleinwand tut’s uns ein Bildschirm, hoch platziert auf einer Holzkonstruktion, deren karge, hässliche Streben von einer dem Ereignis entsprechend ordentlich dimensionierten Deutschlandfahne bedeckt sind. Außerdem gibt es ein TV-Gerät in einem extra Raum mit Aschenbechern – wichtig für Suchtler, die in unerträglichen Momenten die tröstende Gemeinschaft verlassen müssen um bei einer einsam gerauchten Kippe neue Kondition zu tanken. Diesem leidenschaftlichen und leidensfähigen (Spiele wie Griechenland-Schweden werden selbstverständlich bis zum bitteren Ende ausgesessen) Trüppchen sind am Donnerstag folgenschwere taktische Fehler unterlaufen: Statt wie sonst immer links vom Bildschirm hatte ich mich rechts hinten platziert. Links wiederum saß R., der da gar nichts verloren hat, vorne rechts dann A. auf der Bank, normalerweise ein ausgewiesener Stuhlsitzer. Die Mitte war – erstmals mit Kindern (laut Trikots Ballack und Ribery (!)) – schwach besetzt. Und M., der ebenfalls den harten Untergrund des Stuhles bevorzugt und ohne den Siege kaum zu erringen sind, saß nicht mal auf der gepolsterten Bank: Sein Arbeitgeber hatte ihn für das 18h-Spiel gesperrt. Und der Wirt? Der war zu Spielbeginn mehr mit der Fernbedienung beschäftigt als sich auf die richtige Raumaufteilung zu konzentrieren. Anfang der zweiten Halbzeit vergaß er zudem, die geweihte brennende Kerze auf die Seite der Deutschen zu verschieben. Und was dem Bierfass den Boden ausschlug: Manch einer (weiteres Vergehen, zu dem ich mich bekenne) trank aufgrund des früh angesetzten Spieles Saftschorle statt Pils. An diesem Abend hat wirklich gar nichts gepasst. Nach dem Abpfiff wurden diese Mängel schonungslos aufgearbeitet, in Gruppen- als auch in vom Wirt geführten Einzelgesprächen. Fazit: Am Montag werden wir alle wieder unsere gewohnten Positionen und Getränke einnehmen. Und den Ösis gleichermaßen respektvoll und selbstbewusst begegnen. Mit der Gewissheit, dass fast jedes Team in einem Turnier ein schlechtes Spiel absolviert. Und wir das unsrige nun schon hinter uns haben.

  76. Max Diderot schrieb am 14. Juni 2008:

    Heute findet sich in der Druckausgabe der Süddeutschen ein Interview mit Marcell Jansen. Ein scheinbar kluger und selbstkritischer Spieler, der abseits der üblichen fußballerischen Plattitüden die eigene Leistung im Spiel gegen Kroatien reflektiert.

    Nachdem vom ehemaligen polnischen Internationalen Zbigniew Boniek die Behauptung stammen soll, Polens Spieler seien sechzehnmal klüger als ihre deutschen Konkurrenten, und nun die Ausführungen Jansens vorliegen, muss ich davon ausgehen, dass die Kadra ein unglaubliches intellektuelles Potential besitzt. Möglicherweise verhinderte Schachspieler …

  77. Balduin schrieb am 14. Juni 2008:

    “Urverrat”… unglaublich, welchen psychologisierenden Schwachsinn man manchmal lesen muss.

    Der Jogi, Verräter am Erbe unseres großen Jürgen Klinsmann, verstößt kaltlächelnd bei der Nominierung Marko Marin, unseren neuen jugendlichen Messias, und fügt der Mannschaft damit die tödliche Wunde zu… Mannomann, geht es nicht auch mehrere Nummern kleiner?

  78. BArometer21 schrieb am 14. Juni 2008:

    @ Balduin: Schön, dass du Jogi und nicht Yogi (wie schon gefühlte tausend Mal gelesen) schreibst.

  79. Ditschi schrieb am 16. Juni 2008:

    Welch ein Lärm. Ja, 1:2 gegen Kroatien. Zeter und Mordio. Verrat. Die Reiter der Apokalypse. Das System Löw: dem Untergang geweiht. Wir sind Deutsche. Wenn eine nationale Mission, der wir uns alle – ja, auch die Apokalytischen – verschrieben haben, nicht reibungslos gelingt, zerreissen, zerfleischen und beerdigen wir sie. So sind wir. Verdammit lang her: WM 1974, Vorrunde BRD – DDR 0:1. Die Presse: Unsere Versager. 2 Wochen später: Finale. 0:1 nach einer Minute gegen Holland. Um mich herum: Aus. Das schaffen sie nie. 89 Minuten später waren sie Weltmeister. Unsere Jungs. Die Besten, die wir je hatten.
    Bewahren wir uns unseren geliebten Pessimismus. Dann sind künftige Siege umso schöner.

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