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Bekanntlich bleibt in einem Rosenkrieg zuerst die Wahrheit auf der Strecke. Offenbar vergaß das der DFB in seiner „Aufklärungsarbeit“, dieser Eindruck scheint sich im Amerell-Fall zu verfestigen. Andererseits gibt es noch immer sehr viele offene Fragen, Flanken, Einwände: Etwa sollte man aus den veröffentlichten Mails nichts Voreiliges und Eindeutiges schließen. Nur weil sie zu der Zeit, an dem sie Michael Kempter verfasste, Einvernehmen zu belegen scheinen, schließt das den ursprünglichen Vorwurf (sexuelle Nötigung) nicht aus. Einvernehmen im Oktober 2008 heißt nicht Einvernehmen zu jeder Zeit. Auch in Ehen wird vergewaltigt (Weiterlesen …)

Aus dem Volkspark Uli Hoeneß, das Stimmungsbarometer des FC Bayern, gab sich nach der 0:1-Niederlage in Hamburg gelassen. In der Mixed Zone hatte er einige Fragen nach Zé Roberto zu beantworten, den er im Sommer nach Hamburg ziehen ließ. Er hatte ihm einen Vertrag über ein Jahr Laufzeit angeboten. Der HSV wollte den 35-jährigen zwölf Monate länger binden, was den Ausschlag gab (Weiterlesen …)

Oliver Fritsch Mutter Teresa gegen Obama

von Oliver Fritsch

Die Reaktion Uli Hoeneß‘ auf die Klinsmannsche Verteidigung blieb nicht aus. Im DSF-Doppelpass parierte Hoeneß die bemerkenswert offensiven Attacken seines Ex-Trainers. „Das Verhältnis zwischen Jürgen und der Mannschaft war nicht so, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wurde“, begründete er die Entlassung. Und wenn selbst Philipp Lahm nun austeilt („Wäre Jupp Heynckes das ganze Jahr da gewesen, wären wir Meister geworden“), ist dem wohl nur beizupflichten. Klinsmann hatte bei Jauch gesagt, dass ihn Spieler nach der Entlassung angerufen hätten, um ihm ihr Bedauern und ihr Unverständnis mitzuteilen. Hm … wer das wohl gewesen sein mag? (Weiterlesen …)

Ein bemerkenswertes Interview hat Jürgen Klinsmann Günther Jauch in Stern TV gegeben. Bemerkenswert, weil Klinsmann bislang alle Angriffe über sich ergehen lassen hatte. Und Klinsmann musste einige Angriffe über sich ergehen lassen – als Bayern-Trainer und, noch mehr, als Nationaltrainer. Doch diesmal hat er sich gewehrt, wenn auch diplomatisch verpackt und ohne persönlich zu werden (Weiterlesen …)

Am vorigen Fußballwochenende sind im deutschen Fernsehen wieder einige Fragen und Nachfragen nicht gestellt worden. Ich hol das mal nach:

1. Herr Hoeneß, war es ein Fehler, Felix Magath im Januar 2007 entlassen zu haben? Warum betonen Sie mehrfach, mit Jürgen Klinsmann ausgemacht zu haben, “keine schmutzige Wäsche” zu waschen? Klinsmann ist nicht dafür bekannt, schmutzige Wäsche zu waschen. Herr Hoeneß, Sie deuten an, Klinsmann sei für den möglichen Karriereknick Michael Rensings verantwortlich. Ist es nicht eher so, dass er wichtige Jahre seiner Laufbahn (2006-08) auf der Bayern-Bank vertrödeln musste und vergeblich darauf wartete, dass das Versprechen eingelöst wurde, Nachfolger von Oliver Kahn zu werden? (Uli Hoeneß war Gast im ZDF-Sportstudio.) (Weiterlesen …)

Die Debatte in deutschen Medien über „das Internet“ nimmt in jüngster Zeit, vielleicht durch die Wirtschaftskrise befeuert, erneut peinliche Züge an, nachdem zwischenzeitlich eine Versachlichung zu verzeichnen war. Ein herrliches Fundstück hat der Blogger und Bayern-Fan probek ausgegraben. Im TV-Sonntagsstammtisch des BR salbadern Uli Hoeneß und Alpha-Journalist Helmut Markwort (Focus-Chef) über „die Internet-Situation“ (Hoeneß). probek hat eine Minute mitgeschnitten und als Audio zur Verfügung gestellt. Markwort und Hoeneß wirken bei ihrem Altherrengerede so ungestört und unbeobachtet, wie man es im stromlinienförmigen Medianalltag selten zu sehen und hören bekommt (Weiterlesen …)

Jürgen Klinsmann ist entlassen, die Entscheidung ist richtig. Richtig deswegen, weil Klinsmann im Verein ohne Verbündete dastand. In einer solchen Situation ist fast jede neue Lösung eine bessere Lösung – selbst wenn sie Jupp Heynckes heißt. Heynckes ist ein Trainerrentner, seine beste Zeit liegt in den 80ern. Zuletzt ist er in Schalke (2004) und Mönchengladbach (2007) gescheitert, selbst vom Altherrenmacho Rudi Assauer musste er sich Antiquiertheit vorwerfen lassen. Sein Champions-League-Sieg mit Real Madrid 1998 gilt als Ausrutscher, populär ist das Zitat seines Spielers Clarence Seedorf: „Wir haben nicht wegen, sondern trotz Heynckes gewonnen.“ Eintracht-Frankfurt-Fans legen Heynckes noch immer nahe, nicht nach Hessen einzureisen, nachdem er in den 90ern aus dem Spitzenklub Eintracht einen Abstiegskandidaten machte (Weiterlesen …)

Oliver Fritsch Machiavelli Hoeneß

von Oliver Fritsch

Uli Hoeneß ist einer der Verlierer des Tages, doch auf der Pressekonferenz sprach er wie ein Sieger. Er konnte seine Erleichterung (oder war es sogar Genugtuung?) darüber nicht verbergen, Jürgen Klinsmann entlassen zu haben. Es ist auch klar geworden, dass er nie ein Verfechter Klinsmanns war, denn er hatte einige Spitzen für ihn übrig. Und indirekt für die, die seine Verpflichtung guthießen und in die Wege leiteten (also Karl-Heinz Rummenigge). Klinsmanns Nachfolger führte er mit hohen Tönen ein: „Jupp Heynckes ist ein Fußball-Lehrer, und das ist das, was wir jetzt brauchen.“ Eine wenig verschlüsselte Anspielung auf die Unerfahrenheit Klinsmanns. Als würde Hoeneß nicht auch für das Scheitern gerade stehen müssen. Er hat entschieden, und nach Machiavelli ist jede getroffene Entscheidung eine gute Entscheidung. Und vermutlich ist die Entscheidung auch tatsächlich richtig, denn Klinsmann stand schon lange ohne Verbündete da. Vermutlich ist für die aktuelle Bayern-Saison alles besser, als sie Klinsmann zu Ende führen zu lassen (Weiterlesen …)

Oliver Fritsch Klinsmann, der Feind vieler

von Oliver Fritsch

Jürgen Klinsmann hat Recht: Deutsche Fußballvereine müssen sich was einfallen lassen, wenn sie wieder mal ein Champions-League-Finale erreichen wollen. Englische und spanische Klubs, zumindest die großen, spielen schneller und genauer. Und das liegt nicht nur am Geld. Klinsmann weiß das, und er spricht es aus. Damit macht man sich im konservativen Fußball-Milieu Feinde. Und Klinsmann hat viele davon. In allen Lagern (Weiterlesen …)

Willkommen zum Live-Twitter Bayern gegen Dortmund, die Konkurrenz hat gestern und vorgestern nicht gewonnen, wirds zum Spieltag der Bayern?

Kuck ich ausm Fenster auf die Straßen des Kiez sehe ich nur gesenkte Köpfe. St. Pauli spielt gegen Greuther Fürth. Greuther führt. 3:0

Fußballphysiognomie – Jürgen Klinsmann beweist es: Ein Jahr Trainersein bei Bayern München bedeutet sieben Menschenjahre (Weiterlesen …)

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