HSV nach Bremen-Sieg: Auf einen großen Frühling lauernd
von Oliver Fritsch
Aus dem Volkspark Der Gast des letzten Hinrundenspiels ließ die Hamburger unweigerlich in die jüngere Vergangenheit blicken. Im April und Mai diesen Jahres war es der Rivale aus dem Nachbarort Bremen gewesen, der dem HSV kühl eine historische Schmach bescherte, wie es Vorstand Bernd Hoffmann damals empfand: Innerhalb von nicht einmal drei Wochen wurde man von Werder aus DFB-Pokal, Uefa-Cup und Meisterrennen befördert (Weiterlesen …)
HSV kämpft ohne Waffen
von Oliver Fritsch
Aus dem Volkspark Nach dem 0:0 gegen Spitzenreiter Leverkusen hat der HSV nach wie vor nur ein Tor Abstand zur Tabellenführung. Knapper geht es kaum. Doch der Klub blickt nicht nach oben, sondern beschränkt sich auf die Hoffnung, vorerst nicht zu viel Boden auf die Konkurrenz zu verlieren. “Bis Weihnachten wollen wir irgendwie über die Runden kommen”, sagt Vorstand Bernd Hoffmann (Weiterlesen …)
Hertha-HSV: Götterzorn trifft Sascha Burchert
von Oliver Fritsch
Aus dem Olympiastadion Auch das noch! In der Pause muss sich Sascha Burchert vor den Hamburger Fans warm machen, die den Berliner Ersatztorwart mit Applaus und einer Welle begrüßen, bejubeln, verhöhnen. Diesen armen Tropf, für den an diesem Abend nur dunkle Sterne brennen. Auf den es an diesem Abend die Parzen, die antiken Schicksalsgöttinnen, abgesehen haben (Weiterlesen …)
HSV besiegt Bayern: Unwucht im Badstuber-Müller-Förderverein
von Oliver Fritsch
Aus dem Volkspark Uli Hoeneß, das Stimmungsbarometer des FC Bayern, gab sich nach der 0:1-Niederlage in Hamburg gelassen. In der Mixed Zone hatte er einige Fragen nach Zé Roberto zu beantworten, den er im Sommer nach Hamburg ziehen ließ. Er hatte ihm einen Vertrag über ein Jahr Laufzeit angeboten. Der HSV wollte den 35-jährigen zwölf Monate länger binden, was den Ausschlag gab (Weiterlesen …)
Spannender Fußballabend in Hamburg mit leisen Molltönen
von Oliver Fritsch
Aus dem Volkspark Seit dem 3:1 gegen Köln vor zwei Wochen, seit man die Tabellenführung übernommen hat, ist einiges passiert in Hamburg. Wegen Kreuzbandrissen fallen gleich zwei Profis bis mindestens Frühjahr 2010 aus: Colin Benjamin und Paolo Guerrero. Ein Sportdirektor ist noch immer nicht gefunden, der eine Kandidat, Oliver Kreuzer, hat per SMS abgesagt; der andere, Roman Grill, scheint nicht durchsetzbar, weil er ein Berater ist und man ihm Interessenskonflikte unterstellt. Zudem ist durch Recherchen des Spiegels bekannt geworden, dass der Transfer Zé Robertos entgegen ursprünglichen Behauptungen des Vorstands vier Millionen Euro Ablöse gekostet hat. An einen uruguayischen Verein, für den der Brasilianer nie gespielt hat. Ein dubioser Vorgang. Ein suspekter Vorgang (Weiterlesen …)
Ungestillter Titelhunger in Hamburg
von Oliver Fritsch
Aus dem Volkspark „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“, schallte es gestern durchs Hamburger Stadion. Wie immer nach HSV-Siegen war die Laune bestens, obwohl der 3:1-Sieg gegen Köln einer allenfalls durchschnittlichen Leistung entsprang. Die erste Halbzeit war sogar bemerkenswert schwach und tempoarm, das Führungstor Paolo Guerreros fiel nicht durch einen Spielzug oder nach einem Eckball, sondern wegen eines Ballverlusts des Kölner Innenverteidigers Pedro Geromel. Es war fast die einzige Offensivaktion der Hamburger. Erst nach dem Seitenwechsel zogen sie an und erspielten sich einige Chancen. Guerreros folgerichtiges 2:0 hätte Schiedsrichter Felix Brych aber nicht anerkennen dürfen, weil Zé Roberto im Abseits stand (so wie manch anderer Schiedsrichter vor dem ersten Tor Foul gepfiffen hätte) (Weiterlesen …)
Magath – Stratege, Schleifer und Führungsmann
von Oliver Fritsch
Eine aufregende Saison endet mit der erwarteten Überraschung: Der VfL Wolfsburg ist Meister. Vor der Saison wären den Experten mindestens acht Vereine eingefallen, auf die sie eher gewettet hätten. Vor der Saison hätte wohl selbst ein Abstieg der Wolfsburger wahrscheinlicher angemutet als der Titelgewinn. Am letzten Spieltag ging der Tabellenführer als Favorit in die finalen 90 Minuten und erfüllte diese Rolle gewohnt entschlossen. Das 5:1 mag gegen ausgelaugte Bremer zustande gekommen sein, doch außergewöhnlich sind fünf Treffer für Wolfsburger nicht, nicht nur die beste, sondern auch die offensivste Mannschaft der Liga. Das kraftvolle und dynamische 54-Tore-Stürmerduo Grafite und Edin Dzeko, eine „Erfindung“ Felix Magaths, hat auch schon ausgeruhte Abwehrreihen zerzaust (Weiterlesen …)
Und schon wieder kein Finale, HSV!
von Oliver Fritsch
Für den Hamburger SV, der noch vor wenigen Wochen so aussichtsreich in drei Rennen lag, hat die Saison die schlimmstmögliche Wendung genommen: ausgeschieden in zwei Halbfinals – und das gegen Werder Bremen, den Rivalen. Den Rivalen, von dem man wähnte, ihn hinter sich gelassen zu haben. Und gegen den man nun die zweite Heimniederlage innerhalb von zwei Wochen einstecken muss. An diese Saison wird man, wenn in der Liga nicht noch ein Wunder geschieht, in Hamburg noch in Jahren mit Schrecken zurückdenken. Es ist die Saison, in der man sich zwei Mal von Bremen bestehlen ließ (Weiterlesen …)
Bremer Begleitschutz für Hamburger Revanche
von Oliver Fritsch
Der HSV überrascht mit einer klaren Steigerung gegenüber der Vorwoche und revanchiert sich dank eines technisch anspruchsvollen Kopfballtors Piotr Trochwoskis für die schmerzende Niederlage im Pokal. Mit einem Sieg in Bremen haben die Experten nicht gerechnet. Die erste Halbzeit ging an die Gäste, Mitte der zweiten Halbzeit war der HSV zwei, drei Mal dem 0:2 nahe. In der Schlussphase musste er wieder mal in den roten Bereich. Da hat nicht viel zum Ausgleich gefehlt, auch ging er am Rande eines Elfmeters spazieren. Aber davon bekam der HSV in jüngster Zeit ja genug.
Bremen verteidigte nachlässig, “Begleitschutz” nennt das Thomas Schaaf. Offenbar hatte sich der Schlendrian wieder in die Mannschaft geschlichen. Wie fahrlässig die Bremer linke Seite (Özil und Bönisch) beim Gegentor verteidigt hat! Unterzahl auf dem Flügel bei einem eher langsamen HSV-Angriff. Überhaupt, dass Bönisch Bundesliga spielt, finde ich, sagen wir, erstaunlich. Man sieht nicht mal, ob er Links- oder Rechtsfuß ist. Null Ballgefühl. Der Bremer Sturmlauf kam zu spät und war zu ungenau. Zur Not rettete Frank Rost.
Der HSV mag nun Favorit sein, aber allenfalls leicht. Zumal Martin Jol auf Guerrero verzichten müssen wird, der gelbgesperrt ist. Hab ich schon mal gesagt, dass ich Gelbsperren schlecht finde? In der Liga lasse ich es mir noch gefallen, aber in K.o.-Systemen ist es überflüssig. Man stelle sich vor, man verpasst ein WM-Finale wegen einer Gelbsperre. Stichwort Überregulierung. Weil Petric wohl noch verletzt ist, bleibt nur noch Olic als einzige Spitze. Aber vielleicht zaubert er ja noch eine aus seinem holländischen Hut. Ich werde im Stadion sein.
Gerade vorhin auf dem Fußweg nach Hause über die TV-Werbung (Bier) mit Waldemar Hartmann aufgeregt. Ohne Anlass, einfach so. Aber nicht ohne Grund, nicht ohne Gründe, zwei, um genau zu sein: Erstens macht ein Journalist keine Werbung. Zweites nicht mit jemandem (Hoeneß), über den er berichtet. Und drittens schon gar nicht, wenn er von der ARD bezahlt wird. Das muss ein Ende haben! Auch wenn es müßig scheint und man es schon hundert Mal gesagt hat – das darf man nicht hinnehmen.
Moderator auf Sat.1 war gestern Erich Laaser. Laaser ist Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten. Was sagt er eigentlich zu dem Thema Journalisten und Werbung?
Das komplette Live-Blog auf Zeit Online
Schmerzende Hamburger Niederlage gegen Bremer Diebe
von Oliver Fritsch
Durch die knappste aller Entscheidungen im Fußball, das Elfmeterschießen, unterliegt der HSV gegen Werder Bremen im DFB-Pokalhalbfinale in einem dramatischen, allerdings nie hochwertigen Spiel. Zwar hält er noch zwei weitere Titeloptionen in der Hand, den Uefa-Pokal und die Meisterschaft. Doch fürchten die Hamburger, das Glück könnte sie in den entscheidenden Momenten dieser Saison, die bislang so glanzvoll verlaufen ist, verlassen. Und die Kraft, denn es könnte dem HSV zum Verhängnis werden, dass er mit einem kleinen Kader in allen drei Wettbewerben mitmischt. Die Mannschaft geht an ihr Limit und ab und an in den „roten Bereich“. Die 120 intensiven Minuten gegen Bremen werden zusätzlich Reserven verbraucht haben (Weiterlesen …)
Nächste Seite »